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ORM: Schneebergland-Rallye

Fast alles neu...

Johannes Keferböck sorgt auch vor der vierten ORM-Rallye für Aufhorchen: Erstmals pilotieren Keferböck und die langjährige WM-Copilotin Ilka Minor einen Skoda Fabia R5 des ungarischen Eursol Racing Teams. Kurios: Für Keferböck wird das Spektakel ein spätes Schotter-Debüt...

Grafik: Rallyeteam Keferböck

Als wäre der Geist der großartigen ORM-Saison 2017, die im Grunde bei jeder Rallye etwas Neues zu bieten hatte, auf ihn übergesprungen - Johannes Keferböck erlebt ein völlig unverhofftes Jahr der Wandlung und genießt es in vollen Zügen: Vom „Jännerrallye-only-Ticket“ dank seinens Freistädter Sensationssieges und der damit einhergegangenen Budgetaufstockung durch seinen langjährigen Sponsor zum ernsthaften Meisterschaftsaspiranten, der bei der dritten Rallye mit dem Engagement von Österreichs erfolgreichster Copilotin Ilka Minor das Projekt auf die nächste Ebene hievte. Weil er spürt, dass dieses Jahr die Chance seines Lebens als Rallyepilot sein kann. Nicht nur wegen eines Titels - sonden auch oder vielmehr um das Momentum zu nutzen und seine eigene Performance in noch nie geahnte Höhen zu pushen. Dafür will der 46-Jährige alles ihm mögliche tun...

Vor der am kommenden Samstag steigenden Rallye Nr.4 der heimischen Staatsmeisterschaft, der wunderbaren Schneebergland-Rallye rmit ihren selektiven Schotterprüfungen und um das idyllische Rohr im Gebirge lässt Johannes Keferböck erneut aufhorchen: Neues Auto, neues Team und dazu ein brandneues Design!

Neues Auto, neues Team, neues Design

Johannes Keferböck erklärt den Hintergrund: „Aus logistischen Gründen mussten wir einen Teamwechsel vollführen. Aus dieser Situation heraus ergaben sich neue Möglichkeiten. Wir werden im Schneebergland einen Skoda Fabia R5 des ungarischen Eurosol Racing Team Hungary pilotieren - und weil ich ungern unser altes, für den Ford Fiesta entwickeltes Design auf den Fabia ‚pappen‘ wollte, fahren wir am Samstag auch gleich mit einem komplett neuen Design.“

Dass er mit dem Eurosol Racing Team Hungary ein international erfolgreiches und anerkanntes Team ausgewählt hat, wird ihm wohl auch niemand geringerer als Andreas Aigner bestätigen. Der PWRC-Weltmeister 2008 hat schon im Vorjahr auf die ungarischen Profis gesetzt - und auf Ilka Minor, die nunmehr Johannes Keferböck in dieser für ihn so inspirierenden Saison begleitet. Im Vorjahr, mit Andi Aigner im M1-BMW, war Ilka nicht allzu lange im Bewerb. Keferböck: „Immerhin hat sie 2017 die komplette Besichtigug absolviert, während die Schneebergland-Rallye für mich ein komplettes Neuland ist.“ In den ersten drei Jahren dieser noch jungen, 2010 erstmals gefahrenen Kult-Rallye konnte Ilka an der Seite von Manfred Stohl zweimal Platz zwei belegen und 2011 sogar den Sieg einfahren - ob die Daten und Lehren aus dieser Zeit auch heute noch hilfreich sind, muss vorerst noch unbeantwortet bleiben...

Späte Schotter-Premiere

Den Umstieg vom Ford Fiesta R5 auf den Skoda Fabia R5 schätzt Johannes Keferböck weniger schwierig ein - das weitaus größere Fragezeichen sieht der Oberösterreicher beim Wechsel von Schnee auf Schotter.

Denn: „Zwar ist beides ein loser Untergrund, doch in Wahrheit sind Schnee und Schotter nicht miteinander vergleichbar.“

So bleibt dem aktuellen ORM-Dritten nur der „Sprung ins kalte Wasser“, wie der 46-Jährige erklär: „Zwar wird es im Vorfeld der Rallye einen kurzen Rollout geben - doch das werden nicht mehr als vielleicht 15 Kilometer sein.“

Trotzdem bleibt Keferböck optimistisch gestimmt, schließlich werden die Erfahrungswerte bei ihm von Mal zu Mal immer mehr und die daraus gezogene Lernkurve immer steiler.

Keferböck lacht: „Wir werden ganz sicher ins ‚kalte Wasser’ springen - doch wir werden auch Schwimmflügerl dabei haben.“ Was Keferböck damit zum Ausdruck bringen möchte: „Bei der Schneebergland-Rallye musst du nicht vom ersten Kilometer an voll attackieren - vielmehr solltest du auf der Strecke bleiben. Zugleich werden wir dennoch top motivert an den Start gehen - ich fühle mich mental stark genug, um diesen Spagat zu schaffen.“

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