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Auf Urlaub mit dem Elektroauto? Mit diesen 9 Tipps klappt‘s!
Shutterstock, Vecteezy.com

9 beste Tipps für den Familienurlaub mit dem Elektroauto

Mit Kindern, Hund, Gepäck und einem Elektroauto auf Urlaub zu fahren, hat sich längst etabliert. Damit Ihre Fahrt in die Ferien jedoch möglichst reibungslos und ohne Überraschungen verläuft, haben wir die 9 wichtigsten Tipps für Sie zusammengefasst.

Petra Mühr

Sind Sie immer noch skeptisch, was lange Fahrten oder gar eine Ferienreise mit dem Elektroauto betrifft? Dann wollen wir Ihnen die Sorgen gerne nehmen. Dank immer leistungsstärkerer (und somit weiter reichenden) Batterien, schneller ladender Fahrzeuge und dem konsequenten Ausbau von Schnellladestationen können Sie mit Ihren Liebsten mit dem Familien-­Elektroauto mittlerweile problemlos durch Österreich und den Großteil von Europa reisen (Tipp: Nordeuropa ist bezüglich Lade­infrastruktur nach wie vor besser ausgebaut als Südeuropa).

Allerdings ist es sinnvoll und ratsam, den Urlaub bzw. die Urlaubsfahrt etwas präziser zu planen. Grundsätzlich gilt: Weg mit dem Fuß vom Strompedal und ab in den Eco-Modus. So sparen Sie Strom und Nerven.

#1 Machen Sie den Weg zum Ziel

Das Urlaubsziel ist eine längere Autofahrt entfernt? Dann planen Sie Ihre Anreise doch so, dass sie bereits Teil des Urlaubs ist.
Kombinieren Sie also das Laden mit einem schönen Ausflug in einen Tierpark oder Baden am See oder in einer Therme (je nach Wetter und Jahreszeit). Oder übernachten Sie überhaupt gleich. So sind nach dem Stopp nicht nur die Autobatterien geladen, sondern auch jene der gesamten Familie.
Und womöglich sparen Sie sogar Geld, da Sie nicht an der Schnellladestation laden müssen, sondern irgendwo günstig oder gratis Strom tanken können.


#2 Planen Sie präziser

Mit Kindern müssen längere Reisen ohnehin geplant werden. Pipi-Pausen, Bewegungsmöglichkeiten sowie Essenszeiten wollen bedacht sein. Beim Elektroauto gehört neben der Reisestrecke auch das Wissen über Ladestationen entlang der Route und am Urlaubsziel.

Je nach E-Auto stehen dafür Laderoutenplaner, Websites, Apps und Online-Dienste zur Verfügung. Checken Sie dabei:
• Wo sind die Ladestationen genau?
• Wie viele Ladesäulen sind vorhanden?
• Wie schnell können Sie laden?

Extra-Tipp: Wenn Sie kleinere Ladestationen einplanen, informieren Sie sich auch über Alternativen für den Fall, dass diese Ladesäule defekt ist oder Autos bereits Schlange stehen ist.
Größere Ladeparks und Stationen mit mehreren Säulen sind daher empfehlenswert.


#3 Packen Sie e-gerecht

Sie denken beim Einpacken sicher daran, dass Sie schwere Gepäckstücke unten und immer an einen festen Bauteil im Auto angestellt einräumen. Berücksichtigen Sie aber auch, dass das Ladekabel stets griffbereit ist, falls Sie zu einer Ladestation ohne fixes Kabel kommen. Wenn Sie dann alles wieder ausräumen müssen, um ans Ladekabel im Kofferraumboden zu gelangen … eher ungünstig.
Verstauen Sie das Ladekabel also sicher in Griffnähe, sofern es nicht im entsprechenden Frunk transportiert wird.


#4 Machen Sie sich’s leicht

Apropos Gepäck: Vergessen Sie beim Packen nicht, dass Sie die Reichweite erhöhen, wenn Ihr E-Auto leichter ist. Packen Sie daher wirklich nur das Notwendigste – und fahren Sie somit weiter und sparen Energie. (Gilt übrigens auch für Verbrenner: Jedes Kilogramm mehr Ladegut kostet mehr Sprit!)


#5 Spielen Sie alle Karten aus

Stellen Sie sich vor, Sie fahren eine Ladestation an, diese ist frei, aber Sie können nicht laden … weil Ihre Ladekarte dort nicht gilt! Führen Sie also möglichst zwei Ladekarten mit (idealerweise eine Karte für günstigen Stromtarif und eine Universalkarte von großen Betreibern). Vergewissern Sie sich außerdem, dass Ihre Ladekarten an den von Ihnen ausgewählten Ladestationen akzeptiert werden. Haben Sie auf jeden Fall auch Ihre Kreditkarte mit dabei (auch damit kann man immer öfter bezahlen) und laden Sie alle notwendigen Apps herunter.>>


#6 Gehen Sie aufs Ganze

Starten Sie mit einem 100 Prozent vollgeladenen Akku. Im Alltag laden Sie voraussichtlich nur bis etwa 80 Prozent, um den Akku zu schonen. Vor der Fahrt in die Ferien darf es gern ein bisserl mehr sein.
Extra-Tipp: Timen Sie das Laden so, dass Ihr Auto pünktlich zur Startzeit voll ist. So wird die Batterie nicht zu sehr strapaziert und Sie sind für die erste längere Etappe gerüstet.


#7 Wappnen Sie sich

Rüsten Sie sich für alle Lade-Eventualitäten und führen Sie unterschiedliche Ladestecker und ein Notladekabel mit. Vor allem dann, wenn an Ihrem Urlaubsziel keine Ladestation vorhanden ist.

#8 Rasten statt Boxen-Stopps

Boxenstopps wie in der Formel 1 sind mit Kindern ohnehin keine gute Idee. Mit dem E-Auto sollten Sie den Zeitrahmen für Ladestopps jedoch noch großzügiger gestalten. Vor allem dann, wenn Sie auf der Route eine Fähre erreichen oder irgendwo zu einer bestimmten Uhrzeit sein müssen. Denn eine Ladesäule kann besetzt oder defekt sein.
Tipp: Laden Sie die Batterie unterwegs am Schnelllader nicht über 80 Prozent. Die Ladegeschwindigkeit bricht dann meistens stark ein. Planen Sie lieber einen zusätzlichen Ladestopp ein, unterm Strich ist das schneller.


#9 Seien Sie Nachtschwärmer

Vor allem jene, die eine möglichst kurze Fahrtzeit anstreben, sollten auf die Tageszeit achten und eventuell eh in der Nacht fahren. Das hat zwei Vorteile:
• Sie sparen Zeit: Untertags sind Ladestationen entlang der Hauptreiserouten meist stark frequentiert. In der Nacht haben Sie oft leere Straßen und Ladestationen.
• Sie sparen Geld: Manche Anbieter senken in der Nacht die Preise für den Strom.

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