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VW Amarok DC TDI 4x4 - im Test

Rock’n’Rolla

Der Volkswagenkonzern ist riesig, wird immer riesiger und deckt praktisch alles ab, was man auf vier Rädern kaufen kann. Ab jetzt.

Rainer.Behounek@motorline.cc, Fotos: Maximilian Lottmann

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Eos, Bora, Tiguan, Touran, alles Namen die durch ihren Vokal-Anteil und weiche Aussprache bereits erkennen lassen, dass die dazugehörigen Autos zeitgemäß sind. Einfach, breite-Masse-tauglich, intuitiv und unkompliziert.

Ist auch gut so, werden doch auch die Opas mit ihren „Bei uns war noch alles anders, da waren die Schuhe noch aus Eisen und gegessen haben wir Leder mit Beilage Leder“ immer weniger.

Was ist passiert? Das Leben ist passiert. Die persönlichen Bedürfnisse, die Schönheit der Dinge und die Gemütlichkeit sind passiert.

that's life

Es gibt handliche Desinfektionssprays im Kugelschreiberformat, 1.000 verschiedene Atemerfrischer, Multifunktionskleidung, Rasierer mit Klingensicherung und „Beachten sie den Fahrbahnunterschied zwischen den Bahnsteigen“-Ansagen.

Es gibt „Vorsicht, heißer Kaffee“-Aufschriften, beheizte Klobrillen, Lenkradheizung, vorgeschnittenen Käse und Äpfel „jetzt mit mehr Vitamin C“.

Und es gibt den Amarok. Und er zeigt uns, dass es in der weichen David-Beckham-Brad-Pitt-Zeit doch noch Ecken, Kanten und Bart gibt.

Dass es noch immer Rangeleien am Schulhof gibt, dass Häusel-Bauer-Wunden nicht immer Pflaster brauchen und dass das Flanell-Hemd noch existiert.

Und durch das mondgroße Zeichen vorne wie hinten macht er all die rauen Dinge sogar salonfähig, denn wo VW drauf steht, ist ernsthafte Professionalität drin.

Ein richtiger Kerl

In einer Zeit, in der Porsche SUVs und Lamborghini Start-Stopp auf die Straße stellen, schlägt der Amarok wie eine Streitaxt in den Markt.

Er ist riesig. 5,30 Meter Länge, 1,95 Meter Breite (mit Spiegel 2,23 m) und 1,83 Meter Höhe sorgen für Aufsehen, das vor allem in der engen Stadt zum Nachsehen wird. Der Wendekreis von 13 Metern trägt zusätzlich dazu bei.

urban struggle

Wer beim Gedanken an die Form an ein Stadtauto gedacht hat, dem hilft nur ein „selber Schuld“. Die „Goodies“ unterstreichen diese urbane Abneigung zusätzlich. Sitzheizung, Navi, Punkt. Keinen Müdigkeitswarner, keine Massage-Sitze. Dafür aber Fußmatten aus Kunststoff, Armaturenverkleidungen aus zweifarbigem Kunststoff und Sitze aus robustem Leder.

Der Kunststoff im Innenraum ist nicht störend aber beruhigend. Denn nach einem Tag im Gemüse sieht er binnen Minuten aus wie vorher, wenn ein Besuch bei der Verwandtschaft ansteht.


Wer oder was ein Amarok wirklich ist und wie sich der Pick-Up im richtigen Leben verhält, lesen Sie auf Seite 2!

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