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ORM: Wechselland-Rallye

Kursvorgabe heißt Vizemeistertitel

Gerhard Aigner und sein Co-Pilot Marco Hübler werden bei der Wechselland-Rallye in einem für sie ungewohnten Škoda Fabia R5 sitzen.

Foto: Daniel Fessl

Das neue Auto ändert aber nichts am erklärten Ziel, Platz zwei in der Meisterschaft zu verteidigen. Bei der Wechselland-Rallye, der sechsten und vorletzte Station der Rallye-ÖM 2018, feiert Gerhard Aigner seine Rückkehr in die Titeljagd. Den letzten Lauf in Weiz musste der heuer stark fahrende Oberösterreicher aus finanziellen Gründen auslassen und als Streichresultat anschreiben lassen.

Zu seinem nun folgenden fünften Saisonauftritt rund um das steirische Pinggau und das niederösterreichische Krumbach reist der Vorchdorfer jedoch mit einem neuen Arbeitsgerät an. Statt in seinem schon gewohnten Ford Fiesta WRC präsentiert sich Aigner den Fans – wie schon zum Saisonauftakt in Freistadt – wieder in einem R5-Boliden; war es bei der Jännerrallye noch ein Fiesta, ist es diesmal ein Škoda Fabia.

"Mein italienisches Team HK Racing hatte für den Zeitraum 31. August/1. September kein anderes Auto frei", erklärt der Meisterschaftszweite. Dass auch geldtechnische Überlegungen eine Rolle gespielt haben, streitet Aigner dabei gar nicht ab. "Ich habe wieder ziemliche Laufarbeit verrichten müssen, um Sponsoren aufzutreiben."

Die Wechselland-Rallye an sich ist für Gerhard Aigner, der dort schon im Opel-Cup gefahren ist, und dessen Kärntner Co-Piloten Marco Hübler keine unbekannte, wenngleich heuer zwecks teilweiser Rückkehr auf niederösterreichisches Terrain einige Prüfungen komplett neu sind. "Aber das taugt mir sowieso. Das macht ja den Reiz einer guten Rallye auch irgendwie aus", so Aigner.

Bezüglich des für ihn völlig neuen Boliden macht sich Gerhard Aigner keinen allzu schweren Kopf: "Ich hoffe trotzdem, dass ich mit dem Škoda Fabia R5 so schnell als möglich an den Speed, den ich mit dem alten Ford Fiesta WRC hatte, anschließen kann. Leider sind halt keine finanziellen Ressourcen für zusätzliche Tests vorhanden, also muss ich mich im Zuge der Rallye so rasch es geht mit dem Auto anfreunden."

An den Staatsmeistertitel, der ja theoretisch auch noch möglich wäre, denkt Aigner nicht mehr wirklich. "Dafür hätte ich vielleicht die Weiz-Rallye nicht auslassen dürfen, aber selbst dann wäre es gegen den heuer überragend fahrenden Niki Mayr-Melnhof wohl sehr schwer gewesen. Nein, nein – unser Ziel ist auf jeden Fall der Vizemeistertitel. Das wäre die beste Platzierung in meiner bisherigen Karriere, aber dieser Fight wird gegen meinen oberösterreichischen Landsmann Johannes Keferböck auch noch hart genug."

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