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Fiat 500 1.4 16V Sport - im Test

Innenraum

Um gleich ein Vorurteil aus dem Weg zu räumen: nix ist mehr mit „Fehler in allen Teilen“, die Verarbeitung glänzt rundum durch Solidität. Ein Wunder an Raumökonomie ist der 500 dafür nicht, schon wegen der geschwungenen Linien der Karosserie.

Dennoch überrascht das Platzangebot im Fond, zwei Kinder samt zugehörigen Sitzen sind dort perfekt untergebracht, selbst dann, wenn Mama und Papa ihre Sitze relativ weit nach hinten geschoben haben. Zugegeben, für Erwachsene ist der Platz eingeschränkt, aber das verwundert beim 500 nicht.

Komfortabler ist es da schon in Reihe 1, mit einer Ausnahme: Die Kopffreiheit ist durch das Aufpreis-Schiebedach stark reduziert. Dass ein solches Dach, genauer: das sowieso wenig effektive Sonnen-Netz, dermaßen viel Platz wegnehmen muss, ist uns nicht ganz nachvollziehbar.

Größergewachsene Interessenten am Fiat 500 dürfen das Schiebedach getrost von ihrer Optionenliste streichen, wenn sie sich nicht ständig den Kopf anhauen wollen.

Geschwitzt wird sowieso nicht, eine Klimaanlage ist beim „Sport“ serienmäßig an Bord. Deren langweilig-moderne Knöpferlbatterie haut den Retro-Look des Cockpits etwas zusammen. Die konventionellen Belüftungsregler sind weitaus liebevoller gestaltet.

Hinter dem griffigen Dreispeichen-Sportlenkrad mit Radio-Bedienungstasten glimmert dafür eines der hübschesten Kombi-Instrumente der derzeitigen Autowelt.

Das in Höhe und Abstand verstellbare Lenkrad bewegt sich nicht allzu viel auf den Fahrer zu. Die voluminösen Sportsitze nehmen ebenfalls viel Platz weg, bieten dafür aber ein durchaus erwachsenes Sitzgefühl.

Insgesamt verhält es sich mit dem Fiat 500 wie mit Mode und Schuhwerk aus Milano: Immer eine Nummer größer kaufen! Wer XL braucht, tut sich hier ein bisschen schwer.

Auch der Knie-Airbag schützt bei größer gewachsenen Fahrern eher andere, intimere Körperregionen. (Grazie, Fiat!) Apropos Sicherheit: Sieben Airbags wachen im Innenraum des 500, ABS ist für alle serienmäßig, ESP erst ab der 1,4l-Motorisierung.

Der Kofferraum hat zwar eine brauchbare Grundfläche, aber nach oben hin ist wegen des schräg abfallenden Hecks wenig Platz. 185 Liter Stauraum genügen für die Fahrt zur Pizzeria; die klappbaren Rückenlehnen der Sitzreihe 2 geben insgesamt 550 Liter Laderaum frei.

Der Armaturenträger strahlt in der Außenfarbe das Wagens – in unserem Fall „strahlt“ also wirklich das Wageninnere in Knallgelb, wenn die Sonne scheint.

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