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Kia lässt die Sau raus

Kia-Kunden sind zufrieden mit Funktionalität, Sicherheit und Zuverlässigkeit, an Emotionen hapert´s. Gegenmittel: Cee´d und pro_cee´d GT mit 204 PS.

Georg Koman

Bei Kia legt man nicht ohne Grund eine satte Portion Selbstbewusstsein an den Tag. Gegen den europäischen Trend der letzten vier mageren Jahre legte man unerschrocken an Marktanteilen und absoluten Stückzahlen gleichermaßen zu. Egal, ob Picanto, Rio, Cee´d, Carens, Sportage, Optima oder Sorento – kein Modell ist älter als drei Jahre. Das Feuerwerk der letzten Jahre war, weiter angetrieben durch das geglückte Design von Peter Schreyer, ein beachtliches.

Weil man bei Kia weiß, dass es so nicht ewig weitergehen kann, feilt man jetzt zusehends am Image der Marke. Kia wird vorderhand mit starkem Preis-/Leistungsverhältnis, zeitgemäßer Sicherheit und hoher Zuverlässigkeit assoziiert, Werte wie Sportlichkeit, Jugendlichkeit oder Fahrspaß spielen in Kundenumfragen keine große Rolle. Das will man ändern.

Mittelfristig wohl mit einem Sportwagen, auf die Schnelle aber mit einer verschärften Version des Kompaktklasslers Cee´d und seines Coupé-Bruders pro_ceed: dem GT. Dem bewährten 1,6-Liter-Benziner mit Direkteinspritzung wurde ein Turbolader umgehängt, was seine Leistung auf 204 PS und sein Drehmoment auf 265 Nm hinaufschnalzt.

Wohl warten Golf GTI, Renault Mégane GT oder Opel Astra OPC mit deutlich höherer Leistung (230 bis 280 PS) auf. Das ist bei Kia aber durchaus gewollt. Man will mit dem GT zwar Emotionen wecken, aber die Vernunft-Assets der Marke nicht über Bord werfen.

Daher müssen 204 PS und eine Beschleunigung in 7,7 Sekunden von 0-100 km/h reichen. Das Fahrwerk wurde wohl der Leistung angepasst - mit steiferen Dämpfern, härteren Federn und einem verstärkten Stabi an der Hinterachse, aber ein im Vergleich zu GTI und Co. erstaunlich hoher Grundkomfort blieb erhalten.

Auch beim Sound blieb man auf der sicheren Seite: Es gibt zwar zwei imposante Endrohre, aus denen dringt aber kein im Vergleich zum Normal-1,6er groß veränderter Sound. Auf pubertäre Geräuschabgabe im Sinne von Röhren oder Bollern wartet man vergeblich.

Den GT gibt es als Drei- und Fünftürer. Weil das GT-Konzept aber besser zum sexy Dreitürer pro_cee´d passt, rechnet man hier mit weit mehr Bestellungen. Optisch erkennt man den GT zuallererst an seinen markanten LED-Tagfahrlichtern: vier Stück links und ebensoviele rechts im „Ice-Cube“-Design verleihen ihm ein einzigartiges Erscheinungsbild.

Ebenfalls dem GT vorbehalten sind die schmucken 18-Zoll-Felgen, rote Bremssättel, tiefer gezogene Front- und Heckschürzen sowie ein Dachspoiler. Innen gibt es Recaro-Sportsitze in Leder-/Wildleder-Kombination, die sowohl guten Seitenhalt bieten, als auch optisch einiges hergeben. Weitere Erkennungsmerkmale: Rote Nähte, schwarzer Dachhimmel, Alu-Pedale und das eine oder andere „GT“-Zeichen.

Als Zugeständnis an die Generation Playstation kann man zwischen zwei Erscheinungsbildern das Hauptinstruments hin- und her schalten: Entweder konventioneller Analogtacho oder digitale Geschwindigkeitsanzeige samt wild auf und ab schwankenden Echtzeit-Anzeigen für Drehmoment und Ladedruck. Nur ein Gag, klar. Aber ein sympathischer.

Die übrige Serienausstattung umfasst Sechsgang-Schaltgetriebe, Zweizonen-Klimaanlage, Audiosystem, Reifendruckkontrolle, Bluetooth-Freisprecheinrichtung, Tempomat, Xenon-Scheinwerfer mit Abbiegelicht, schlüssellosen Einstieg, E-Parkbremse, Regensensor und selbstabblendenden Innenspiegel. An Sonderausstattung gibt es ein Panoramadach und ein Navigationssystem inklusive Rückfahrkamera.

Beide GT-Varianten sind Ende Juni erhältlich und ab sofort bestellbar. Wie gewohnt mit Siebenjahres-Garantie inklusive Mobilität und sieben Jahre Software-Update fürs Navi (im Zuge des Service). Der pro_cee´d GT kostet 27.690 Euro, der fünftürige Cee´d GT 28.190 Euro.

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