MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter
Formel 1: Analyse

Ron Dennis: 13 McLaren als Auszahlung?

Ex-McLaren-Direktor Ron Dennis hat seine Anteile abgegeben. Dafür könnte er unter anderem mit legendären Boliden ausbezahlt werden.

Der ehemalige Geschäftsführer Ron Dennis hat seine Anteile an der McLaren-Gruppe verkauft. Wird er dafür unter anderem mit legendären Formel-1-Boliden aus seiner Zeit als Teamchef belohnt? Das mag seltsam erscheinen, wäre aber keineswegs unmöglich, denn laut eines offiziellen Dokuments wurden als Sicherheit für eine ausstehende Zahlung von 37,5 Millionen Pfund (umgerechnet 41,4 Millionen Euro) tatsächlich 13 Rennwagen festgelegt.

Darunter befinden sich geschichtsträchtige Boliden der Ära Ron Dennis, angefangen bei John Barnards erstem Kohlefaserchassis der Formel-1-WM, dem MP4-1. Weiters im Programm: die Weltmeisterautos von Niki Lauda (1984), Alain Prost (1989), Ayrton Senna (1990 und 1991), Mika Häkkinen (1998 und 1999) und Lewis Hamilton (2008) sowie Sennas letztes Siegerauto (Grand Prix von Australien 1993) und jenes Testauto mit Lamborghini-Motor, das nie zu einem Renneinsatz gekommen ist.

Dennoch deutet alles darauf hin, dass McLaren bereits in der Lage war, das geschuldete Geld aufzubringen. "Die Sache ist erledigt", meinte Dennis´ Nachfolger Zak Brown auf Rückfrage. Die besagten 37,5 Millionen Pfund sind nur ein Teil der Summe, die Dennis nach dem Ausscheiden bei McLaren zustand; insgesamt waren es 275 Millionen Pfund (umgerechnet 304 Millionen Euro), die er für seine 25 Prozent an der McLaren-Gruppe insgesamt erhalten hat. Diese Auszahlung soll mit Fremdkapital finanziert worden sein.

Nun soll das Geschäftsmodell von McLaren, das aus McLaren Automotive und der McLaren Technology Group (zu der auch das strauchelnde Formel-1-Team zählt) besteht, vereinfacht werden. "Die Anteile aus den unterschiedlichen Gruppen wurden zusammengeführt", erklärte Brown. "Es gibt nun eine Gruppe von Anteilseignern, die zusammengeführt wurde. Die Anteilseigner der McLaren Technology Group wandern jetzt auch in die Automotive-Gruppe."

Die neue Struktur hält der McLaren-Boss für den richtigen Weg. "Es ist sehr gut für das Geschäft, wenn die Gruppen zusammengeführt werden. Das macht uns nur stärker, gibt uns mehrere Bereiche, in die wir investieren können, in denen wir enger zusammenarbeiten können. Durch diese Zusammenführung entsteht etwas Gutes. Wir können es uns dadurch auch leisten, entscheidenden Investitionen in unser Team zu tätigen."

Auch Jonathan Neale, Geschäftsführer der McLaren Technology Group, freut sich, dass die Dinge nun vereinfacht werden; eine grundlegende Umstrukturierung hält das McLaren-Urgestein aber nicht für notwendig. "Es geht nur darum, wieder klarzustellen, wofür die Marke steht und wofür sie nicht steht – und wir haben eine aufregende Strategie, die sowohl den Sportwagenbereich als auch die Gebrauchstechnologie umfasst. Außerdem haben wir viel Arbeit vor uns, um in der Formel 1 wieder konkurrenzfähig zu werden."

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: Analyse

Weitere Artikel:

GP von Singapur: Qualifying

Verstappen mit erster "echter" Singapur-Pole

Max Verstappen holte sich zum ersten Mal eine Poleposition für den Singapur-Grand-Prix vor den beiden Ferraris von Charles Leclerc und Lewis Hamilton

Offiziell: F1 in Ruanda

Ruanda-Deal - ohne konkreten Zeitpunkt

Die Rückkehr der Formel 1 nach Afrika ist offiziell beschlossen - Die Königsklasse wird in den kommenden Jahren in Ruanda fahren, sobald es dort eine Strecke gibt

GP von Aserbaidschan: Qualifying

Nach Antonelli-Crash: Russell holt Baku-Pole

Während Max Verstappen und Kimi Antonelli auslassen, nutzt George Russell im Qualifying zum Grand Prix von Aserbaidschan 2026 die Gunst der Stunde

GP von Singapur: Bericht

Verstappen siegt erstmals in Singapur!

Max Verstappen hat zum ersten Mal den Großen Preis von Singapur gewonnen - Charles Leclerc und Kimi Antonelli auf dem Podium

GP von Bahrain in Sepang: Qualifying

Verstappen vor Hamilton - Mercedes chancenlos

Red Bull ist beim Grand Prix von Bahrain wieder voll da: Max Verstappen auf Pole, Isack Hadjar auf Platz 3 - und dazwischen Lewis Hamilton in der ersten Startreihe