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Ein Showcar zum 50er des Originals

Renault hat sich mit dem französischen Designer Pierre Gonalons zusammengetan, um den legendären Renault 5 anlässlich dessen 50. Geburtstags mit etwas ganz Speziellem hochleben zu lassen. Das Ergebnis dieser Zusammenarbeit ist der Renault 5 Diamant, ein elektrisches Showcar, das die Welten der Innenarchitektur und des Automobils miteinander verbinden soll.

Klassischen Autonarren ohne speziellen Hang zu Design wird Pierre Gonalons vermutlich nichts sagen, allerdings ist er in seinem Metier eine durchaus große Nummer, wird von den Experten der renommierten Architectural Digest als einer der 100 führenden Vertreter von Frankreichs Kunsthandwerk gehandelt. Und in der Tat steht der Renault 5 Diamant wie ein kleines Kunstwerk da. Das unverwechselbare Aussehen und die unverkennbare Form des ursprünglichen Fünfers aus 1972 wurde beibehalten, über die vertraute Silhouette hinaus hat sich aber viel verändert. Das erste moderne Detail befindet sich unter der Motorhaube: ein Elektromotor. Details hierzu verrät man nicht, aber ehrlicherweise geht es hier ja ohnehin deutlich mehr ums "Anschauen" denn ums Fahren. Bei genauerm Hinsehen gibt es nämlich mehr und mehr zu entdecken.

Die Linien des Originals, obgleich unverkennbar, sind gestrafft worden. Die üblichen Anbauteile wurden bewusst betont und in ihrer Form und Ausführung vergrößert, während die Scheinwerfer und Rückleuchten Diamant-Formen in sich tragen und die breiten, geschlossenen Räder, die von der Alpine-Version übernommen wurden, in der Mitte eine Sonne tragen; ein Symbol, das Pierre Gonalons sehr am Herzen liegt. Die Außenfarbe wiederum ist eine Kombination aus drei Lackschichten: goldene Pigmente auf rosafarbenem Grund, überzogen mit gefrostetem Lack, der eine Vielzahl von Effekten erzeugt, die von goldenen Strichen in der Sonne bis zu blauen Tönen in der Tiefe reichen.

Der Innenraum ist ausgesprochen geradlinig. Pierre Gonalons und das Renault Design-Team wollten das Auto vereinfachen und nur eine Handvoll sehr spezifischer Elemente behalten. Die Türgriffe, die Fensterheber und der Schalthebel sind in Form von Kugeln gestaltet, die einen Hauch von Pariser Flair versprühen: Messing, das mit hellem Gold vergoldet ist, rostfreie Materialien und strapazierfähige Werkstoffe. Das Lenkrad ist aus Marmor auf einer Carbon-Grundkonstruktion und durchaus "einzigartig" in seiner Form. Renault verspricht aber, dass es diese kein bisschen weniger "Fahrer-freundlich" machen soll. Wir sind skeptisch ...

Hinter besagtem Volant warten drei runde digitale Ziffernblätter, die eine Hommage an die Uhrmacherkunst darstellen und die wichtigsten Informationen liefern: Geschwindigkeit, Batterieladung und Uhrzeit. Die Navigation und das Infotainment können bequem über das Smartphone erfolgen, das in eine spezielle Halterung in der Mitte des Armaturenbretts passt. Auf- und zugesperrt wird der schicke Franzose wiederum mittels Fingerabdruck-Scanner.

Im Detail steckt in dem Auto vermeintlich nur das beste vom Besten, das Frankreich zu bieten hat. Vor allem auch in Sachen Know How. wir dürfen zitieren: Das Lenkrad und das Ablagefach bestehen aus französischem Marmor Grand Antique d'Aubert, der von Minéral Expertise recycelt und in Rohre gegossen wurde, um ihn leichter und formbarer zu machen; der Stoff, mit dem die Sitze bezogen sind, wurde von der Textilmanufaktur Métaphores hergestellt; der Rosshaarstoff, mit dem das Armaturenbrett bezogen ist, stammt von Le Crin, einem jahrhundertealten Betrieb, der dieses Material von Hand webt; Der Mohair-Wollteppich stammt von Pinton, einem der letzten Gobelinhandwerker Frankreichs mit Sitz in Aubusson. Die Vergoldung des Fahrzeugs, einschließlich des Monogramms auf der Motorhaube, stammt von Bertin-Aubert, einem Pariser Atelier, das für seine akkurate Verarbeitung bekannt ist.

Doch was macht Renault jetzt mit diesem extraordinären Konzeptauto? Nun, nicht in Serie bringen. Soviel ist sicher. Stattdessen wird das gute Stück offizielle Seiten auf TikTok und Pinterest bekommen und Renault sich damit dann ins NFT-Universum wagen. Renault und Pierre Gonalons wollen nämlich dazu passend eine große Kollektion von NFTs entwickeln, die vom Renault 5 Diamant inspiriert sind und im September vorgestellt werden. Danach soll der R5 Diamant zusammen mit seinen digitalen NFT-Anhängseln versteigert werden. Der Erlös aus dem Verkauf wird an Give Me 5 gespendet, das neue CSR-Projekt der Marke, mit dem junge Generationen durch Sport und Musik erreicht werden sollen.

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