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Eingeschneit

Im isländischen Eis und Schnee muss der neue Land Rover Discovery Sport einen Härtetest bestehen. Erst danach ist er reif für die Kunden.

mid/ts

Der Land Rover Diescovery Sport füllt ab Anfang März 2015 die Lücke zwischen dem kleineren, design-orientierten Range Rover Evoque und dem ausgewachsenen Land Rover Discovery. Die Preisliste beginnt in Österreich bei 33.400 Euro (Deutschland: 32.250 Euro).

Die Evoque-Anleihen zeigen sich am Zwei-Streben-Kühlergrill des Discovery Sport, der von grimmig dreinschauenden Scheinwerfern flankiert wird, und an der abfallenden Dachlinie sowie dem schmalen Heckfenster.

Der Neuling ist 25 Zentimeter länger und knapp zehn Zentimeter höher als der Evoque, wodurch er insgesamt deutlich wuchtiger wirkt. Dennoch zählt er mit 4,60 Metern Länge zu den kompakteren SUV vom Schlage eines BMW X3 oder Audi Q5.

Im Innenraum wirkt der Discovery Sport geräumiger als der Wettbewerb. Sogar eine dritte Sitzreihe kann geordert werden, wodurch sieben Personen Platz finden. Möglich macht das eine neue, besonders kompakte Querlenker-Hinterachse.

Als Fünfsitzer erreicht er dank der in Längsrichtung um 16 Zentimeter verschiebbaren zweiten Sitzreihe mit neigbaren Rückenlehnen beim Platzangebot Oberklasse-Niveau. Die Beinfreiheit bei der möglichst weit Richtung Heck gerückten Sitzbank entspricht fast der des großen Range Rovers.

Das Kofferraumvolumen erhöht sich bei fünf Sitzplätzen von 829 Liter auf 981 Liter, maximal passen mit geklappter Rückbank 1.698 Liter Gepäck in den Laderaum.

Die Rundumsicht im Discovery Sport ist passabel. Eingeschränkt wird sie nach hinten durch die um fünf Zentimeter erhöhte Fond-Sitzreihe. Zudem befreit der Heck-Scheibenwischer nur etwa zwei Drittel der Fensterfläche von Schnee.

Insgesamt stehen zum Marktstart drei Vierzylinder-Motoren zur Wahl: der TD4-Diesel mit 2,2 Litern Hubraum und 110 kW/150 PS, der gleich große SD4-Diesel mit 140 kW/190 PS und der einzige Benziner Si4 mit 2,0 Litern Hubraum und 177 kW/240 PS.

Der Benziner kommt ausschließlich mit der Neungang-Automatik von ZF mit Sportmodus und Schaltpaddels am Lenkrad. Bei den Dieseln ist ein Sechsgang-Schaltgetriebe Serie und die Automatik optional erhältlich. Alle Varianten haben serienmäßig permanenten Allradantrieb.

Zusätzlich bietet Land Rover die Option "Active Driveline" an (Serie beim Si4). Hierbei handelt es sich um ein System, das je nach Bedarf blitzschnell zwischen Allrad- und Frontantrieb wechselt. Im September 2015 folgt dann der 2,0-Liter-Diesel-eD4 aus der neuen Motorengeneration von Jaguar Land Rover mit 110 kW/150 PS. Diese verbrauchsoptimierte Version ist zunächst nur mit Frontantrieb und dem Schaltgetriebe zu haben.

Der neue Discovery Sport schlägt sich gut auf den verschneiten Pisten Islands. Mit Spikereifen ausgestattet, macht er einen souveränen Eindruck. In Kombination mit dem Allradantrieb und der elektronischen Steuerung "Terrain Response" meistert er selbst widrigen Bedingungen.

Weniger überzeugend: die indirekte elektrische Lenkung und die träge Gasannahme im Fahrmodus "Normal" des Automatikgetriebes. Hier geschieht selbst bei durchgetretenem Gaspedal zunächst fast nichts, bevor der Wagen dann einen Satz nach vorne macht. Antritts- und durchzugsstark ist der 190 PS-Dieselmotor allemal. Das zeigt sich im Sportmodus "S" der Automatik, bei der das Ansprechverhalten deutlich besser ausfällt.

Ein weiterer Kritikpunkt ist die Navigation über die optionalen "Incontrol"-Apps. Zwar lassen sich Smartphones damit bequem in das Fahrzeug einbinden und auch das Abspielen von Musik aus externen Quellen klappt problemlos, doch die Navigations-App "Sygic" ist zumindest für Island nicht geeignet, da sie häufig trotz vollem Empfang die Verbindung verliert oder bei eng beieinander liegenden Straßen die falsche anzeigt. Sehr gut gefällt dagegen das in allen Varianten serienmäßige Entertainment-System mit 8-Zoll-Touchscreen in der Mittelkonsole.

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