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Zweites E-Auto nach 500 Elektro vorgestellt
Fiat

600e: Fiat legt einen Hunderter drauf

Die Namensgebung folgt erneut einem historischen Vorbild: In den 1950er-Jahren war der 600 ein beliebtes Familienauto. Das neue Elektroauto ist bereits zu bestellen – jetzt gibt es auch die Preise.

Mag. Severin Karl

4,17 Meter sind schön stadttauglich: Wie passend für einen Fiat! Noch dazu, wenn bereits der Urahn aus den Fünfziger-Jahren nicht durch Größe, sondern durch geschicktes Platzausnutzen glänzte. Mit dem 600e stellen die Italiener dem 500 Elektro einen Strom-Kumpanen zur Seite. Durch die kompakte Auslegung muss auch die Batterie nicht super-schwer werden, eine Kapazität von 54 kWh reicht vollkommen. 409 Kilometer Reichweite sind laut dem WLTP-Zyklus drin und Fiat erinnert gerne daran, dass im rein städtischen Umfeld mehr als 600 Kilometer drin sind.

Zwei Versionen, nette Details

B-Segment, fünf Türen, vollelektrisch also. Gestartet wird mit zwei Versionen, die Bezeichnungen sind bekannt. La Prima bedeutet beste Ausstattung, um möglichst nah dran am typischen Dolce-Vita-Feeling zu sein. So gibt es Sitzbezüge aus elfenbeinfarbenem Kunstleder samt Fiat-Monogrammen, kabelloses Laden für das Smartphone, ein schlüsselloses Schließsystem, in drei Stufen beheizbare Sitze und nicht zuletzt eine Massagefunktion für den Fahrersitz. LED-Scheinwerfer, Alufelgen mit maximal 18 Zoll und eine italienische Flagge am hinteren Stoßfänger sorgen für den besonders feschen Auftritt.

Auch (RED) kennen wir als Modellbezeichnung. Die starke Farbe in der Klammer deutet auf die Wohltätigkeitsorganisation von Bono (U2) und Bobby Shriver (ein US-Aktivist) hin, die ursprünglich zum Kampf gegen AIDS ins Leben gerufen wurde. Außen rot, innen rot, so einfach lässt sich der 600e (RED) zusammenfassen. Dazu kommen Sitzbezüge aus Recycling-Material.

Noch mehr Ausstattungen

Kommen wir noch einmal zum La-Prima-Modell, das hat es nämlich ordentlich in sich, ermöglicht sogar teilautomatisiertes Fahren. Wer könnte den Reigen an Features besser zusammenfassen, als Fiat selbst: "Die Adaptive Geschwindigkeitsregelanlage (ACC) hält die gewählte Geschwindigkeit unter Berücksichtigung des umgebenden Verkehrs. Der Geschwindigkeitsassistent erkennt Geschwindigkeitsbegrenzungen und empfiehlt deren Einhaltung, während der Totwinkel-Assistent beim Spurwechsel vor anderen Fahrzeugen warnt, die nicht in den Außenspiegeln zu sehen sein könnten. Die Autonome Notbremsfunktion erkennt auch Radfahrer und Fußgänger im Bereich vor dem Fahrzeug und löst bei Gefahr automatisch einen Bremsvorgang aus. Der Aufmerksamkeitsassistent analysiert die Konzentration des Fahrers und empfiehlt falls nötig eine Pause. Darüber hinaus machen 360-Grad-Parksensoren und die Rückfahrkamera mit dynamischen Führungslinien Parkmanöver und Fahren mit begrenztem Platz rings um das Fahrzeug noch sicherer.

Zur Serienausstattung des neuen Fiat 600e La Prima zählen außerdem die elektrische Parkbremse, die Start-Stopp-Automatik, die elektrische Heckklappe „Hands-Free-Access“, elektrische Fensterheber, Klimaanlage sowie Licht- und Regensensoren.

Das Infotainmentsystem des neuen Fiat 600e La Prima kombiniert ein Radio mit sechs Lautsprechern mit einem Navigationssystem, das auf Sprachbefehle reagiert. Der Monitor des Infotainmentsystems weist eine Bildschirmdiagonale von 10,25 Zoll auf (26 Zentimeter), das zentrale Kombiinstrument ist 7,0 Zoll groß (17,8 Zentimeter). Die Einbindung von entsprechend ausgestatteten Smartphones ist mittels Android Auto und Apple CarPlay besonders komfortabel."

Antreiben und aufladen

Dass etwa 400 Kilometer Reichweite für die Kundschaft dieses Modells ausreichen, haben wir schon erwähnt. Ein ähnlicher Fall dürfte die Leistung sein: Fiat macht beim PS-Reigen, wo kompakte Elektroautos schon über 200 Pferdchen freilassen, nicht mit. 156 PS sind es, die den 600e – immer mit Frontantrieb – durch die City schupfen. Glatte 9 Sekunden auf 100 km/h sind damit drin. Wer das ausnutzen will, schaltet einfach auf Sport, für gemächlichere Naturen tun es die Fahrmodi Eco und Normal auch.

Soll die 54-kWh-Batterie aufgeladen werden, kann das Auto an der 11-kW-Box eingestöpselt (ein Mode-3-Kabel ist Serie) oder an den DC-Lader gehängt werden, wo 100 kW Ladeleistung möglich sind. Eine halbe Stunde reicht so für eine 80-Prozent-Ladung.

Vom Auf- zum Einladen: 360 Liter fasst der Kofferraum. Nicht viel, aber wer vom Fiat 500 Elektro umsteigt, ist fleißiges Schichten des Gepäcks bereits gewohnt.

Zu den Preisen:
Der 600e (RED) startet in Österreich bei 36.000 Euro, beim 600e La Prima steigt man ab 41.000 Euro ein.

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