T-Mobile Rallye-ÖM: Waldviertel | 09.11.2002
Souveräner Sieg von Manfred Stohl
Manfred Stohl schnappt sich mit einer überlegenen Vorstellung den Sieg im Waldviertel, am Meistertitel schrammt der Wiener allerdings vorbei.
Die Ausgangsposition sprach für sich. Während das OMV Team Manfred Stohl und Ilka Petrasko (Ford Focus WRC) unbedingt gewinnen musste, um die Chance auf den Meistertitel aufrecht zu erhalten, reichte Raphael Sperrer (Peugeot 206 WRC) bei der Waldviertel-Rallye ein zweiter Platz.
Und schon zu Beginn war zu sehen, dass die ausländischen Starter das Tempo der beiden heimischen Top-Piloten nicht mithalten konnten. Damit setzte der 30 Jahre alte Wiener alles daran seinen Sieg aus dem Vorjahr zu verteidigen. Sperrer verlegte sich hingegen darauf, seinen Boliden auf der Straße zu halten.
Nach den drei ersten Sonderprüfungen am Freitag, wo der OMV Pilot 14 Sekunden auf Sperrer verlor, hatte er die Sache fest im Griff. Schon auf SP 4 übernahm Manfred Stohl die Spitze und gab diese bis ins Ziel nicht mehr ab. Dabei kamen ihm die widrigen Witterungsbedingungen sehr entgegen.
Auf den extrem rutschigen Straßen im Waldviertel bewies der Wiener seine Ausnahmestellung auf diesem Terrain und hatte nach 18 Sonderprüfungen trotz kalkuliertem Risiko mehr als 1:30 Minuten Vorsprung auf Sperrer, der sich damit aber zum sechsten Mal in seiner Karriere den Meistertitel sicherte.
Manfred Stohl: "Ich wusste, dass ich die Meisterschaft hier nicht aus eigener Kraft gewinnen konnte. Dadurch überwiegt auch nicht die Enttäuschung, sondern vielmehr die Freude über meinen zweiten Sieg im Waldviertel. Diese Rallye ist auf Grund des Wetters sicher eine der absolut schwersten in Österreich. Sperrer kann ich zu seinem Titel nur gratulieren. Er hat über die ganze Saison eine sehr starke Leistung geboten. Ich denke, dass die Zuschauer eine tolle T -Mobile Meisterschaft miterlebt haben."
Entscheidend war für Manfred Stohl auch, dass er das Ford Focus WRC heil ins Ziel bringt, denn schon am Samstag in der Nacht ging das Fahrzeug nach England, wo der OMV Pilot am Donnerstag beim WM-Finale, der Network Q-Rallye startet. Dort will er dann heuer nochmals seine Klasse unter Beweis stellen und sich mit der stärksten internationalen Konkurrenz messen.














