RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

ORM: Lavanttal-Rallye

Von Junioren-ÖM bis zum Mitropa Cup

Auch abseits der Topklasse bietet der Kärntner Rallye-ÖM-Lauf dank 2WD-, HRM- und vieler Pokalwertungen eine spannende Ausgangslage.

Fotos: Harald Illmer

Mit schnellen Leuten gespickt ist in Wolfsberg die 2WD-Staatsmeisterschaft. Christoph Zellhofer (Suzuki Swift S1600) hat trotz seines Ausfalls im Rebenland die Führungsposition behalten können, allerdings sitzt ihm der schnelle Ungar Kristof Klausz (Peugeot 208 R2) nach seinem Sieg ebendort bereits im Nacken. Auch Luca Waldherr und Ex-Staatsmeister Willi Stengg zünden wieder ihre Opel Adam R2, mit denen sie in Leutschach Platz zwei und drei in der 2WD-Wertung holen konnten.

Gespannt darf man aber auch auf den Start des Steirers Gernot Zeiringer sein, der mit einem starken Citroën DS3 R3 Max aufkreuzt. Hoch aus dem Norden kommt der Schwede Daniel Ernstedt mit einem Suzuki Swift S1600, und auch die (allerdings nicht punkteberechtigten) Deutschen Hermann Gaßner junior und Norman Kreuter bringen mit einem Toyota GT86 CS R3 bzw. einem Citroën DS3 R3 Max leistungsstarke Klasse-3-Autos an den Start.

Zudem versuchen talentierte wie schnelle einheimische Piloten wie Heimo Hinterhofer (Peugeot 208 R2), der Kärntner Robert Joven (Renault Clio R3), Dominik Schilcher (Ford Fiesta ST), Lukas Stengg (Opel Corsa OPC), Enrico Windisch (Citroën C2 R2 Max) oder Daniel Wutscher (Citroën C2 R2 Max) im Feld der Arrivierten mitzumischen.

Junioren-ÖM

Sehr stark präsentiert sich im Lavanttal auch die Junioren-ÖM. Angeführt vom in der Meisterschaft etwas überraschend auf Platz eins liegenden Steirer Martin Ritt (Volvo 740) über Patrick Hasler (Suzuki Ignis Sport), Patrick Knoll (Ford Fiesta ST), den Kärntner Nico Mitterbacher (BMW E30), Michael Röck (Ford Fiesta ST), Dominik Schilcher (Ford Fiesta ST), Lukas Stengg (Opel Corsa OPC), Luca Waldherr (Opel Adam R2) bis hin zu Christoph Zellhofer (Suzuki Swift S1600) zeigt sich eine bunte und interessante Mischung aus heimischen Talenten. Die beiden Ungarn László Fekete (Citroën C2 R2 Max) und Kristóf Klausz (Peugeot 208 R2) sowie der Slowene Jernej Fakin (Peugeot 208 R2) komplettieren das qualitativ wie quantitativ stark besetzte Teilnehmerfeld der Nachwuchspiloten.

AMF-Rallyepokal

Der Rallyecup der AMF wird heuer in zwei Kategorien geführt: Zum einen gibt es den Rallycup an sich, in dem sämtliche Cupteilnehmer integriert sind, zum anderen den Rallyecup 2000, indem nur zweiradgetriebene Fahrzeuge gewertet werden. Im Rallyecup muss nach seinem Auftritt im Rebenland Martin Kalteis als glasklarer Favorit gehandelt werden. Der Niederösterreicher konnte dort mit seinem Mitsubishi Evo VII als einziger in die Phalanx der WRCs und R5-Boliden eindringen. Am Ende stand ein sensationeller sechster Platz in der Gesamtwertung zu Buche. Dass dies auch den Sieg im Cup zur Folge hatte, war klar. Auf die Leistung von Kalteis darf man zu Recht auch in Wolfsberg sehr gespannt sein, dennoch trifft der Spitzenreiter im Lavanttal auf starke Konkurrenz.

