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Fiat Bravo 1,4 T-Jet Sport – im Test

Innenraum

Der Bravo sieht wie eine vergrößerte und nochmals dynamisierte Variante des Grande Punto aus. Die extreme Keilform lässt ihn optisch bereits im Stillstand das städtische Tempolimit überschreiten. Dass dieses Design nur noch eine eingeschränkte Sicht nach hinten erlaubt, wird echte Fans vermutlich kaum stören.

Sehr solide geriet die Verarbeitung, auch Materialauswahl und -qualität gehen in Ordnung: Chrom, schwarzer Glanzlack, Leder und stilsicher platzierte Farbtupfer ergänzen einander in ansprechender Weise. Ein Minus sind allerdings die extrem unübersichtlichen Grau-in-grau-Armaturen.

Beim Tachostand beginnt man an die Orientierungsregeln der Militärzeit zurückzudenken: „6 Uhr“ entspricht null km/h, „9 Uhr“ etwa 90 und „12 Uhr“ ungefähr 180 km/h. Erst sollte man das wieder verinnerlichen, bevor man an eine Ausfahrt bei tief stehender Sonne, Dämmerung oder sonstwie flachem Licht denkt.

Das Raumangebot kann sich sehen lassen, im Bravo müssen Passagiere weder vorne noch hinten ihr Schicksal bejammern. Gleiches gilt für das Gepäck, wenn man es erst einmal über die sehr hohe Ladekante gewuchtet hat. Außerdem gibt die weit aufschwingende Heckklappe nur eine schmale Öffnung frei.

Zur Erweiterung muss man zunächst die Sitzflächen hochklappen, bevor man die Lehnen (2:1) umlegen kann. Vorteil: die Kopfstützen muss man dazu nicht abnehmen. Nachteil: die Ladefläche ist nicht unbedingt eben.

Ablagen sind zahlreich vorhanden, wenn auch überwiegend von kompakter Größe. Die Sportsitze sind straff und nicht zu klein dimensioniert, ihr Seitenhalt ist zwar kein extrem sportlicher, im Alltag aber jederzeit ausreichend. Unzeitgemäß: das extra zu sperrende Tankschloss.

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