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VW Scirocco 2,0 TSI DSG: Serie vs. Sperrer

Innenraum

„Been there, done that“ – Das geht wohl jedem durch den Kopf, wenn er zum ersten Mal den Innenraum des Scirocco entert. Immerhin wurde das Cockpit des Golf V nahezu unverändert in das Coupé übernommen.

Lediglich die Türverkleidungen, die anders geformten Lüftungsdüsen, sowie die nunmehr weiß hinterleuchteten Instrumente unterscheiden ihn von seinem bereits ausgeschiedenen, bürgerlichen Bruder.

Dass es an der Qualität, der Haptik sowie an der Bedienbarkeit nichts, aber absolut gar nichts zu bemängeln gibt, ist damit aber auch bereits vorweg genommen. Absolute Klapperfreiheit und wunderbare Materialien lassen einmal mehr Oberklassefeeling aufkommen.

Beim Platzangebot müssen in der ersten Reihe keinerlei Abstriche gemacht werden. Die etwas reduzierte Kopffreiheit kann durch die weit nach unten verstellbaren Sportsitze leicht ausgeglichen werden. Überhaupt bieten die Sitze perfekten Komfort und gleichzeitig virtuosen Seitenhalt in allen denkbaren Situationen.

Im Fond zwickt es den Durchschnittserwachsenen dafür am Kopf. Überraschend viel Beinfreiheit lässt aber als Ausgleich eine „abgesunkene“ Sitzhaltung zu, in der selbst mittlere Urlaubsreisen in den Bereich des Möglichen rücken.

Der Einstieg nach hinten wird durch die ausgeklügelte Easy-Entry-Funktion zwar erleichtert, dennoch sollten die gewillten Mitfahrer über ein Mindestmaß an Gelenkigkeit verfügen.

Mit 292 Litern Volumen, einer hohen Ladekante und einer schmalen Öffnung ist der Kofferraum wahrlich keine Glanzleistung. Dass er sich obendrein nur mit der Fernbedienung öffnen lässt – eine Reminiszenz an alte Japaner- nervt.

Und ja, auch bei einem Sportcoupé sollte der Gepäckabteil gut nutzbar sein – Auch Sciroccofahrer werden hin und wieder beim Supermarkt Nachschub holen müssen. Immerhin lassen sich die Rücksitzlehnen geteilt umklappen und sich damit das Volumen auf 755 Liter steigern.

Keinen Grund zur Kritik gibt’s bei der umfangreichen Serienmitgift. Ein deutsches Auto wäre jedoch kein echtes deutsches Auto, gäbe es nicht noch zusätzlich eine seitenlange Aufpreisliste, die je nach Gusto und Geldbeutel zum frivolen Eurograb wird.

Sehr reizvoll wären da zum Beispiel die wohlriechenden Ledersitze „Vienna“ um € 2.240,-. Auch das perfekt arbeitende Navigationssystem mit DVD-Player, HDD und Touchscreen wäre um € 1.954,- eine Sünde wert. Um € 957,- ebenfalls reizvoll ist das elektronisch verstellbare Fahrwerk DCC. Die Einparkhilfe um € 510,- würde das absolut uneinsehbare Heck entschärfen und das Panorama-Hebe-Dach den Innenraum um € 1.022,- in weiches Licht tauchen.

Zu guter Letzt wären noch Bi-Xenon Scheinwerfer mit Kurvenlicht um € 1.141,- auf der Wunschliste. Praktisch, dass der Bausparvertrag diesen Sommer ausläuft!

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