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Formel-1-Test: Barcelona I

Alonso setzt Solo-Bestzeit im Schnee

Kurioser dritter Tag beim Testauftakt 2018: Bei Kälte und Schnee drehte nur Fernando Alonso mehrere Runden; Barcelona vor dem Aus?

Nachdem schon der Beginn des dritten Testtages in Barcelona wegen Schneefalls um drei Stunden verschoben werden musste, auch weil der Rettungshubschrauber im Notfall nicht hätte starten können, blieb der Mittwoch auch insgesamt eine sinnfreie Angelegenheit für die zehn Teams: Bis zum Ende der Sitzung um Punkt 18 Uhr wurden lediglich 17 Runden gedreht.

Rund 50 auf der Haupttribüne ausharrende Fans bekamen zumindest in der letzten halben Stunde doch noch ein wenig Action geboten. Lokalmatador Fernando Alonso sicherte sich die Bestzeit, weil er als einziger Pilot eine fliegende Runde absolvierte; 2:18,545 standen am Ende für ihn zu Buche.

Einer der ersten Topfahrer, der sich gegen Mittag auf die eisig kalte Strecke wagte, war Daniel Ricciardo, doch wie schon beim Roll-out des RB14 im ebenfalls kühlen Silverstone rutschte er auch diesmal ins Kiesbett, allerdings ohne einzuschlagen. Das Auto blieb unbeschädigt, der Tag war damit aber schon wieder beendet.

Dies geschah freiwillig, denn bei Temperaturen, die phasenweise im Minusbereich lagen, war es praktisch unmöglich, Informationen oder relevante Daten für die neue Saison zu sammeln. Auch als der morgendliche Schneefall in Regen umschlug, kam der Fahrbetrieb auf dem Circuit de Catalunya nicht in die Gänge.

Die Teams hatten sich schon am Dienstag über das kalte Wetter beklagt und darüber verhandelt, die Vorsaisontestfahrten von acht auf neun Tage zu verlängern. Das scheiterte jedoch am Veto zweier Rennställe – unbestätigten Informationen zufolge handelt es sich dabei um Ferrari und Williams, die für Freitag und Samstag den Kurs exklusiv für Filmaufnahmen gemietet haben.

McLaren-Rennleiter Éric Boullier war sauer, dass so wertvolle Streckenzeit ersatzlos verloren geht, und warf den beiden Teams egoistisches Denken vor. So sei der Test rausgeschmissenes Geld. Er polterte: "Wir brauchen eine einvernehmliche Entscheidung. Es müssten alle Teams zustimmen, um die Termine zu ändern, aber zwei Teams wollen das nicht."

Im Fahrerlager wurde darüber diskutiert, ob man nicht z.B. besser in Bahrain hätte testen sollen. Mercedes etwa postete ein Foto des schneebedeckten Fahrerlagers auf twitter und schrieb dazu: "Man sagt, in Bahrain sei das Wetter zu dieser Jahreszeit gut." Kleinere Teams wie Haas hingegen sprechen sich aus Kostengründen klar gegen Testfahrten in Übersee aus.

Für den Abschluss der Testfahrten am Donnerstag sagt der Wetterbericht zwar ebenfalls Niederschläge voraus, doch immerhin soll es etwas wärmer werden; die Prognose für den Tageshöchstwert liegt bei 14 Grad. Die zweite Testwoche Anfang März könnte dann sogar bei frühlingshaften Bedingungen stattfinden.

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