CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Neuauflage: Rallye Liège-Brescia-Liège

Aufstand der Zwerge

Vor 50 Jahren ging die einzige Fernfahrt „Liège-Brescia-Liège“ für Kleinwagen bis 500 ccm über die Bühne – heuer gibt es eine Neuauflage.

Eine der ungewöhnlichsten Langstreckenfahrten feiert ein Comeback. Exakt 50 Jahre nach ihrer erst- und einmaligen Durchführung wird die ausschließlich für Kleinstautos mit maximal 500ccm Hubraum ausgeschriebene Rallye Liège-Brescia-Liège erneut durchgeführt.

Wirtschaftswunder-Rallye

1958 war die Fahrt von Belgien nach Norditalien und zurück eine gewaltige Herausforderung, besonders für Autos aus der damals sehr beliebten Halbliter-Klasse. Umso mehr, weil die insgesamt rund 3.300 Kilometer lange Strecke zwei Mal über die Alpen quasi im Renntempo zurückgelegt werden musste. Immerhin 27 abenteuerlustige Teams stellten sich damals mit ihren Hubraumzwergen dieser Herausforderung.

Als Sieger erreichte der Italiener Arturo Brunetto mit seinem Beifahrer Andrea Frieder nach vier Tagen und drei Nächten das Ziel. Ihr Auto: ein Fiat 500 Sport, dessen 500ccm-Zweizylinder-Triebwerk 21,5 PS leistete.

Nur 13 Teams erreichten am Ende Lüttich. Die Rallye, die mit dem zeitgenössischen Vergleich Schlagzeilen machte, alle 13 Platzierten zusammen hätten weniger Hubraum als ein einziger amerikanischer Straßenkreuzer, wurde nie wiederholt – bis jetzt.

Es geht wieder los!

Pünktlich zum Jubiläum machen sich bei der Neuauflage der Rallye Liège-Brescia-Liège von 11. bis 20. Juli 2008) wieder einige Kleinautos auf den inzwischen nicht mehr ganz so beschwerlichen Weg.

Ausgeschrieben sind zwei Kategorien. Bei den „Authentics“ sind Fahrzeuge mit maximal 500 Kubikzentimeter großen Motoren des Baujahres 1958 oder älter zugelassen, bei den „Spirits“ liegen die Grenzen bei 700 Kubikzentimetern und dem Baujahr 1968.

Wo sind die Puchernen?

Eine Aufforderung an alle Puch-Fahrer, das Bild vom überlegenen Fiat 500 vielleicht etwas zu korrigieren, sollte man meinen... - dennoch steht nur ein 650 TR2 am Start, gefahren von den Franzosen Michel und Paul Thomas.

Natürlich wird bei der Neuauflage von Lüttich-Brescia-Lüttich nicht mehr nonstop und gegen die Stoppuhr gefahren. Die bestätigten 50 Teams - weitere drei Dutzend stehen auf der Warteliste - stellen sich dieses Mal einer touristischen Langstreckenfahrt ohne Zeitmessung. Die weitgehend dem Original entsprechende Strecke führt auch durch Österreich.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Starter, Elektrik, Vergaser im Fokus

Auf zum Schrauberseminar!

Oldtimer-Spezialist Dieter Serglhuber lädt zum Oldtimer–Spezialseminar. An fünf Samstagen werden Klassik-Spezialthemen in Theorie und Praxis erklärt.

Die Schnellladefläche

Helden auf Rädern: Chevrolet S-10 EV

Noch seltener als der Chevy EV-1 war sein praktischerer und weit patriotischer Ableger. Der S-10 EV war ein Frühversuch elektrischer Nutzfahrzeuge, bei denen den Machern ein entscheidender Fehler passierte.

Die Opfer des Wunders

Helden auf Rädern: BMW Glas 3000 V8

Weil das Wirtschaftswunder schneller Wohlstand brachte, als es manche Firma recht war, griff Glas mit dem 3000 V8 gleich nach den Sternen. Dazu fehlte es dann aber doch an Strahlkraft.

ARBÖ Classic & ARL 2025

27. ARBÖ Classic rechnet mit Nennrekord

Am 6. und 7. Juni werden wieder bildhübsche Oldtimer die traumhafte Gesäuseregion rund um die Stiftsgemeinde Admont beglücken. Bei der 27. Ausgabe der ARBÖ Classic winkt ein Rekordergebnis.

Was ist besser?

Oldtimer mieten oder kaufen

Ob als stilvolle Begleitung für besondere Anlässe oder als Ausdruck von Individualität im Alltag – es gibt zahlreiche Autofahrer, die gern einen Oldtimer wählen.

Wenn man ein simples Arbeitstier schon überzeichnet, dann bitte ordentlich. Dass dem Mazda Rotary Pick-up dennoch keine große Karriere zuteil wurde, lag vor allem am schlechten Timing. Aber auch am Charakterdarsteller Wankelmotor.