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Formel 1: News

2017: 47 Mio. US$ weniger für die Teams

An die zehn Teams der Formel-1-WM 2017 wurden 47 Millionen US-Dollar weniger ausgeschüttet als zuvor – Grund seien höhere Ausgaben.

Die Formel-1-WM hat 2017 den zehn Teams insgesamt 47 Millionen US-Dollar (rund 38 Millionen Euro) weniger eingebracht als im Jahr davor. Das hat Liberty Media, der Mehrheitseigentümer der Rennserie, dieser Woche bestätigt. Demnach sind die Zahlungen an die Rennställe um rund fünf Prozent auf 919 Millionen US-Dollar gesunken; im Jahr zuvor waren noch 966 Millionen US-Dollar an die Teams geflossen. Es ist dies das erste Mal überhaupt, dass dieser Einkommensanteil der Teams gesunken ist.

Gleichzeitig gab Liberty Media bekannt, dass auch die Einnahmen der Formel-1-WM selbst um 12 Millionen US-Dollar gesunken sind, von 1,796 auf 1,784 Milliarden US-Dollar. Diese Einbußen lassen sich leicht erklären: Zum einen gab es in der Vorsaison 20 statt zuvor 21 Rennen, zum anderen hatte Bernie Ecclestone vor seiner unfreiwilligen "Pensionierung" mit den Veranstaltern des Grand Prix von Brasilien noch geringere Gebühren vereinbart; außerdem hat die Meisterschaft zwei große Sponsoren verloren.

Gleichzeitig sind die Kosten seit der Liberty-Übernahme gestiegen. Dafür waren vor allem der Umzug in ein neues Hauptquartier in London, steigende Mitarbeiterzahlen und Aktivitäten wie ein Showevent in London verantwortlich. Die Kosten der Formel-1-WM seien vor allem durch Ausgaben für die Interaktion mit den Fans, die Umstellung der TV-Technik auf Ultra-HD und höhere Transportkosten gestiegen. "All das hat die geringeren Zahlungen an die Teams mehr als ausgeglichen", hieß es in einer Aussendung der US-Amerikaner.

Laut Geschäftsführer Chase Carey wird es auch noch 2018 zu höheren Ausgaben im Vergleich zur Ecclestone-Ära kommen: "Wir sind gerade erst mit 120 Mitarbeitern nach London gezogen und erwarten, dass wir Mitte bis Ende 2018 rund 150 Mitarbeiter haben werden. Wir erwarten, dass der Kostenanstieg gegenüber 2016 rund 50 Millionen Dollar pro Jahr betragen wird – ohne Marketing- und Entwicklungsausgaben, die vornehmlich an neue Initiativen gebunden sind."

Trotzdem sei das Ziel, 2018 die Bilanz zu verbessern und den langfristigen Cashflow zu maximieren, selbst wenn es kurzfristig zu Einbußen kommen könne. Allerdings habe man bereits ein paar Schulden abbauen und bessere Strukturen einführen können. Carey ist überzeugt, dass dies der richtige Weg ist: "Potenzielle Sponsoren, Veranstalter und Medien sind begeistert, mit der Formel-1-WM zu arbeiten. Bei vielen wird es Zeit brauchen, sich richtig zu entwickeln, aber unsere Priorität liegt weiter darauf, einen langfristigen Wert zu generieren, nicht den kurzfristigen Dollar."

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