AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Inhalt

Auslieferungsstopp bei Skoda Octavia und VW Golf

Ein Software-Problem stoppt die VW-Topseller

Weil die vollumfängliche Funktionstüchtigkeit des "eCall"-Assistenten nicht gewährleistet werden kann, werden Octavia, Golf und eventuell auch andere Konzernmodelle auf "MQB Evo"-Basis vorerst nicht ausgeliefert.

Johannes Posch

Zu sagen, dass der Volkswagen Golf und der Skoda Octavia wichtige Autos für den deutschen VW-Konzern seien, wäre eine gigantische Untertreibung. Sie sind quasi die Top-Seller der Marke und verkaufen jedes Jahr hunderttausende Stück auf der ganzen Welt. Dementsprechend ist der aktuell über die Bühne gehende Launch der jeweils neuen Modelle für den Konzern alles andere als eine Kleinigkeit ... ebenso wie die Tatsache, dass just bei ihnen nun Softwareprobleme zu Tage getreten sind, die bis jetzt den Verkauf des Golf, aber auch dessen tschechischer Schwester, des Octavia gestoppt haben.

Der Übeltäter? Der "eCall-"/ Notruf-Assistent, der Kern-BEstandteil aller Autos auf Basis der MQB-Evo-Plattform ist - wie eben des Golf und des Octavia, aber auch des neuen Seat Leon oder Audi A3. Konkret könnte die Datenübertragung der Software am Steuergerät der Online-Connectivity-Unit (OCU3) nicht korrekt funktionieren. Daher, so bestätigten Unternehmenssprecher gegenüber unserer Kollegen beim deutschen Spiegel, müssen nun alle Autos noch einmal auf den Prüfstand. Auch ein Rückruf aller bisher ausgelieferten Autos steht im Raum. Der Grund: Laut einer EU-Verordnung müssen alle Neufahrzeuge seit dem 31. März 2018 über eine Notrufeinrichtung verfügen - und just dessen Funktion ist scheinbar nicht gewährleistet.

Der Konzern steht nun in Kontakt mit dem deutschen Kraftfahrtbundesamt und prüft die nötigen Schritte. Bis zur Kalenderwoche 25 - also die Woche von 15. bis 21. Juni - soll ein Update zur Verfügung stehen, dass die Probleme beseitigt. Dementsprechend ist auch wichtig anzumerken, dass tatsächlich "nur" die Auslieferung, nicht aber die Produktion der Fahrzeuge gestoppt wurde.

Dennoch gehen wohl auch intern bei VW die Wogen hoch. Laut Spiegel habe Betriebsratschef Bernd Osterloh von "massiven Softwareproblemen" beim Golf 8 gesprochen. Zudem zeigte er sich "entsetzt, wie schwach der Vorstand weit vor dem Anlauf das ganze Projekt aufgestellt hat". Der neue Kompakt-Wolfsburger sei "Sorgenkind statt Musterschüler", schrieb VWs eigene Betriebsratszeitung "Mitbestimmen".

Ähnliche Themen:

Weitere Artikel:

Premiere für den neuen Jeep Compass

80 Jahre: Jeep bringt Jubiläumsmodelle

Jeep wird 80. In Europa wird deshalb Kunden und Fans das gesamte Jubiläums-Jahr über mit Aktionen und Veranstaltungen das Erbe und die Zukunft der Marke näher gebracht. Und ganz "nebenbei" beschert man uns vier "80th Anniversary"-Sondermodelle.

Land Rover hat ein neues Sondermodell des Defender Works V8 Trophy aufgelegt. Es basiert auf einem Konzept, von Land Rover Classic aus den Jahren 2012 bis 2016. Dabei werden klassische Defender-Fahrzeuge von Grund auf überholt, neu aufgebaut und mit originalgetreuer Technik bestückt.

10 Modelle für 2021 geplant

Motron: Neue Marke von KSR

Unter der neu vorgestellten Zweirad-Eigenmarke Motron bringt der niederösterreichische Importeur KSR noch heuer über 10 Modelle auf den europäischen Markt - darunter sowohl Verbrenner-Motorräder und -Roller, aber auch drei Elektro-Roller und ein E-Minibike.

Jonathan Rea beklagt unnötige Stürze in der MotoGP

MotoGP: Kritik an Michelin

Laut Superbike-Weltmeister Jonathan Rea gibt es in der MotoGP zu viele Stürze mit kalten Reifen: Setzt Michelin die Gesundheit der Fahrer aufs Spiel?