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Erwachsen geworden

Toyota bietet den schwächeren - und deutlich gefragteren - 124-PS-Diesel des RAV4 nun auch in einer Allrad-Variante an. Wir bitten ihn zum Test.

Georg Koman

Der jüngste Modellwechsel des Toyota RAV4 datiert von Ende 2012 und geht als absolut gelungen durch. Jedenfalls für alle, denen die früheren drei RAV4-Versionen zu klein, zu verspielt, zu herzig waren.

Gemäß dem aktuellen "No nonsense"-Designstil des Hauses Toyota kommt auch der RAV4 geradlinig, erwachsen und ernsthaft daher. Klare Linien, scharfe Kanten und glatte Flächen dominieren sein Erscheinungsbild. Besonders im Schwarz des Testwagens hat er allen jugendlichen Leichtsinn abgelegt.

Zur eleganten Erscheinung passt auch die neue Größe: Mit einer Länge von 4,57 Metern (Vorgänger: 4,34 Meter), einer Breite von 1,85 Metern und einer Höhe von 1,66 Metern gilt er durchaus noch als Kompakt-SUV, kommt dennoch sehr stattlich daher.

Erfreulich, dass die gewachsenen Außenmaße auch im Innenraum angekommen sind. An Beinfreiheit mangelt es ebenso wenig wie am Kopfraum. Auch die Fondpassagiere haben ordentlich Platz nach allen Richtungen. Und selbst sperriges Gerät findet seinen Platz.

Ein Hebelzug - und schon klappen die Sitze intelligent in den Fußraum, um einen ebenen und bis zu 1.846 Liter großen Laderaum bereit zu stellen. Die praktischen Transportnetze sind leicht zu montieren und zu entfernen.

Mit der nun an der Oberkante angeschlagenen Heckklappe - der Vorgänger hatte noch eine seitlich zu öffnende Hecktür - erübrigen sich Einladedramen im zugeparkten Zustand. Die Ladekante ist für einen SUV angenehm niedrig.

Motorisiert ist der RAV4 wahlweise mit einem 151-PS-Benziner, einem 124-PS-Diesel oder einem 150-PS-Diesel. Der Österreicher Lieblingsmodell ist der schwächere Diesel, den es neuerdings nicht nur mit Front-, sondern auch mit Allradantrieb gibt. Letztere Variante baten wir zum Test.

Die gewählte Topausstattung "Executive" kostet gegenüber dem Einstiegsmodell "City" zwar um rund 7.000 Euro mehr, dafür gibt es z.B. Klimaautomatik, schlüssellosen Zugang, Tempomat, Rückfahrkamera, Parksensoren hinten, abgedunkelte Fondscheiben, elektrische Heckklappe, el. einstellbaren Fahrersitz, Touchscreen, Bluetooth, 18-Zoll-Alus und ein lederüberzogenes Armaturenbrett serienmäßig.

Spurwechselwarner, Fernlichtassistent, und Toter-Winkel-Warner gibt es gegen Aufpreis, wie etwa auch Lederpolsterung, Xenon-Scheinwerfer oder Navigationssystem. Aufzahlen muss man leider auch für jede Farbe außer Weiß.

Wie sich der Toyota RAV4 2,0 D-4D AWD fährt, wieviel er verbraucht und kostet, erfahren Sie auf Seite 2.

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Toyota RAV4 2,0 D-4D 4WD - im Test

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