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Oldtimer: Wo lässt sich Geld sparen?

Gut versichert

Classic Cars müssen kein teures Hobby sein, jedenfalls nicht bezüglich Steuer und Versicherung. Hier gibt es nämlich einige Sparmöglichkeiten.

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Oldtimer stehen hoch im Kurs. Die rollenden Kulturgüter begeistern viele Menschen. Doch egal ob Cabrio, Coupé, Rennsportwagen, Vor- oder Nachkriegsfahrzeug, auch bei alten Autos ist ein Versicherungsschutz notwendig.

Die Beiträge werden abhängig vom Fahrzeug und der Leistung pauschal berechnet. Je älter das Classic Car ist, desto geringer sind die Kosten der Kfz-Haftpflichtversicherung. Die Regionalklassen und Schadenfreiheitsrabatte spielen keine Rolle. Wer den Oldtimer nur saisonal nutzen will, kann Kosten bei Prämie und Steuer sparen.

Wann gilt eine Oldtimer-Versicherung?

Eine Oldtimer-Versicherung lässt sich in der Regel für Fahrzeuge abschließen, die mindestens 25 Jahre alt sind. Bei einigen Assekuranzen reicht ein Alter von 20 Jahren aus. Das Fahrzeug muss originalgetreu sowie gut erhalten sein und lässt sich nur als Zweitwagen fahren. Weiterhin muss der Halter des Oldtimers ein Mindestalter erfüllen und einen sicheren Stellplatz für das rollende Kulturgut gewährleisten, denn oft sind Oldies echte Goldies. Zudem begrenzen die Versicherer die Fahrleistung. Die Obergrenze liegt im Schnitt bei 9.000 Kilometern pro Jahr.

Das sind die Einsparmöglichkeiten

Sparen können die Liebhaber historischer Autos sowohl bei der Kfz-Versicherung als auch bei der Kfz-Steuer. Wenn sie ein Auto saisonal anmelden, zahlen Halter in der Regel nur für die Zeit, in der es auf den Straßen unterwegs ist. Sobald das Classic Car im Winter stillgelegt wird, fällt die Prämie für diesen Zeitraum geringer aus. Die Kfz-Steuer wird ebenfalls lediglich für die angemeldeten Monate erhoben. Wenn das Classic Car ein H-Kennzeichen besitzt, gibt es darüber hinaus eine weitere Vergünstigung bei der Steuer.

Wie ist das H-Kennzeichen erhältlich?

Das H-Kennzeichen ist keine Bedingung für die Oldtimer-Versicherung. Halter haben damit aber Vorteile, wie z.B. die erwähnte Steuervergünstigung. Zudem dürfen sie mit diesem Kennzeichen in Umweltzonen fahren, ohne eine Umweltplakette zu benötigen.

Um das Historien-Kennzeichen zu bekommen, muss das Fahrzeug mindestens 30 Jahre alt sein und bei der zuständigen Behörde offiziell als Oldtimer zugelassen werden. Dafür müssen Besitzer mit einer eVB-Nummer nachweisen, dass der Wagen über eine Kfz-Haftpflicht verfügt und eine Abgasuntersuchung erfolgt ist. Auch dürfen Halter bei der Zulassung sowohl den Fahrzeugbrief als auch den Fahrzeugschein nicht vergessen. Weiterhin ist laut § 23 StVZO ein Oldtimer-Gutachten von einem amtlich anerkannten Prüfer vorzulegen.

+ Wer das H-Kennzeichen bekommt, zahlt nur 191,73 Euro Steuern pro Jahr. Das gilt unabhängig vom Oldtimer-Modell.

+ Ist das Fahrzeug saisonal angemeldet, verringert sich die Steuer weiter. Eine Zulassung von März bis Oktober kostet z.B. 127,82 Euro Steuern. Der Zeitraum lässt sich frei wählen.

+ Bei Abschluss einer Teilkasko-Versicherung sollten Halter darauf achten, dass diese eine Ruheversicherung umfasst. Mit einem Saison-Kennzeichen ist das Auto dann in der zulassungsfreien Zeit versichert.

Das sollten Oldtimer-Besitzer beachten:

Halter müssen sich an bestimmte Vorschriften halten, um das Classic Car über die Oldtimer-Police versichern zu können. Generell verlangen Assekuranzen, dass die Originalität des Fahrzeugs erhalten bleibt.

Wer sein rollendes Kulturgut umbauen will, darf lediglich Veränderungen vornehmen, die während der Bauzeit des Fahrzeugs möglich gewesen wären. Weiterhin sind bestimmte Zubehörteile wie Felgen oder Luftfilter nicht erlaubt. Ebenso sind moderne Lackierungen nicht gestattet. Um ganz sicher zu gehen, ist es ratsam, einen Experten zu beauftragen, der den Wagen auf Originalität hin überprüft. Diese Prüfung lässt sich bei ADAC, TÜV, GTÜ oder der Dekra durchführen.

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