Zum einen hat wieder Kris Rosenberger mit dem Subaru Impreza WRC genannt, wobei sich der ehemalige Staatsmeister, nachdem schon sein Start in Leutschach an fehlenden Teilen gescheitert ist, auch für diesmal pessimistisch gibt: "Ich habe zwar genannt, sage aber ganz ehrlich, dass ich nur sehr, sehr geringe Chancen für einen Start sehe. Die fehlenden Teile für das Petter-Solberg-Weltmeister-Auto von 2003 zu bekommen ist eine hochkomplizierte Sache. Ich bin dran, fürchte jedoch, dass die Zeit nicht reicht." Zum anderen ist auch der Start von Ex-PWRC- und Ex-ERC2-Meister Andreas Aigner von Bedeutung; der Steirer fährt einen BMW 650i und ist gewiss keiner, der antritt, um hinterherzufahren.

Topkonkurrenten für Kalteis sind sicherlich auch die Kärntner Alfred Kramer (Mitsubishi Evo 6.5), dem Inbegriff des Slogans "Siegen oder Fliegen", und Andreas Mörtl (Mitsubishi Evo X), an dessen Haustür die Rallye vorbeiführt. Der Steirer Günther Knobloch (Subaru Impreza WRX), der Oberösterreicher Peter Ölsinger (Mitsubishi Evo X), der Kärntner Daniel Sattler (Mitsubishi Evo X), die Niederösterreicher Gerald Bachler (Subaru Impreza WRX) und Harald Ruiner (Nissan Z350) oder der Wiener Alexander Keresztesi (Subaru Impreza WRX) stehen für ein spannendes Verfolgerfeld aus fast ganz Österreich. Achten muss man zudem auf den starken Tschechen Jiří Pertlíček, der mit seinem Mitsubishi Lancer Evo X am Start steht.

Weil seit heuer jeder Teilnehmer, der in der österreichischen Meisterschaft punkteberechtigt ist – egal, in welcher Klasse er startet – auch für die Staatsmeisterschaft wertungsbefugt ist, gleicht das Starterfeld des Rallyecup 2000 praktisch jenem in der 2WD-Meisterschaft. Angereichert wird dieses durch interessante Piloten, die im Hinblick darauf, dass sie sowieso überall punkten dürfen, nur für den Cup genannt haben. Einer davon ist ehemaliger Gruppe-N- und 2WD-Staatsmeister und heißt Martin "Max" Zellhofer. Der Amstettner lenkt einen Suzuki Swift S1600 aus eigenem "ZM Racing"-Hause und garantiert damit ein interessantes Vater-Sohn-Duell mit Christoph.

Stellvertretend für das größte Starterfeld bei der Lavanttal-Rallye seien im Rallyecup 2000 noch die Steirer Mathias Haas (BMW E30), Patrick Knoll (Ford Fiesta ST), Mike König (Opel Astra), Fritz Krump (Renault Clio), Christian Pirz (Citroën DS3 Racing), Martin Ritt (Volvo 740) und Michael Röck (Ford Fiesta ST), die Kärntner Patrick Hasler (Suzuki Ignis), Thomas Kienzer (Ford Fiesta ST) und Helmut Klösch (BMW E36), die Oberösterreicher Martin Attwenger (Honda Civic), Christian Gassner (Ford Fiesta ST) und Christoph Wögerer (Ford Fiesta ST) sowie Viktoria Hojas (Opel Corsa OPC) und Christian Zerzawy (VW Lupo GTI) aus Niederösterreich erwähnt.

Historische

In der historischen Staatsmeisterschaft versucht der schnelle Steirer Gert Göberndorfer (Opel Ascona) einen neuen Anlauf. Allerdings ist die Konkurrenz immens stark, kommt sie doch aus dem Porsche-Lager: Der Steirer Jürgen Aigner bringt ebenso einen 911 SC an den Start wie der Tiroler Albert Bellschan von Mildenburg einen SC RSR GR4. Die beiden Deutschen Ludwig Kuhn und Heinz-Walter Schewe haben ebenfalls Porsche 911SC genannt, sind aber für die österreichische Meisterschaft nicht punkteberechtigt.

