RALLYE

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
ORM: Wechselland-Rallye

Luca Waldherr: „Es zählt nur der Sieg!“

Luca Waldherr möchte in der ORM2WD das Blatt wenden und mit zwei Siegen bei den noch zu fahrenden Läufen den Titel erobern. Am 31.8./1.9. steht mit der Wechselland-Rallye das große Heimspiel auf dem Programm.

Fotos: Harald Illmer, GM Group

„Das ist die Heimrallye, auf die wir das ganze Jahr schon gewartet haben“, sagt Luca Waldherr im Vorfeld der Wechselland-Rallye. Der 24-jährige Thomasberger fügt hinzu: „Zwei Sonderprüfungen finden ja unmittelbar in meiner Heimat statt, SP1 startet 500 Meter von meinem Arbeitsplatz entfernt...“

Dass er folglich einen „Heimvorteil“ innehaben würde, bestreitet Luca vehement: „Sicher kenne ich die Straßen rund um meinen Arbeitsplatz - nur ist es ein Riesenunterschied, ob ich im PKW zur Arbeit fahre oder ob ich im Rallyeauto um jede Zehntelsekunde kämpfe. Alle sprechen vom angeblichen Heimvorteil - dabei ist es gerade dann oft am schwierigsten.“

Heimvorteil?

So würde sich nämlich auch der Erwartungsdruck erhöhen - zumal sein Sponsor auch die Wechselland-Rallye unter seine Fittiche genommen hat. Der Chef der Objekt-, Bau- und Möbeltischlerei, Wolfgang Scherleithner, hat bekanntlich selbst Benzin im Blut, fuhr in den Jahren 2016 und 2017 in einem R5 die Wechselland-Rallye.

Luca Waldherr nickt: „Wolfgang ist einfach bemerkenswert! Sein Engagement für den Rallyesport ist einzigartig – durch seinen beispiellosen Einsatz hat er maßgeblichen Anteil daran, dass die Wechselland-Rallye wieder zwei Prüfungen in Niederösterreich durchführt.“

Luca Waldherr aktiviert bei der Wechselland-Rallye wieder seinen Adam R2-Boliden, an seiner Seite wird erneut Tobias „Jack“ Unterweger aus dem „Gebetsbuch“ lesen. Waldherr: „Jack und ich sind ein eingespieltes Team. Ich möchte meinem gesamten Umfeld für die Unterstützung danken - meiner Familie, den Sponsoren, den vielen Freunden. Ohne sie wäre all das nicht möglich.“

Arbeiten am Auto

Seit Wochen arbeitet Luca Waldherr mit zwei Mechanikern an seinem Auto, um dieses optimal vorbereitet an den Start zu bringen. Das erinnert an seinen unvergessenen, durch einen Arbeitsunfall viel zu früh verstorbenen Vater Andreas Waldherr, der ein eigenes Rallyeteam unterhielt. Geht nun auch Luca in diese Richtung? „Das Knowhow beim Adam R2 stammt natürlich von Stengg Motorsport - aber es ist schon klar, dass mein Vater immer mein Vorbild war, ich die mittlerweile gesammelten Erfahrungen einbringen möchte, und ich auch in diese Richtung gehen möchte.“

Zunächst jedoch möchte Luca Waldherr nur eines: „Wir wollen die beiden noch ausstehenden Rallyes in der ORM2WD gewinnen und damit Staatsmeister werden.“

In der ORM2WD-Tabelle liegt Waldherr derzeit zwar auf Platz vier, doch die Punkteabstände sind denkbar gering. Ein bis in die Zehenspitzen motivierter Luca Waldherr sagt daher: „Es ist noch alles möglich! Für uns zählt ab sofort nur noch der Sieg!“

ORM2WD Stand 2018 nach 5 von 7 Rallyes:

1. Christoph ZELLHOFER (NÖ/Suzuki) 74
2. Kristof KLAUSZ (H/Peugeot) 73
3. Willi STENGG (St/Opel) 67
4. Luca WALDHERR (NÖ/Opel) 64
5. Enrico WINDISCH (St/Citroen) 34
6. Max ZELLHOFER (NÖ/Suzuki) 27

News aus anderen Motorline-Channels:

ORM: Wechselland-Rallye

- special features -

Weitere Artikel:

TEC7 ORM2, Lavanttal Rallye: Bericht

Lokalmatador Lichtenegger holt ORM2-Sieg

Am Ende einer angesichts der wechselnden Witterungsbedingungen schwierigen Rallye gab’s den Premieresieg des jungen Kärntner Lokalmatadors Maximilian Lichtenegger, der gemeinsam mit seinem routinierten Copiloten Bernhard Ettel im Renault Clio Rally3 triumphierte.

Neulinger & Lichtenegger in Skandinavien

Beide BRR-Youngsters beim nächsten ERC-Lauf

Maximilian Lichtenegger und Bernhard Ettel durften in Spanien jubeln - beim nächsten ERC-Lauf, auf skandinavischem Schotter, starten mit Neulinger und Lichtenegger gleich beide BRR-Youngsters.

Ott Tänak zurück bei Toyota

Ex-Weltmeister jetzt Testfahrer für 2027

Ott Tänak, der einst mit Toyota den WRC-Titel errang, kehrt zu seinem damaligen Arbeitgeber zurück: Als Testfahrer für das neue Auto aus Basis der 2027er-Regeln

TEC7 ORM3, Lavanttal Rallye: Bericht

Marcel Neulinger erneut das Maß der Dinge

Mit Marcels älterem Bruder Nico (Rang drei) standen gleich zwei Neulingers am Siegerpodest in Wolfsberg. Lukas Dirnberger hält sich mit Rang zwei im Titelrennen.

TEC7 HRM, Lavanttal Rallye: Bericht

Nach Gaubinger-Ausfall folgte der Wagner-Durchmarsch

Kurioser, wechselhafter Freitagnachmittag im Lavanttal. Wie im Rebenland übernahm zunächst Patrik Gaubinger die Führung, nach dessen Ausfall zündete Karl Wagner ein Bestzeitenfeuerwerk. Bei den ORC war Federico Laurencich der einzige im Ziel.

EHRC Historic Rally Fafe: Bericht Rosenberger

Der "Technikteufel" war erneut aktiv

Nach den Troubles auf Mallorca war der „Technik-Teufel“ nun auch in Portugal aktiv - Der Subaru Impreza GT Turbo Gr. A von Autosportif blieb schon nach SP1 stehen
- Rosenberger & Co Schwarz glänzten danach mit SP-Bestzeiten und Klassensieg