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BMW 318d Touring - im Test

Fahren & Tanken

Der Zweiliter-Turbodiesel ist nicht nur ein waschechter Österreicher – entwickelt und produziert im oberösterreichischen Steyr –, er ist auch ein echter Allrounder. Das Triebwerk kommt in verschiedenen Ausbaustufen zum Einsatz, so zum Beispiel im 116d mit 115 PS, im 320d mit 177 PS sowie dem 123d mit doppelter Aufladung und 204 PS.

Im Dreier leistet das Aggregat als 318d 143 PS, das reicht aus, um die Freude am Fahren zu verspüren, die sich BMW an die Fahnen geheftet hat. Tempo 100 km/h zeigt der Tacho nach 9,6 Sekunden, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 210 km/h muss man sich nicht einmal in Deutschland verstecken.

Dank des üppigen Drehmoments von 300 Nm ab 1.750 U/min muss man auch nicht übertrieben viel im Getriebe rühren, wenngleich die sechs Gänge gut und knackig zu schalten sind. Die Agilität des Heckantriebs gepaart mit einem BMW-typisch knackigen Fahrwerk macht besonders auf kurvigen Landstraßen großen Spaß.

Da wir immer wieder auf die vermeintliche Problematik eines heckgetriebenen Autos im Winter angesprochen werden: Keine Angst, die Zeiten, da man sich im Winter Waschbetonplatten oder Zementsäcke zwecks besserer Traktion in den Kofferraum legen musste, sind passé, die elektronischen Helferlein machen ihre Sache so gut, dass es im Normalfall keinerlei Probleme gibt.

Und wer in exponierten Gegenden wohnt, kann schließlich immer noch um 320d xDrive greifen.

Eines erfreut den Fahrer immer wieder, der Fahrspaß geht auch an der Tankstelle nicht verloren. Zwar wird man die werksseitig angegebenen 4,8 Liter (125g CO2/km) in der Praxis kaum erreichen, doch auch rund sechs Liter sind verglichen mit so manchem Konkurrenten schwer in Ordnung.

Einen nicht unerheblichen Anteil am niedrigen Verbrauch haben die Efficient Dynamics Maßnahmen, die BMW vor geraumer Zeit ins Leben gerufen hat. Markantestes Merkmal ist die Start/Stopp-Automatik, die den Motor abstellt, wenn er z.B. beim Warten an einer roten Ampel nicht benötigt wird.

Zwar erscheint es anfangs recht ungewohnt, wenn das Triebwerk automatisch ausgeht und erst mit dem Tritt auf das Kupplungspedal wieder anspringt, nach ein paar Tagen möchte man das Feature aber gar nicht mehr missen.

Ein sinnvolles Feature ist die Schaltpunktanzeige, die den Fahrer mit einer dezenten Einblendung im Armaturenbrett darauf hinweist, in den nächsthöheren Gang zu schalten. Vor allem jene Leute, die gerne im dritten Gang durch die Stadt kurven wird da deutlich, dass ein moderner Motor 50 km/h auch im fünften Gang problemlos meistert.

Die anderen Maßnahmen sind nicht sichtbar, darunter fallen Dinge wie eine Bremsenergierückgewinnung, eine aktive Luftklappensteuerung sowie eine elektrische Lenkkraftunterstützung.

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