Sehr wohl wertungsbefugt ist aber ein ausländisches Duo, das die österreichische Meisterschaftsführung im Visier hat. Der Tscheche Aleš Jirátko (BMW 2002i) ist momentan Vierter, der Italiener Guido Persello (Opel Kadett GTE) sogar Zweiter. Die kleine, aber feine Opel-Armada ergänzen in Wolfsberg der Voralberger Walter Derler (Ascona B) sowie die Kärntner David Hanschitz (Kadett Coupé), Patrick Hochegger (Kadett Coupe) und Ferdinand Mitterbacher (Ascona B).

Der Kärntner Hausherr Walther Stietka bringt wieder seinen allseits beliebten VW Käfer 1302 an den Start, die Niederösterreicher Gerhard Openauer und Hans Wieger lenken einen Ford Escort RS 2000 bzw. 1600. Im historischen Rallyecup gilt das Augenmerk dem Österreicher-Vierkampf zwischen den Kärntnern Kurt Jabornig (Peugeot 205 GTI) und Nico Mitterbacher (BMW E30), dem Tiroler Alfons Nothdurfter (Sierra Cosworth)sowie Cristian Windischberger aus Niederösterreich im Lancia Delta Integrale.

Mitropa Cup

Der Mitropa Cup, die inoffizielle Rallye-EM für Amateure und Privatfahrer, ist in diesem Jahr in seiner mittlerweile 54. Saison und hat trotzdem nichts von seiner Faszination verloren. Der Cup ist wohl der älteste Zusammenschluss von Motorsportveranstaltern einerseits und Aktiven anderseits, um Rallyesport auf hohem Niveau zu erleben und den Kontakt zu Gleichgesinnten aus vielen verschiedenen Nationen zu pflegen.

Der heurige Saisonauftakt fand vor wenigen Wochen bei der Rebenland-Rallye im steirischen Leutschach statt. Bei schwierigsten Bedingungen zeigten die 35 Teilnehmer, die für den Mitropa Cup genannt hatten, großartigen und sehr spannenden Rallyesport. Es gab einen dreifachen deutschen Erfolg: Es siegte Hermann Gaßner junior vor senior (beide Mitsubishi Evo X R4), Platz drei ging an Manuel Kößler (Subaru Impreza R4). Im Historic Cup war der Schweizer Burghard Brink (Lancia Delta Integrale) vor dem Deutschen Wolfram Thull (Porsche 911) und dem Italiener Guido Persello (Opel Kadett GTE) erfolgreich. Nun geht es zur zweiten Station nach Kärnten, wo 2018 die bereits 42. Lavanttal-Rallye stattfindet. Im Vorjahr gewann dort im Mitropa Cup der für Kroatien startende Ungar Krisztián Hideg (Mitsubishi Evo IX), der sich 2006 sogar den Gesamtsieg in Kärnten sichern konnte, vor dem Deutschen Hermann Gaßner (Mitsubishi Evo X) und dem Ungarn Kristóf Klausz.

Vorschau M1 Masters Vorschau M1 Masters Vorschau, Teil 1 Vorschau, Teil 1

Ähnliche Themen:

ORM: Lavanttal-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

Aus für schwedische Verbrennungsmotoren

Volvo wird bis 2030 zur Elektro-Marke

Ab 2030 will der schwedische Premium-Automobilhersteller nur noch reine Elektroautos bauen und verkaufen. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor, darunter auch Hybride, sollen dann nicht mehr angeboten werden.

Rechtzeitig zu den Semesterferien haben wir – trotz Coronakrise – die besten Spiel für lange Autofahrten. PLUS: GEWINNEN SIE eine von zehn SPIELESAMMLUNGEN von SPIELWAREN HEINZ!

Land Rover hat ein neues Sondermodell des Defender Works V8 Trophy aufgelegt. Es basiert auf einem Konzept, von Land Rover Classic aus den Jahren 2012 bis 2016. Dabei werden klassische Defender-Fahrzeuge von Grund auf überholt, neu aufgebaut und mit originalgetreuer Technik bestückt.

Kennen Sie den?!

Trabant-Buggy aus Ungarn

In den 1960er Jahren schwappte der Buggy-Wahnsinn nach Europa. Damals entdeckte János Kesjár jr., ein bekannter ungarischer Rennfahrer, in Westdeutschland einen solchen frühen Buggy. Nach seiner Rückkehr nach Ungarn beschloss er, sein eigenes „Fun-Car” zu entwickeln.