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Edel-Koreaner

Nach dem Facelift präsentiert sich das Kompakt-SUV Hyundai Tucson wieder rundum zeitgemäß. Wir testen den 185-PS-Diesel in Topausstattung.

Georg Koman

Im Zuge des aktuellen Facelifts vom Ende des Vorjahres erhielt das 4,48 Meter lange Kompakt-SUV Hyundai Tucson einen schärfer geschwungenen Sechseck-Kühlergrill und böser blickende Scheinwerfer.

Innen gibt es im Cockpit-Bereich neue Soft-Touch-Oberflächen für eine höherwertige Materialanmutung und einen deutlich vergrößerten, nun ganz oben freistehend am Armaturenbrett positionierten Touchscreen.

Tadellose Verarbeitung, exzellente Bedienlogik und zeitgemäße Konnektivität sind dabei Ehrensache - mit serienmäßig vorhandenem Apple CarPlay, Android Auto und kabelloser Ladefunktion. An Assistenzsystemen war der Tucson schon bisher ordentlich bestückt, ein Abstandsregel-Tempomat fehlte aber und wurde nunmehr nachgereicht. Allerdings erst ab dem vierten von fünf Ausstattungsniveaus (die reichen von "Level 2" bis "Level 6") und nur in Verbindung mit Automatikgetriebe.

Beim neuen, getesteten Zweiliter-Diesel steigt Hyundai in die 48-Volt-Mildhybridtechnik ein, dabei unterstützt ein Startergenerator mit bis zu 12 kW (16 PS) Leistung den 185 PS starken Selbstzünder beim Beschleunigen. Wirklich bemerkbar macht er sich diesbezüglich aber nicht, weil der Dieselmotor im Gegenzug auf verlässliche Abgasarmut (Stichwort: Stickoxide) eingestellt wurde. Was er dadurch im Drehzahlkeller an Punch verliert, liefert der Elektromotor wieder zu. Nicht mehr und nicht weniger.

Allerdings verlängert der Elektromotor die Stopp-Phasen des Diesels. Beim Gaswegnehmen geht der Motor sofort aus und springt bei erneutem Gasgeben nicht immer sofort an. Rollt man etwa im Stau mit ein paar km/h dahin, schafft das der kleine Stromer auch allein.

In Summe liegt der größte Vorteil des Mildhybrid-Antriebs in seinem Spritspar-Potenzial, vor allem im Stop-and-go-Betrieb. Im Testschnitt kamen wir denn auch mit 6,5 Litern Diesel durch (Normmix-Verbrauch: 5,7 Liter) - gar nicht schlecht für ein Allrad-SUV mit 185 PS und 1,8 Tonnen Gewicht.

Weiters gibt es anständige Fahrleistungen (0-100 km/h in 9,5 Sekunden) und einen ruhigen, vibrationsarmen Motorlauf. Fein passt dazu die Achtgang-Automatik, die sanft und immer zum richtigen Zeitpunkt schaltet. Um exakt 2.000 Euro Aufpreis eine durchaus überlegenswerte Investition.

Das Platzangebot ist vorne wie hinten sehr gut, auch Großgewachsene haben im Fond genug Kopffreiheit, stoßen höchstens mit ihren Knien an Grenzen - der Radstand ist mit 2,67 Metern nämlich klassenkonform, aber nicht üppig.

Das Fahrwerk des Hyundai Tucson zeigt sich durchaus souverän, wellige Autobahnabschnitte werden ebenso fein pariert wie kurze Stöße von Kanaldeckeln. Dank der präzisen, recht direkten Lenkung wirkt der Tucson handlich, ohne hyperagil zu sein.

Die getestete Ausstattung "Level 6" ist die höchste des Hauses - die Levelskala zieht sich durch alle Hyundai-Modellreihen durch, deshalb steigt der Tucson erst bei Level 2 ein -, serienmäßig sind beispielsweise LED-Scheinwerfer, Navigation, Lederpolsterung, 19-Zoll-Aluräder, schlüsselloser Zugang und einige Assistenzsysteme.

Dementsprechend ist der Preis von 48.490 Euro schon ziemlich weit vom Schnäppchen entfernt. Allerdings sprechen wir hier auch über das oberste Ende der Tucson-Preisliste. Am untersten Ende findet sich der 1,6-Liter-Benziner mit 132 PS und Vorderradantrieb um 26.490 Euro.

Plus
+ gefällig-modernes Design
+ überkomplette "Level 6"-Ausstattung
+ hoher Fahrkomfort
+ gutes Raumangebot
+ modernste Assistenz-Systeme
+ fünf Jahre Fahrzeuggarantie

Minus
- als Top-Tucson fast 50.000 Euro teuer
- Abstandsregel-Tempomat nur in Verbindung mit Automatik

Resümee
Der neue Hyundai Tucson wurde außen fescher und innen moderner & praktischer. Der Einstiegs-Preis ist gewohnt günstig. Top-Ausstattung, Allradantrieb und Achtgang-Automatik kosten zwar ihren Preis, im Konkurrenzvergleich sind sie dennoch fair kalkuliert.

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