Formel 1

Inhalt

Formel 1: News

Formel-1-Eigentümer werden reduziert

Liberty Media will die Königsklasse nicht nur sportlich, sondern auch finanziell sanieren, weshalb Anteile auf den Markt kommen - Ecclestones Macht schwindet.

Es kommt Licht ins Dunkle der bislang weitgehend unbekannten Teilhaberstruktur der Formula One Group unter ihrem neuen Mehrheitseigners Liberty Media. Wie der Journalist Joe Saward in seinem privaten Blog berichtet, sei das US-amerikanische Medienunternehmen dabei, an der New Yorker NASDAQ-Börse Firmenanteile im Wert von 400 Millionen US-Dollar (umgerechnet rund 358 Millionen Euro) zu verkaufen, um Altschulden zu tilgen und einen hoch verzinsten Kredit abzulösen.

Auch die übrigen Mitbesitzer beteiligen sich und veräußern insgesamt knapp das Doppelte, sollen jedoch nicht an der finanziellen Sanierung der Rennserie partizipieren. Möglicherweise wird das Transaktionsvolumen weiter erhöht, was bedeutet, dass mindestens 20 Prozent der Formel 1 zum Verkauf stehen - über ein kompliziertes wirtschaftliches und internationales Geflecht, in das mehrere Firmen, darunter auch Delta Topco und die SLEC Holding, involviert sind.

Die Formula One Group steuert nach der rund vier Milliarden Euro schweren Liberty-Übernahme darauf zu, nur noch zu acht Prozent von dem früheren Mehrheitseigner CVC Capital Partners (vormals 14,4 Prozent) besessen zu werden, während die Investmentfirmen Waddell Reed und LBI ihren Besitz auf 4,31 respektive 2,6 Prozent (vormals 7,7 beziehungsweise 4,8 Prozent) senken. Ähnlich verfährt die Norges Bank - die norwegische Zentralbank - mit dann 2,1 Prozent.

Der degradierte Formel-1-Boss Bernie Ecclestone bleibt über seinen Bambino-Trust mit 1,7 Prozent (vormals 3,1 Prozent) im Boot und besitzt als Privatmann einen Anteil von unter einem Prozent. Weiterhin ist bekannt, dass der Automobil-Weltverband FIA und seit kurzer Zeit auch Ferrari geringen Besitz an der Formula One Group halten.

Drucken
Neue Arbeitsgruppe für Technikregeln Neue Arbeitsgruppe für Technikregeln Ecclestone kontert Carey Ecclestone kontert Carey

Ähnliche Themen:

05.08.2017
Formel 1: News

Ein Geschäftsmann hat Pläne für einen zweiten US-GP in Kalifornien gezeigt: Für den "Großen Preis von Silicon Valley" gibt es prominente Unterstützung.

30.01.2017
Formel 1: News

Nach seinem Formel-1-Aus hätte Bernie Ecclestone bald den nächsten Prozess am Hals gehabt, doch man einigte sich außergerichtlich.

14.05.2015
Formel 1: Analyse

Manche sind gleicher: Welches Team wie viel erhält, was die Gründe dafür sind, und warum dies die Formel 1 an den Abgrund geführt hat.

Formel 1: News

Neue Zeitrechnung Jubiläum: 20 Jahre Porsche 911 GT3

1999 wurde auf dem Genfer Salon der erste Porsche 911 GT3 enthüllt. Ein kompromissloses Leichtgewicht-Sportmodell mit Saugmotor ist er bis heute.

Voll auf Draht Harley-Davidson LiveWire - erster Test

Nach fünf Jahren als Konzeptfahrzeug rollt die Harley-Davidson LiveWire endlich als Serienversion an, erhältlich noch im Jahr 2019. Erster Test.

Offen für Gatsch IAA 2019: Volkswagen T-Roc Cabrio

Offenes Fahren wird bei Volkswagen rustikal. Aus Osnabrück kommt künftig das erste Crossover-Cabriolet in der Kompaktklasse - als VW T-Roc Cabrio.

Rallye-WM: News Ott Tänak vor Verlängerung bei Toyota

Die Verhandlungen zwischen Tänak und Toyota über eine weitere Zusammenarbeit in der Rallye-WM dürften auf die Zielgerade einbiegen.