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Innenraum

"Ford, die tun was", so lautete vor einiger Zeit ein Werbeslogan der Kölner Marke. Setzt man sich zum ersten Mal in den S-MAX, so könnte man sagen: "Ford, die haben ziemlich viel getan".

Die Passagiere werden von einem sportlich-noblen Ambiente empfangen, die fesche Leder-/Alcantara-Kombination trägt das ihre zum gelungenen Innenraum bei. Das völlig neu gestylte Lenkrad gefällt ebenso auf Anhieb wie die zahlreichen Alu-Applikationen.

Einzig der nicht sonderlich kratzfeste Kunststoff im Bereich der Handbremse trübt das Bild, aber nobody is perfect. Gefallen findet man als Fahrer auch schnell an der Sitzpositionen: hat man bei vielen Vans das Gefühl, eher auf dem Auto statt im Auto zu sitzen, fühlt man sich im S-MAX perfekt integriert, ähnlich wie in einem konventionellen PKW. Unbedingt ordern sollte man die aktive Sitzbelüftung, verschwitzte Kleidung gehört so der Vergangenheit an.

Sämtliche Bedienelemente sind nicht nur sinnvoll angeordnet, sondern vermitteln insgesamt einen hochwertigen Eindruck, vom Blinkerhebel samt Komfortfunktion (einmal antippen, drei mal Blinken) über das CD-Radio bis hin zur elektronischen Handbremse, die beim Anfahren automatisch gelöst und beim Abstellen des Motors ebenso automatisch angezogen wird.

Tadellos ist auch das Platzangebot im S-Max, hinter großen Fahrern bleibt genügend Beinfreiheit für die Fond-Passagiere, ordert man zusätzlich die beiden Einzelsitze für die dritte Reihe, finden bis zu sieben Personen Platz.

Wermutstropfen: Da die Dachlinie des S-Max - im Gegenteil zum Galaxy - nach hinten abfällt, können Sitzriesen in Reihe zwei Probleme mit der Kopffreiheit bekommen. Dazu trägt auch das Panorama-Glasdach bei, durch die Abdeckrollos verliert man ebenfalls an Höhe.

Unserer Meinung nach kann man auf dieses Glasdach verzichten, öffnen lässt es sich ohnedies nicht. An heißen Sommertagen dringt außerdem unnötig viel Hitze durch die zu dünnen Rollos.

Zur Freude der jüngeren Passagiere (und nicht nur der) war unser Testwagen mit dem Multimedia-System ausgerüstet. An der Rückseite der Kopfstützen sind LCD-Bildschirme für die Fondpassagiere eingelassen, dazu gibt es je einen Funk-Kopfhörer. Unter dem Beifahrersitz ist der dazugehörige DVD-Player untergebracht.

Die Langstreckentauglichkeit wird so um einiges erhöht, raunzende Kinder und die Frage "Wann sind wir endlich da?" gehören der Vergangenheit an, wenn Disney's Greatest Hits über die Bildschirme flackern und die Eltern trotzdem ungestört der Lieblings-CD lauschen können.

Allerdings verlangt Ford für diesen Spaß satte 2.470,- Euro, für dieses Geld bekommt man auch schon fast das DVD-Navigationsystem samt Touch-Screen. Und mobile DVD-Player sind bereits für unter 150,- Euro zu haben.

Die passive Sicherheits-Ausstattung ist üppig und umfasst sieben Airbags - darunter ein Knie-Airbag fahrerseitig, aktive Kopfstützen vorne sowie Drei-Punkt-Sicherheits-Gurte auf allen sieben Plätzen.

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