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Zackig

Er war schon zuvor ein kantiger Typ, der Lexus IS. Aber nach der Modellpflege wirkt der noble Viertürer noch zackiger und aggressiver.

mid/wal

Der modellgepflegte Lexus IS 300h ist eine bequeme Limousine, lässt sich aber äußerst sportlich manövrieren, ohne dass der Federungskomfort zu wünschen übrig lässt. Möglich macht das ein überarbeitetes Fahrwerk.

Bei der Präsentation hebt Chef-Ingenieur Naoki Kobayashi hervor, dass man bei der Entwicklung größte Mühen darauf verwandt habe, sowohl den Fahrkomfort als auch Traktion und Agilität gegenüber dem Vorgänger zu steigern.

Bei Fahrten im Umland von Rom zeigt sich, dass der neue IS keine Sänfte ist. Leichte Bodenwellen bügelt er locker weg, lässt grobe Unebenheiten, von denen es auf den Straßen im Latium viele gibt, aber noch deutlich spüren. Unangenehm ist dies aber keineswegs, im Gegenteil: Das Auto stellt seine beeindruckende Bodenhaftung unter Beweis, auch bei sportlichen Kurvenfahrten.

Wir fahren ein Exemplar mit Vollhybrid-Motor, den 300h. Der nutzt einen 133 kW/181 PS starken 2,5-Liter-Vierzylinder-Benziner und einen 105 kW/140 PS-E-Motor. Zusammen bringen die es auf eine Systemleistung von 164 kW/223 PS.

Die Fahrleistungen halten sich hierbei in Grenzen. Beim Kickdown beschleunigt das Fahrzeug zwar kraftvoll, doch Tempo 100 erreicht es erst nach 8,3 Sekunden. Die Spitzengeschwindigkeit beträgt ausreichende, aber auch nicht umwerfende 200 km/h. Auf den meisten Straßen der Welt darf man freilich auch die nicht fahren. So besteht ein Mangel an Speed für die meisten Lexus-Kunden nur theoretisch.

Der Innenraum ist zugleich modern und edel geworden. Weiches Leder mit handgefertigten Nähten, Holz-Verkleidungen mit Materialien des Klavierbauers Yamaha, eine Soundanlage von Bose mit zehn Lautsprechern, ein 10,3 Zoll großes Display und viele andere Details machen den jüngsten IS zum rollenden Wellness-Tempel.

Auch von außen fallen Finessen auf, wie die äußeren Luftschlitze vorne, die unter anderem die Aufgabe haben, die Bremsen zu kühlen. Verbessert wurden auch die Scheinwerfer, die nun ein LED-Tagfahrlicht sowie mehr Reichweite besitzen und die Umgebung noch differenzierter ausleuchten als beim Vorgänger.

Von hinten sieht der neue IS zwar nicht viel anders aus als der alte, doch die Rückleuchten sind nun auch mit LED-Technik ausgestattet. Das lässt das Fahrzeug noch etwas frischer und moderner aussehen.

Mit einem Einstiegspreis von 36.900 Euro (Deutschland: 38.600 Euro) ist der Lexus IS 300h kein ganz günstiges Vergnügen. In der höchsten Ausstattung Executive schlägt der Edel-Japaner mit 49.700 Euro (D: Luxury Line um 52.900 Euro) zu Buche, bietet für das Geld aber auch sehr viel Auto.

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