CLASSIC

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Citroen 8CV, 10CV und 15CV "Rosalie"

Schwebende Rosalie

Moderne Technik hinter klassischer Front: Mit dem "schwebenden Motor" im Modell 8CV ist Citroen schon vor 86 Jahren experimentierfreudig.

mid/wal

In den 1930er Jahren wurden Autos schon recht modern, wie Citroen anlässlich des 100. Firmen-Geburtstags zeigt. Auf den Typ A 10 HP aus dem Jahr 1919 und den 5 HP von 1922 folgen in den 1930er Jahren der Citroen 8CV, der 10CV und der 15CV. Alle drei Modelle gingen unter dem Namen "Rosalie" in die Automobilgeschichte ein und erregten mit dem "schwebenden" Motor Aufsehen. Erstmals präsentiert wurde die "Rosalie" im Herbst 1932 auf dem Pariser Automobilsalon.

Ein Markenschild mit einem Schwan wies auf die neue, im Citroen-Werk am Quai de Javel produzierte Motorlagerung hin. Die Floating-Power-Vorrichtung brachte die Aufhängung des Motortriebwerkes an zwei Punkten der Längsachse mit sich - das Triebwerk konnte somit frei schwingen. Für die Verminderung der Vibration sorgten spezielle Gummipuffer.

Die "Rosalies" waren mit unterschiedlichen Aufbauten und Innenausstattungen lieferbar - als offener Zweisitzer, als Limousine oder auch als Lieferwagen mit Kasten- oder Pritschenaufbau. 1934 wurden die Modelle der "Rosalie"-Serie modernisiert - sie erhielten windschnittigere Karosserien sowie den Zusatz NH (nouvel habillage) zur Modellbezeichnung. Darüber hinaus feierten sie zahlreiche Erfolge im Motorsport.

Der elegante 8CV, der unter dem Namen "Petite Rosalie" in die Annalen einging, war das kleinste Fahrzeug der "Rosalie"-Serie. Ein Markenzeichen war die einteilige Karosserie, die noch steifer als die bisherigen Ganzstahlkarosserien war. Der Vierzylinder-Motor mit einem Hubraum von 1,5 Litern verfügte über 24 kW/32 PS - somit konnte eine Höchstgeschwindigkeit von 90 km/h erzielt werden. 26 kW/36 PS hatte der 1934 gebaute 8CV NH Légère. Die Kraftübertragung auf die Hinterräder erfolgte über ein Dreiganggetriebe.

Derweil war der Citroen 10CV mit einer Länge von 4,57 Metern 30 Zentimeter länger als die "Petite Rosalie". Ausgestattet mit einem Vierzylinder-Motor mit 1,8 Litern Hubraum und 26 kW/36 PS erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h.

Aber es ging noch mehr: In der 15CV-Ausführung verfügte die "Rosalie" über einen elastisch gelagerten Sechszylinder-Motor mit einem Hubraum von 2,7 Litern und 41 kW/56 PS. Der größere Motor hatte zur Folge, dass der Vorderwagen um 15 Zentimeter verlängert werden musste. Auch für den Citroen 15CV waren verschiedene Karosserien und Ausstattungen verfügbar. Darüber hinaus gab es eine Legere-Version, die eine Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h erreichte.

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Die Schnellladefläche

Helden auf Rädern: Chevrolet S-10 EV

Noch seltener als der Chevy EV-1 war sein praktischerer und weit patriotischer Ableger. Der S-10 EV war ein Frühversuch elektrischer Nutzfahrzeuge, bei denen den Machern ein entscheidender Fehler passierte.

Ein Zwerg auf der Suche nach Identität? Streng genommen hatte der Rascal sogar viele, dazu mehrere Familiennamen und je nach Marke unterschiedliche Produktionsstandorte mit wilden Zuordnungen.

Den Wahnsinn im Gepäck

Helden auf Rädern: Honda City

Japan und ihre Kleinwagen – eine Liebesbeziehung, die sensationelle Blüten trieb. Honda dachte zum Beispiel beim City schon früh über Probleme nach, die erst jetzt bei uns angekommen sind.

Die Opfer des Wunders

Helden auf Rädern: BMW Glas 3000 V8

Weil das Wirtschaftswunder schneller Wohlstand brachte, als es manche Firma recht war, griff Glas mit dem 3000 V8 gleich nach den Sternen. Dazu fehlte es dann aber doch an Strahlkraft.

Der optimale Weg zum Traum-Oldtimer

Einen Oldtimer in die Niederlande importieren

Oldtimer aus Übersee sind in Europa sehr beliebt! Das liegt oft daran, dass es viele gewünschte Modelle hierzulande nicht gibt oder diese einen eher schlechten Zustand aufweisen. Ein Import aus den USA ist daher für viele Autoliebhaber eine valide Alternative und den Aufwand auf jeden Fall wert.

Schon jetzt sind mehr als 100 Anmeldungen für die 28. Ausgabe der ARBÖ Classic (5. & 6. Juni) in der Admonter Gesäuse Region eingelangt - im September steigt dann die Austrian Rallye Legends.