Autowelt

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Zwei Karosserieformen, drei Antriebe, keine Handschaltung

Der erste Leon, der nicht mehr von Seat ist, bekommt zwei Karosserieformen, drei unterschiedliche Antriebe inklusive einem Plug-in Hybrid und ausnahmslos Automatik-Getriebe.

Johannes Posch

Nach drei Generationen trägt der schnelle Leon nicht mehr das SEAT-Logo. Er ist mit dem Modellwechsel offiziell Teil der Cupra-Familie, schließt sich also dem Hochleistungs-Ateca und dem bevorstehenden Formentor-Crossover an.

Durch diesen Wechsel ändert sich aber nicht alles - im Gegenteil. Vieles bleibt gleich. Die Tatsache etwa, dass der Cupra Leon als Fließheck oder als praktischerer Kombi mit dem Namen Sportstourer erhältlich sein wird. Neu ist hingegen, dass es den scharfen Leon erstmals mit einem Plug-in-Hybrid-Antrieb geben wird: Die PHEV-Variante wird einen turboaufgeladenen 1,4-Liter-Benzinmotor mit einem 115 PS starken Elektromotor kombinieren, der eine Gesamtleistung von 245 PS und ein Drehmoment von 400 Newtonmetern auf die Waage bringt.

Das in beiden Karosserievarianten erhältliche elektrifizierte Modell wird eine rein elektrische Reichweite von bis zu 60 Kilometern nach WLTP bieten. Wenn die Akkus leer gezuzelt sind, dauert das vollständige Aufladen über eine Haushaltssteckdose sechs Stunden. Wer eine Wallbox zur Verfügung hat, braucht hingegen nur dreieinhalb Stunden für eine volle Ladung zu rechnen.

Die gleiche Leistung, aber etwas weniger Drehmoment (370 Nm) wird ein konventionell angetriebener Leon mit 2,0-Liter-TSI-Motor bieten. In Fließheckform wird diese Motorisierung sodann auch die günstigste Möglichkeit sein, sich hinter das Steuer eines Cupra Leon zu setzen – es gibt aber freilich auch ihn als Kombi.

Es dürfte gerne etwas mehr "Ooompf" sein? Kein Problem. Über den beiden "Einstiegscupras" wartet eine potentere, konventionell angetriebene Version mit 300 PS und bis zu 400 Nm Drehmoment. Damit die armen Vorderräder da mitkommen, wird dieser Version ein elektronisches Sperrdifferenzial spendiert.

Aber ja, das waren es noch immer nicht! Es fehlt noch das Flaggschiff, quasi die aktuelle Krone der Cupra-Schöpfung: ein Sportstourer mit nochmal 10 zusätzlichen PS (macht 310), aber identischen 400 Nm. So bewaffnet, soll der Cupra Kombi es in unter fünf Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 schaffen und erst bei 250 km/h gegen die Elektronik-Mauer laufen. Für die andere Modelle gibt es leider noch keinerlei derartige Daten.

Ebenfalls erwähnenswert: Cupra wird den Leon nicht mit Schaltgetriebe anbieten. Alle Varianten werden ausschließlich mit einem Doppelkupplungs-Automatikgetriebe (DSG) angeboten, das von der Shift-by-wire-Technologie profitiert, wie sie auch im eng verwandten Golf und Octavia zu finden ist.

Im Vergleich zu einem normalen Leon sitzt sein sportlicher Cousin an der Vorderachse 25 Millimeter näher an der Straße und ist hinten 20 mm tiefer, um den Schwerpunkt zu reduzieren und damit das Handling zu verbessern. Wenn man sich für das Basismodell mit 245 PS Benzinmotor entscheidet, wird der Wagen mit 18-Zoll-Rädern geliefert, alle anderen Modelle rollen von Haus aus mit dicken 19-Zöllern vom Band. Dahinter warten an der Vorderachse immer und bei allen sechs erhältlichen Leichtmetallrad-Designs bissfeste 370-mm-Bremsen von Brembo mit Cupra-typisch Kupfer-farbenen Bremsbacken.

Zum Schluss die schlechte Nachricht: Auch wenn Cupra somit die erste Marke ist, die ein richtig heißes Eisen auf Basis der neuen Architektur aus dem VW-Regel herzeigt, so müssen wir uns doch noch eine Weile gedulden, bis die ersten davon tatsächlich den Weg auf unsere Straßen finden. Die Markteinführung ist nämlich erst für Ende 2020 angesetzt.

Weitere Artikel

Eine Ikone feiert Geburtstag

Happy Birthday: 50 Jahre Mercedes-Benz C111-II

Vor genau 50 Jahren wurde der Mercedes-Benz C 111-II auf dem Genfer Salon enthüllt, der 350 PS starke Wankelmotor war gut für eine Höchstgeschwindigkeit von 300 km/h.

Sportlicher Neu-Einstieg

Neue Triumph Street Triple S am Start

Triumph schickt den 2020er-Jahrgang der seit 2007 im Programm befindlichen Street Triple S ins Rennen, die Dreizylinder-Maschine ist auch für Anfänger geeignet.

Vor dem Marktstart noch einmal durch Namibia

Schon gefahren: Defender im letzten Härtetest

Dem Defender ist kein Weg zu schwer und kein Hindernis zu steil. Krönung der herausfordernden Namibia-Tour: Die Fahrt über den Van Zyl's Pass, der zu den schwierigsten Strecken in ganz Afrika gehört.

Aufgrund der Corona-Krise konnte mit der Blaufränkischland-Rallye erst ein Lauf gefahren werden, die Zwischenbilanz fällt dennoch positiv aus.