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Der Backofeneffekt

Die Auto-Innentemperatur steigt um ein Grad pro Minute - dies kann zum Verhängnis werden.

(Quelle: ARBÖ / Foto: ARBÖ)

Wenn bei Autolenkern im Sommer, Sonne und Sorglosigkeit zusammen kommen, sind mitfahrende Kinder häufig am meisten gefährdet. Jedes Jahr passiert es, dass Eltern ihre schlafenden Kinder während einer Besorgung im geparkten Auto sitzen lassen.

ARBÖ- Verkehrsmediziner Prof. Dr. Nagler: "Kleinkinder, aber auch Hunde sollten an heißen Sommertagen selbst bei kurzen Stopps NIE im Auto zurückgelassen werden. Bei rapiden Temperaturanstieg im Innenraum des Wagens kann es schnell zu schwerwiegenden gesundheitlichen Schäden kommen. Aufgrund ihrer begrenzten körperlichen Kondition, sind Babys und Kleinkinder besonders hitzeanfällig und fielen schnell in ohnmächtige Erschöpfung, ihr Kreislauf kollabiert und folglich könnten sogar lebensbedrohliche Situationen heraufbeschworen werden."

Selbst ein leicht geöffnetes Seitenfenster könne den durch die Sonne hervorgerufenen Hitzestau im Innenraum des Wagens nicht merklich aufhalten. Prof. Dr. Nagler meint dazu: "Pro Minute steigt die Temperatur durchschnittlich um ein Grad Celsius an. Nach 20 Minuten werde so eine Innentemperatur von über fünfzig Grad Celsius erreicht. Gefördert wird der Backofeneffekt noch durch groß dimensionierte Windschutz- und Heckscheiben. Straßenpassanten sollten unverzüglich Polizei oder Rettungsdienste alarmieren, wenn sie bei brütender Hitze im Auto eingeschlossene Kinder entdecken."

Der ARBÖ warnt weiters davor, sich beim Parken auf schattenspendende Bäume zu verlassen. Schließlich wandere die Sonne und nehme früher oder später das im Auto sitzende Kleinkind ins Visier. "Kinder müssten auf sommerlichen Urlaubsfahrten mehr als sonst mit Getränken versorgt werden. Fiebrige, trockene und krebsgerötete Haut ist ein Alarmzeichen für drohenden Sonnenstich und Hitzschlag", betont der Verkehrsmediziner.

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