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Voll ins Gelbe

Vor Kurzem wurde der Peugeot 208 zum Auto des Jahres 2020 gekürt, wir konnten den schicken Kleinwagen bereits einem Test unterziehen. Und das Urteil der Jury unterstreichen.

Stefan Schmudermaier

Der neue Peugeot 208 fällt auf. Und das nicht nur der gelungenen Linienführung wegen, sondern auch ob der knallgelben Metalliclackierung. Und die wird künftig oft am kleinen Franzosen anzutreffen sein, schließlich ist das die aufpreisfreie Standardfarbe, sogar Weiß kostet extra. In Verbindung mit den schwarzen Kontrasten der Topausstattung GT-Line kommt das Gelb ganz besonders gut zur Geltung.

Die Frontpartie trägt das typische Peugeot-Styling, die gehobenen Varianten tragen das LED-Tagfahrlicht in Form der Zähne des Säbelzahntigers, das kennt man bereits von 508 und Co. Auch die Formensprache des Interieurs ist nicht neu, ins Auge sticht dabei sofort das sehr kleine Lenkrad. Während das bei den größeren Modellen etwas gewöhnungsbedürftig anmutet, passt das Mini-Volant gut zum 208er. Und erstmals findet sich – zumindest für den Verfasser dieser Zeilen – schnell eine Lenkradposition, bei der die Armaturen im Sinne des Erfinders über dem Lenkradkranz sichtbar sind.

Extravagantes Cockpit

Apropos Armaturen, diese werden nun teils dreidimensional dargestellt. Der Fahrer kann aus mehreren Varianten – unter anderem einer Navikarte – wählen, etwas weniger verspielt hätte es freilich auch getan. Extravaganz auch in der Mittelkonsole, unter dem Touchscreen sind in zwei Reihen mehrere Direktwahltasten für unterschiedliche Funktionen untergebracht, man gewöhnt sich aber schnell an die Klaviatur.

Darunter verbirgt sich hinter einer Klappe der aktuell wohl beste Handyhalter in der gesamten Autobranche, wie am Bild rechts oben zu sehen ist. Gegen kleinen Aufpreis ist der Platz dahinter als drahtlose Ladestation zu nutzen, auch fein. Die Platzverhältnisse sind ordentlich und entsprechen dem Klassenschnitt, der Kofferraum fasst 265 bis 1.106 Liter.

Einzigartige Antriebsvielfalt

Unter der Haube ist die Vielfalt für die Fahrzeugklasse riesig. Drei Dreizylinder-Turbo-Benziner mit 75, 101 und 130 PS, ein 102-PS-Vierzylinder-Turbodiesel und eine rein elektrische Version stehen zur Wahl. Wir hatten dieses Mal die goldene Mitte, den 101-PS-Benziner mit der im Segment einzigartigen 8-Gang-Automatik im Test. Erst recht im Sportmodus und mit den Schaltwippen hinterm Lenkrad.

Bei normaler Fahrweise ist ein Praxisverbrauch von knapp über sechs Litern realistisch. Das Fahrwerk ist harmonisch abgestimmt und agil, ohne übertrieben hart zu federn. Der Gesamteindruck überzeugt technisch wie auch qualitativ, der neue Peugeot 208 würde auch einem Premium-Hersteller als Einstiegsmodell gut zu Gesicht stehen. Last but not least der Preis, los geht’s bei 15.800 Euro für den 75 PS Benziner, unser Testauto in GT-Line kommt auf 25.300 Euro. •

Technische Daten

Peugeot 208 Puretech 100 EAT8 GT-Line


Hubraum | Zylinder: 1.199 cm3 | 3
Leistung: 101 PS (74 kW)
Drehmoment: 205 Nm bei 1.750/min
0–100 km/h | Vmax: 10,8 s | 188 km/h
Getriebe | Antrieb: 8-Gang aut. | Vorderrad
Ø-Verbrauch | CO2: 5,8 l S | 131 g/km (EU6d)
Kofferraum | Zuladung: 265–1.106 l | 460 kg

Basispreis | NoVA: 25.300 € (inkl. MwSt. & NoVA) | 4 %

Das gefällt uns: Optik, technische Features, spritziger Motor, 8-Gang aut.
Das vermissen wir: eine Auto-Hold-Funktion bei der Automatik
Die Alternativen: VW Polo, Hyundai i20, Renault Clio, Ford Fiesta etc.

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