4WD

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Strom-Dominanz

Der Hybrid-Antrieb des Honda CR-V ist anders als übliche Verbrenner-Stromer-Kombinationen, denn hier ist der Elektromotor der Chef. Im Test.

mid/jub

Beim Honda CR-V Hybrid ist der Elektromotor mit 184 PS der Stärkere, der 145-PS-Benziner läuft im sparsamen Atkinson-Zyklus und fungiert primär als Strom-Erzeuger. Direkte Kraft an die Räder liefert er nur im optimalen Wirkungsgrad-Bereich zwischen 80 und 100 km/h – genau dort, wo bei einem Hybridsystem üblicherweise der Elektromotor übernimmt.

Ein Spritsparwunder ist der rund 1,7 Tonnen schwere CR-V trotzdem nicht. Aber wenn er artgerecht bewegt wird, also mit etwas gebremstem Schaum, sind Verbrauchswerte von knapp über sechs Liter je 100 Kilometer möglich - laut Norm-Mix sind es 5,5 Liter, die Werte liegen also relativ nahe beieinander. Wer öfter über die Autobahn heizt, verbraucht deutlich mehr, dafür ist Hondas Hybrid-System namens i-MMD (intelligent Multi-Mode Drive) ebenso wenig geeignet wie etwa das von Toyota, bei dem der E-Motor den Benziner unterstützt.

Als rollendes Verkehrshindernis muss man nicht unterwegs sein, um auf sechs Liter zu kommen. Zwischendurch mal 130 Sachen sind durchaus drin, und im Stadt- und Vorstadtverkehr mit vielen Ampeln setzt sich der Hybrid sowieso positiv in Szene. Übrigens: Der Hybrid-Akku mit einer Kapazität von gerade mal 1,3 Kilowattstunden reicht für zwei Kilometer rein elektrische Fortbewegung. Der Sprint von 0 auf 100 km/h wird vom i-MMD-CR-V in 9,2 Sekunden absolviert.

Auffallend am teilelektrifizierten Honda ist, wie unauffällig sich der Antrieb im Alltagsleben gibt. Zündung an, D-Taste gedrückt, schon kann es losgehen, zunächst flüsterleise, dann mit Verbrenner-Geräuschkulisse. Das ganze Drumrum ist dem der reinen Benzinmodelle des Honda CR-V sehr ähnlich, allerdings ist der Kofferraum wegen der darunter gepackten Batterie etwas kleiner (479 bis 1.694 Liter) und den Hybrid gibt es nicht als Siebensitzer.

Das Platzangebot vorne und vor allem im Fond ist fast schon üppig, die Japaner haben die Länge von 4,60 Metern geschickt genutzt. Die Bedienung ist typisch Honda, also mit einem Tick japanischer Verspieltheit, aber schnell erlernbar.

In der feinsten Version mit Namen Executive machen neben einer Reihe der im "Honda Sensing" enthaltenen elektronischen Helfer unter anderem auch eine Klimaautomatik mit Zwei-Zonen-Regelung, ein Toter-Winkel-Assistent, die Leder-Ausstattung, ein Panorama-Glasschiebedach, die sensorgesteuerte Heckklappenbedienung, ein beheizbares Lenkrad und beheizbare Vorder- und Rücksitze plus ein Head-up-Display das Autofahrerleben angenehmer und sicherer.

Ein echtes Schnäppchen ist der Hond CR-V mit Hybridantrieb nicht. Los geht es bei 34.990 Euro (Deutschland: 32.790 Euro) für den Fronttriebler in der "Comfort"-Version, das getestete Spitzenmodell "Executive" mit Allradantrieb steht ab 49.290 Euro in der Preisliste (D: 44.290 Euro).

Technische Daten Honda CR-V Hybrid AWD Executive

- Länge / Breite / Höhe / Radstand: 4,60 / 1,86 / 1,69 / 2,66 Meter
- Motor: Vierzylinder-Turbobenziner
- Hubraum: 1.993 ccm
- Leistung: 107 kW/145 PS
- Drehmoment: 175 Nm bei 4.000 U/min
- Leistung Elektromotor: 135 kW/184 PS
- Drehmoment Elektromotor: 315 Nm
- Systemleistung: entspricht jener des Elektromotors
- Stufenlos-Automatik, Allradantrieb
- 0 bis 100 km/h: 9,2 Sekunden
- Spitze: 180 km/h
- Normverbrauch: 5,5 l/100 km
- Testverbrauch: 6,3 l/100 km
- CO2-Emissionen Norm/Test: 126/145 g/km
- Abgasnorm: Euro 6d-Temp
- Österreich-Preis: 49.290 (Deutschland: 44.290 Euro)

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Nicht mal Fliegen ist schöner

Das ist der Brabus 900 Crawler

Zum 45-jährigen Firmenjubiläum geht Tuning-Profi Brabus aus Bottrop neue Wege: Mit dem Brabus 900 Crawler präsentieren die PS-Spezialisten ihr erstes Supercar mit selbst konstruiertem Chassis und einer weitgehend offenen viersitzigen Karosserie. Man könnte auch sagen: Ein putziges Spielzeug für den Öl-Scheich.

Offroad-Klassiker wagt 2023 Sprung über den großen Teich

Ford Bronco kommt nach Europa

Die US-amerikanische Geländewagen-Ikone, der Ford Bronco, kommt Ende des nächsten Jahres als Viertürer und Linkslenker in begrenzter Stückzahl in ausgewählten europäischen Ländern auf den Markt. Darunter auch in Österreich und Deutschland.

"Wir sind bereit, das Offroad-Segment mit dem Fisker Ocean Force E aufzumischen!" tönt Fisker selbstbewusst im Rahmen der Enthüllung der neusten Version ihres Elektro-SUV, das ab dem vierten Quartal 2023 bereits in den Handel kommen soll.

Mit Diesel-Power und Retro-Design nach Europa

Das ist der neue Toyota Land Cruiser

Nachdem Toyota 2021 den neuen, nicht für Europa gedachten Land Cruiser 300 vorgestellt hat, zogen die Japaner heute das Tuch von seinem kleinerem, aber keinen Deut weniger spannenden Bruder; auch für den alten Kontinent.

Preise zum Marktstart bekanntgegeben

Nissan X-Trail startet bei 38.950 Euro

Wie Nissan Österreich heute bekannt gab, startet der neue X-Trail hierzulande zu Preisen ab 38.950 Euro und ist in den fünf bekannten Ausstattungslinien Visia, Acenta, N-Connecta, Tekna und Tekna+ erhältlich.

Dritte Sitzreihen in Autos sind oft nur Notlösungen; gerade geräumig genug für Kinder und kurze Strecken. Hier nicht. Im größten Defender aller Zeiten haben tatsächlich acht Erwachsene Platz. Ja verdammt, in der dritten Sitzreihe gibt’s sogar Sitzheizung und ein eigenes Panoramadach!