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Formel 1: Interview

Reglement wird Mercedes nicht stoppen

Jenson Button erwartet Mercedes auch in der Saison 2017 ganz vorne; Vergleiche mit Brawns dominanten WM-Jahr seien nicht zulässig.

Viele Formel-1-Teams stellen ihre Entwicklungen an den aktuellen Fahrzeugen schön langsam ein, um sich voll auf das Design und den Bau der Boliden für die Saison 2017 zu konzentrieren. Im kommenden Jahr treten veränderte Regeln in Kraft, welche die Fahrzeuge dank breiterer Reifen und mehr Abtrieb schneller machen sollen. Die Verfolgerteams wittern eine große Chance: Wird durch diesen Regelumbruch das bislang so dominante Mercedes-Team angreifbar?

Der erfahrene Jenson Button glaubt nicht daran: "Auch wenn sich die Regeln zur Saison 2017 ändern, wird es schwierig. Man sagt zwar immer, dass jene Teams, die vor einer Regeländerung Seriensieger waren, anschließend nicht mehr gewinnen konnten, aber dieses Mal wird es erstmals anders sein. Ich bin ganz sicher, dass sie auch unter den neuen Regeln sehr konkurrenzfähig sein werden."

"Mercedes leistet tolle Arbeit. Sie haben die richtigen Leute beisammen, sind bestens finanziert und haben auch starke Fahrer", nennt Button die Vorzüge des britisch-deutschen Werksteams. Die Chassisfabrik nahe Silverstone ist jener Ort, an dem Ende 2008 der noch unter Honda-Ägide entwickelte Brawn BGP 001 entstanden war, also jenes Auto, mit dem Button in der Formel-1-Saison 2009 in ähnlich dominanter Manier Weltmeister wurde.

"Ich weiß, dass die Leute gerne Vergleiche ziehen, aber diese kann man einfach nicht anstellen", sagt er. "Mercedes ist super finanziert, sie gewinnen jedes Rennen – wir damals nicht. Wir haben zum Jahresstart 2009 einige Rennen gewonnen, aber nie mit riesigem Vorsprung. Ab dem sechsten Saisonlauf hatten wir nicht mehr das schnellste Auto im Feld. Mercedes aber hat schon seit drei Jahren das beste Fahrzeug – sogar mit großem Abstand."

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