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Nobel-Hobel

Vignale nennt Ford seine nobelste Ausstattung, mit der man die Premium-Hersteller ärgern will. Wir testen den feinen Mondeo als 180-PS-Diesel.

Georg Koman

Der Mondeo Vignale wirkt durch dezente Änderungen edler als seine Baureihen-Brüder. Das exklusive Wabenmuster im Kühlergrill wurde zum durchgängigen Stilmittel erhoben.

Das markante Muster wird im Innenraum fortgeführt - bei den Sitzbezügen oder auch dem Instrumententräger. Außerdem kommen bei den mindestens 18 Zoll großen Felgen (Testwagen: 19 Zoll) eigene Designs zum Einsatz, die A- und B-Säulen sind schwarz-glänzend lackiert und die Fensterflächen chromumrandet.

Der Lack ist in der Vignale-Ausführung doppelt so dick wie bei Ford üblich, was den Metallic-Effekt der vier bestellbaren Farbtöne intensiviert und besser vor Steinschlag schützt.

Die Sitze sind serienmäßig mit weichem Windsor-Leder mit perforierten Mittelbahnen bezogen und überaus bequem. Wem das nicht genügt, der kann für 1.080 Euro Aufpreis die Premium-Sitze mit mehr Verstellmöglichkeiten, Belüftung und Massage-Funktion wählen.

Das Armaturenbrett sowie Teile der Mittelkonsole und der Türverkleidungen sind mit Leder überzogen. Freude bereitet - durch leichte Bedienbarkeit und soveräne Sprachsteuerung - das Infotainment-System Sync 3 mit 8-Zoll-Touchscreen und Sony-Sound.

Die Fahrleistungen des schwächeren Diesel (neben der 180-PS-Variante gibt es auch noch eine mit 210 PS) sind definitiv solide. 400 Nm maximales Drehmoment reichen für einen 0-100-Sprint in 8,7 Sekunden. Dazu bietet der Motor in Kombination mit der sauber schaltenden Automatik genügend Schub in allen Lebenslagen.

Der Norm-Mixverbrauch von 5,4 Litern war im Test nicht ganz zu erreichen. Der Testverbrauch von 6,2 Litern ist für einen 4,87 Meter langen und 1,6 Tonnen schweren Kombi mit Automatik und Allradantrieb aber ebenfalls sehr beachtlich.

Vom Allrad-Antrieb, der sich via elektronisch geregeter Lamellenkupplung bei mangelnder Vorderrad-Haftung zuschaltet, ist auf trockener Straße nichts zu bemerken. Schon Nässe genügt allerdings, dass die angetriebenen Hinterräder aufgrund des hohen Drehmoments einen entscheidenden Souveränitäts-Vorteil bringen.

Das Fahrwerk wirkt einen Tick komfortabler als bei den eher straff ausgelegten Mondeo-Brüdern, ohne es jedoch an Kurven-Talent missen zu lassen.

Die elektronische Dämpferregelung bietet eine Verstellmöglichkeit zwischen komfortabel und sportlich, sie kostet allerdings 2.100 Euro - als Bestandteil des Komfort-Pakets (inklusive Adaptiv-Tempomat, elektrische Lenkrad-Verstellung und Toter-Winkel-Assistent).

Ungewöhnliche Ruhe herrscht im Innenraum. Ursache dafür sind neben der ohnehin guten Geräuschdämmung die aus laminiertem Akustik-Glas bestehenden Fenster sowie die "Active Noise Cancellation". Drei Mikrofone erfassen dabei Motor- und sonstige störende Geräusche im Innenraum, die mit entgegengesetzt schwingenden Klangwellen neutralisiert werden.

Abgerundet wird das Angebot durch die Vignale-Stores (exklusive Bereiche innerhalb der Ford-Verkaufsräume), in Österreich gibt es derzeit zehn davon in den größten Städten. Zum Auto erhält man einen persönlichen Betreuer, ein Hol- und Bringservice für Inspektionen, sowie die Möglichkeit, zahlreiche Vignale-Accessoires zu erwerben.

Der fein ausgestattete Mondeo Vignale kostet als Traveller mit Automatik, Allradantrieb und 180-PS-Diesel 50.300 Euro. Wer meint, mit Sechsgang-Handschaltung und Frontantrieb durchzukommen, spart 5.550 Euro.

Alle weiteren Infos über den Ford Mondeo Taveller finden Sie im Test des 150-PS-Diesels - nach Klick auf diesen Link!

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