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Kia Optima SW PHEV Gold - im Test Kia Optima PHEV 2018

Mit Anschluss

Kias Plug-in Hybrid-Version des großen Kombi Optima Sportswagon zeigt, wie praktisch ein regelmäßig angestöpseltes Auto sein kann. Im Test.

Text: Steve Schmit/mid; Fotos: Thomas Schneider/mid

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Auf dem Weg hin zur Elektromobilität schlagen Plug-in Hybride eine wertvolle Brücke zwischen Verbrennern und Stromern. So auch Kias Plug-in Hybrid-Version des Kombis Optima Sportswagon.

Mit geladener Batterie schafft es der Optima Sportswagon mit Steckdosen-Anschluss bis zu 62 Kilometer elektrisch. Rein elektrisch erreicht er dabei eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h.

Geladen wird an der Haushalts-Steckdose, denn mehr als 3,3 kWh Ladeleistung wünscht der PHEV nicht - das schafft eine 230-Volt-Steckdose mit moderner 16-Ampére-Absicherung aber locker und lädt die Batterie in 190 Minuten komplett auf.

Das PHEV-System (Plug-in Hybrid Electric Vehicle) macht den Kia vorübergehend zum Sprit-Asketen, der elektrisch gestützt laut Norm mit 1,4 Liter Benzin auf 100 Kilometer auskommt. Bei nachlassendem Energiestand erhöht sich dann aber der Spritverbrauch merklich, steigt im Test bis auf 6,9 Liter je 100 Kilometer an.

Zwar rekuperiert der Wagen Bremsenergie, aber das reicht klarerwesie nur aus, um die Entladung etwas zu verlangsamen. Daher sollte für den Fahrer das regelmäßge Aufladen zur Gewohnheit werden. Das geht dafür auch einfach: Der Anschluss ist vor der Fahrertür unter einem zweiten Tankdeckel platziert, so kann man den Wagen also quasi gleich beim Aussteigen "verkabeln".

Der Optima Sportswagon tritt mit seiner breiten Front und seinen scharfen Linien als imposantes Flaggschiff auf. Seine Natur als Plug-in Hybrid trägt er auch in der modernen Karosserie stolz zur Schau. Blaue Zierstreifen und das "Eco plug-in"-Logo werten das Außenkleid rundherum auf.

Auch der Innenraum kann sich sehen lassen. Die Fahrzeuglänge von mehr als 4,8 Meter bietet reichlich Platz vorne und hinten. Eigentlich sitzt man auch sehr bequem, allerdings verläuft im Leder-Paket eine Naht etwas unglücklich durch die Mitte der Sitze.

Es dauert eine Weile, bis die richtige Sitzposition gefunden ist, bei der sich diese Naht nicht unangenehm gegen die Wirbelsäule drückt. Der Fahrer hat eine gute Sicht auf das Cockpit und aus dem Kia heraus. Das Infotainment-System steuert er über Touchscreen und kann auch problemlos das Smartphone per Bluetooth verbinden und in der passenden Ablage kabellos laden.

Die Verarbeitung und die Materialien im Innenraum sind zwar nicht luxuriös, aber durchaus hochwertig und makellos. Ein- und Ausstieg gestalten sich vorne wie hinten problemlos. Der Kofferraum schluckt so einiges. Die Klappe öffnet und schließt elektrisch auf eine Höhe, die ein leichtes Ein- oder Ausladen zulässt. Normal passen 440 Liter hinein, auf Kosten der hinteren Sitzreihe wächst der Laderaum auf 1.574 Liter an.

Der Elektromotor verhilft gerade bei kürzeren Fahrten zu einem spaßigen Fahrgefühl. Jedes Anfahren und Beschleunigen wird merklich unterstützt, teilweise ohne jegliche Motorengeräusche. Das ist anfangs gewöhnungsbedürftig und erfreulich zugleich.

Wie viel Saft noch zur Verfügung steht und wie genau das Zusammenspiel des Plug-in Hybrid-Systems gerade aussieht, liest der Fahrer von der Anzeigetafel ab. Durch die Rekuperation der Bremsenergie verändert sich das Entschleunigen etwas. Das heißt, dass durchaus etwas eher aufs Bremspedal gedrückt werden sollte, wenn ein langsames Ausrollen geplant ist. Der Wagen liegt gut auf der Straße und hört willig auf die Befehle des Fahrers. Hier fällt nichts negativ ins Gewicht. Eine große Anzahl an Fahrassistenz-Systemen erleichtern die Fahrt.

Zum Beispiel der adaptive Tempomat, der den gewählten Abstand hält, sich an den Straßenschildern orientiert und automatisch das Tempo anpasst und auch an Ampeln rechtzeitig zum Halt kommt. Mit einem Preis von 44.390 Euro (Deutschland: 41.490 Euro) ist der Kia Optima SW PHEV in der recht kompletten Ausstattung "Gold" zwar nicht gerade günstig, bietet aber für das Geld auch jede Menge Auto, Fahrgefühl und Komfort. Wer sich den Plug-in Hybrid leistet, sollte aber auf jeden Fall immer eine Steckdose in Parkplatznähe haben, um das volle Potenzial nutzen zu können.

Fünftüriger, fünfsitziger Kombi, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millmeter: 4.855/1.860/1.470/2.805, Kofferraumvolumen: 440 bis 1.574 l, Wendekreis: 10,9 m, Leergewicht: 1.850-1.880 kg, max. Zuladung: 455 kg, Tankinhalt: 55 l.
Antrieb: 2.0 GDI-Benzinmotor, Hubraum: 1.999 ccm, Leistung: 115 kW/156 PS bei 6.000 U/min, max. Drehmoment: 189 Nm bei 5.000 U/min, Elektromotor: Leistung: 50 kW/68 PS bei 2.330 - 3.300 U/min, max. Drehmoment: 205 Nm bei 0-2.330 U/min, Lithium-Ionen-Polymer-Batterie mit 11,3 kWh, Systemleistung: 151 kW / 205 PS bei 6.000 U/min, System-Drehmoment: 375 Nm bei 2.330 U/min, Höchstgeschwindigkeit: 192 km/h, 0-100 km/h: 9,7 s, Normverbrauch: 1,4l, CO2-Emission: 33 g/km, Sechsgang-Automatikgetriebe.
Preis: 44.390 Euro (Deutschland: 41.490 Euro).

Weitere Testdetails:

Ausstattung & Technik
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