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Stürmischer Fruchtzwerg

Nach zwei Generationen Pause bringt Peugeot wieder einen kleinen GTi hervor. Im Vergleich zum legendären 205 GTi ist der 208 ordentlich gewachsen, aber auch erstarkt.

Bernhard Reichel

Stehen 205 und 208 nebeneinander, könnte man fast meinen, der Kleine würde im Großen mitfahren können. 310 Zusatz-Kilos und ein Längen- und Breitenzuwachs von 26 und 17 Zentimeter machen sich nun mal bemerkbar. 1.160 Kilo sind heute relativ gesehen aber ein Leichtgewicht.

Der 1,6-Liter-Motor hat sich bereits in den Spaßgranaten Peugeot RCZ, Citroen DS3 Racing oder auch im Mini Cooper S bewiesen. Der gemeinsam mit BMW entwickelte Vierzylinder-Turbomotor leistet 200 PS und schickt schon bei 1.700 Umdrehungen 275 Nm auf die Vorderräder.

Optisch setzt Peugeot nicht auf Krawall, sondern auf bewährtes Tuning. Die Kotflügel wurden breiter, ein Seitenschweller fügt sich dazu. Tieferlegung, Breitbau, die kurzen Überhänge und die großen 17-Zöller ergeben ein richtig knackiges Auftreten. Front- und Heckschürze wurden etwas maskuliner. Die waagrechten Stäbe im Kühlergrill erinnern an eine Zielflagge, die untere Umrandung ist in mattem Rot lackiert. Am Heck gibt es einen frechen Dachspoiler und einen Sportauspuff. Unterhalb der verchromten Rückspiegelkappen verläuft eine Zierleiste samt GTi-Emblem nach hinten.

Im Innenraum geht es mit der Verfeinerung im Detail farbenfroh weiter. Die Armaturentafel wirkt wie gewohnt freundlich, aufgeräumt und nun mit Lederüberzug samt roter Naht deutlich edler. Ebenfalls mir rotem Faden stechen Lenkrad, Handbremsgriff, Schaltknauf, Armaturentafel, Türtafeln und Sitze hervor.

Am meisten dankbar sind wir für das kleine Lenkrad (35 cm Durchmesser), das im GTi obendrein mit einem griffigerem Überzug, GTi-Emblem, Chromeinlagen und einer roten Mittelmarkierung erfreut. Die rote Tachoumrahmung schließt das Farbkonzept ab. Pedale und Fußstütze wurden mit Aluauflagen versehen. Auch der Schaltknauf überrascht mit echtem Metall. Einzig die im Farbverlauf lackierten Dekoreinlagen wirken nach Eigenheimtuning.

Vermutlich dank der gut gepolsterten Sportsitze ist der Blick auf den Tacho über die Lenkradkante weniger beschwerlich – es ist ja eine mehrheitlich kritisierte Eigenart des 208, dass der Blick auf die Instrumente nicht durch, sondern über das Lenkrad fällt. Die Sitze bieten generell einen ausgewogenen Kompromiss aus Seitenhalt und Komfort. Zwischen ihnen darf ein manueller Handbremshebel nicht fehlen. Auf den Rücksitzen gibt es natürlich weniger Seitenhalt und auch nicht allzu viel Kopffreiheit für große Gäste.

Der Kofferraum fasst ordentliche 285 Liter. Mit umgeklappten Sitzen lässt sich das Volumen auf 1.076 Liter erweitern. Mit praktischen Spannbändern und Haken kann man auch kleine Einkäufe im Kofferraum bequem sichern.


Ob der Spaß auch Grenzen kennt, ob diese beim Preis beginnen oder auch nicht und was der GTi verbraucht, lesen Sie auf der letzten Seite.

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