AUTOWELT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Hyundai Bayon im Test

Auf der Suche nach der Schublade

Subkompakt? Zwischengröße? Klein-Coupé-SUV? Egal. Der Hyundai Bayon ist der neueste Beitrag zur Reihe: Außen klein und wendig, innen geräumig und komfortabel, insgesamt: weit mehr als nur ausreichend.

Bernhard Katzinger

Auch wenn ich Ihnen jetzt was sage, das Sie schon wissen: Früher war alles einfacher! Auch die Einteilung von Autos. Von Kleinwagen – Maturageschenk, Frauenauto, liiieeb – bis Luxuskarosse – Schlachtschiff, komfortabel, ehrfurchtgebietend. Man wusste auf den ersten Blick, was vor einem stand. Und heute? Müssen Sie sich nicht mehr zwischen Sportflitzer und Geländewagen entscheiden, sondern können ein SUV-Coupé ordern und zwar in genau der Größe, die in Ihre Garage passt.

Koreanisches Feng-Shui
Ja, die Neuwagenflotte wird "granularer" – und Hyundai hat zwischen i20 (mit dem sich der Bayon die Plattform teilt) und Kona noch eine Lücke gefunden, die sich zu füllen lohnte. Ob man den Weg, den Hyundai designmäßig geht, beklatscht oder eher benaserümpft, ist eine persönliche Entscheidung.

Nach halbhohem Einstieg – der Hersteller stuft den Wagen als SUV ein, so einfach kann's gehen – lässt sich's vorn durchaus gemütlich sitzen. Innenraum und Cockpit können die Koreaner bekanntlich richtig gut, man könnte glauben, die hätten das Feng-Shui erfunden und nicht die Chinesen. Sehr ordentlich alles, ausgezeichneter "Look&Feel", wie man auf gut Denglisch sagt.

In der zweiten Reihe wird's erwartungsgemäß selektiver, aber der Gepäckraum ist recht ordentlich und passt sich durch die umlegbaren Sitze an die jeweilige Transportaufgabe an.

Modernes Antriebskonzept
Einmal in Bewegung, spielt der Bayon vor allem in der Stadt mit ihren engen Lücken und gewundenen Garageneinfahrten seine Trümpfe aus. Aber auch außerhalb seines Heimreviers hielt unser 120-PS-Benziner mit Hybrid-Support gut mit, auf der Autobahn fiel höchstens die Geräuschkulisse etwas negativ auf. Per Badge am vorderen Kotflügel wies sich unser Testwagen als 48-V-Mildhybrid aus, das freut Mutter Erde. Der (nicht wie ein solcher klingende) Dreizylinder mit 7-stufiger Doppelkupplung (im Inneren mutig repräsentiert durch einen Automatik-Wählhebel alter Schule!) und E-Motor mühte sich denn auch redlich und wechselte beim Anlaufen mancher Kreuzung sogar in den Segel-Modus. Der Testverbrauch um die sieben Liter mit hohem Stadtanteil ist in Ordnung, aber nicht rekordverdächtig.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Das Facelift samt neuem Hybrid-Motor probegefahren

Nissan Juke (Hybrid 2022) – schon gefahren

Bei Nissan steht die Zeit nicht still, der Juke kommt in zweiter Generation mit Facelift und neuen Motorisierungen auf den Markt. Neu ist die Mild-Hybrid Variante, Nissans erster Voll-Hybrid. Wir konnten den neuen Juke bereits während einer Probefahrt auf Verbrauch und Fahrverhalten testen.

Im Herzen ein Österreicher

Das ist der neue BMW M3 Touring

Nach Limousine, Cabrio und Coupé bietet BMW nun erstmals und ganz offiziell einen M3 Touring an. Dieser kombiniert 375 kW/510 PS aus dem bekannten Reihensechszylinder "made in Austria" (Alle Motoren des M3 Touring werden im BMW Group Werk Steyr gefertigt) mit massig Stauraum. Einziger Haken: Er ist fast so schwer wie ein M5!

Erneut viele Highlights bei Dorotheum-Auktion

Kreiskys Käfer und Prinz Augusts Z1 werden versteigert

87 Klassische Fahrzeuge, vom 115 Jahre alten De Dion-Bouton, über historische Porsche- und Mercedes-Modelle bis zum Supersportwagen Porsche Carrera GT, kommen am 2. Juli 2022 bei der Auktion im Dorotheum Fahrzeugzentrum in Vösendorf unter den Hammer.

Porsche mit höchster Durchschnittsleistung

Vielfahrer haben die stärksten Autos

Das Vergleichsportal Check24 hat in einer Auswertung herausgefunden, dass Verbraucher mit hoher Fahrleistung die stärksten Fahrzeuge steuern. Die Automarken Porsche, Jaguar und Cupra hatten dabei im Schnitt am meisten PS.

Die Welt ist flach

BMW X4 30d im Test

Autos wie der BMW X4 lassen viele fragend zurück. Bis man einmal damit fährt. Dann können zumindest ein paar Fragen geklärt werden.

Zankapfel Verbrennungsmotor

EU: Verbrennungsmotor-Verbot ab 2035?

Im EU-Parlament steht eine Abstimmung zum Verbot der Neuzulassung von Fahrzeugen mit Verbrennungsmotor ab 2035 auf der Tagesordnung. Experten sind sich uneinig über die Frage, was das bringen soll. Umweltschützer betrachten das Verbot als wichtigen Beitrag zur Rettung des Weltklimas.