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Private Motorenhersteller ohne Chance

Immer wieder wird über den Einstieg eines unabhängigen Motorenherstellers philosophiert, doch laut Renaults Cyril Abiteboul wäre dieser chancenlos.

Im Zuge des neuen Motorenreglements ab 2021 gibt es immer wieder Gerüchte um den Einstieg von privaten Herstellern. 2015 war man sogar so weit, eine Ausschreibung für einen Alternativmotor durchzuführen, bei dem sich private Hersteller wie Ilmor oder AER beworben hatten, bevor die Pläne gekippt wurden.

Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko hatte zuletzt ein Reglement gefordert, mit dem "ein unabhängiger Hersteller wie Cosworth oder Illien kommerziell erfolgreich einen Motor bauen" könne, doch bei Renault ist man sicher, dass Privatschmieden in der heutigen Formel 1 überhaupt keine Chance mehr hätten.

"Große Hoffnungen werden in unabhängige Motorenhersteller gesetzt, aber um ehrlich zu sein, muss man in der Geschichte schon ziemlich weit zurückgehen, um einen echten unabhängigen Hersteller zu finden", meint Teamchef Cyril Abiteboul gegenüber formula1.com, dass private Hersteller in der heutigen Formel 1 nicht mehr zeitgemäß sind.

Zwar gilt der britische Hersteller Cosworth, die bis 2013 noch in der Königsklasse vertreten waren, als letzte Privatschmiede, "allerdings wurde Cosworth von Ford unterstützt", lässt der Franzose das nicht gelten. Somit war zuletzt Mecachrome (auch als Playlife und Supertec) von 1998 bis 2000 der letzte Privatier - zwar wurden Motoren von Renault benutzt, dennoch erfolgten eine eigene Fertigung und Weiterentwicklung.

Damals waren die Motoren jedoch noch nicht so komplex, wie es die aktuellen Hybridantriebe sind. Will ein unabhängiger Hersteller erfolgreich sein, müsste die Technologie viel simpler werden, meint Abiteboul. "Und das wäre für die Formel 1 als Spitze des Motorsports nicht angebracht", so der Franzose. "Wir benötigen eine anspruchsvolle Technologie, da das ein Teil der DNS des Sports ist."

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