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Neuer Opel Astra enthüllt
Opel

Erstmals mit Plug-in-Hybridantrieb

Opel zieht das Tuch von der sechsten Generation des Kompaktmodells Astra. Unter dem Blech finden sich bewährte Komponenten aus dem großen Stellantis-Baukasten – der allerdings erstmals auch eine Elektrifizierung möglich macht.

mid

Es ist schon jede Menge Wasser den Rhein heruntergeflossen, seitdem es den Astra gibt. Tatsächlich ist es schon 30 Jahre her, dass Opel den seligen Kadett ablöste – und zumindest dem Namen ist man bis heute treu geblieben. Der Rest aber ist vom Astra eher ein Zeichen dafür, wie es einem braven Modell gehen kann, wenn man sich andauernd irgendwelchen Konzernvorgaben unterordnen muss.

War die erste Generation noch genau so, wie man sich das in Rüsselsheim vorgestellt hatte, ging es spätestens mit der dritten in eine nicht besonders erfolgreiche biedere Richtung, ehe man bei Nummer 4 eine GM-Plattform nehmen musste, die den Astra unnötig groß und schwer machte. Die Fünf wirkte fast wie ein Befreiungsschlag, wenngleich noch ein wenig uninspiriert, doch nun feiert man gewissermaßen ein Comeback wie schon lange nicht mehr.

Das zeigt sich nicht nur am völlig neuen Design, sondern auch an der Technik, die nichts vom Vorgänger übernahm. Ob die werten Kollegen diverser Autozeitschriften wieder ihre schalen Formulierungen aus den ebenfalls 30 Jahre alten Schubladen auspacken und den Opel zum Beispiel zum "Golfschläger" hochdekorieren? Wir meinen: Die Zeiten der Kämpfe in der Kompaktklasse sind schon längst vorbei, weswegen man den Wagen lieber gesondert bewerten sollte.

Und das heißt: Die Technik liefern diverse Peugeots, somit gibt es das deutsche Kompaktklassemodell erstmals auch elektrifiziert. Ganz sicher war man sich bis zum Schluss aber noch nicht, ob es nicht vielleicht doch eine rein batterieelektrische Version auch geben wird. Doch wie auch bei Citroen oder Peugeot, gibt es die reinen Stromer nur im Kleinwagenformat. Opel wird den neuen Astra daher nur in zwei Leistungsstufen als Plug-in-Hybrid anbieten. Dazu kommen Versionen mit Benzin- und Dieselmotoren in Kombination mit 6-Gang-Schalt- und 8-Gang-Automatikgetrieben. Die Leistungsbandbreite reicht von 110 PS bis zu 225 PS Systemleistung.

Und natürlich hat auch der Astra ihn: den Opel Vizor. Das neue Markengesicht wurde speziell für den Astra der nächsten Generation weiterentwickelt. Der Vizor spiegelt die Kompass-Philosophie von Opel wider. Beim Design-Kompass kreuzen sich zwei Achsen mit dem Opel-Blitz in der Mitte. Die vertikale Achse wird durch die scharfe, klare Bügelfalte in der Motorhaube bestimmt. Der Vizor charakterisiert als horizontale Linie, die sich bis zur flügelförmigen Grafik der LED-Tagfahrlichter erstreckt, die Fahrzeugfront. Der neue Astra ist 4.374 Millimeter lang und 1.860 Millimeter breit. Damit ist die nächste Astra-Generation gerade einmal 4 Millimeter länger als zuvor.

Der neue Astra wartet zudem mit hochmodernen Fahrerassistenz-Systemen auf. Die Basis dafür bilden zahlreiche Kameras und Sensoren rund um das Auto. Die Multifunktionskamera in der Windschutzscheibe ergänzen vier weitere Kameras - eine an der Front, eine am Heck und eine an jeder Fahrzeugseite. Hinzu kommen fünf Radarsensoren (an jeder Ecke und an der Front) sowie Ultraschallsensoren vorne und hinten.

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