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344 km/h mit Elektro-Bike von Lightning

Lightning Speed

Die Lightning LS-218 ist das schnellste E-Motorrad der Welt. 344 km/h raste das US-Bike auf der Rekordpiste der Salzseen in Bonneville/Utah.

mid/ld

Längst sind auch im Bereich der Superbikes elektrische Antriebe angekommen. Der amerikanische Hersteller Lightning bezeichnet seine LS-218 als das schnellste E-Motorrad der Welt. 215 Meilen pro Stunde, etwa 344 km/h, raste das Bike auf der bewährten Rekordpiste der Salzseen in Bonneville/Utah.

Der E-Motor des 225 Kilo schweren Zweirads bringt es auf über 200 PS und 228 Nm maximales Drehmoment. Die Serienversion kann ab sofort bestellt werden und soll nach dem Start in den USA auch auf den europäischen Markt kommen. Der Preis für die Elektro-Rennmaschine beträgt ab 38.888 Dollar (28.400 Euro). Bei einer Vorbestellung muss der Käufer 10.000 Dollar (7.300 Euro) anzahlen.

Je nach Batteriegröße - erhältlich sind Versionen mit 12 kWh, 15 kWh oder 20 kWh - soll die Lighting LS-218 bei optimalen Außenbedingungen auf eine Reichweite zwischen 160 Kilometer und 260 Kilometer kommen. An einer Schnelllade-Station soll der Energiespeicher binnen 30 Minuten wieder voll sein.

Seit 2006 baut Lighting elektrisch angetriebene Zweiräder, aber auch elektrisch angetriebene Busse, Hybrid-Pkw, elektrisch angetriebene ATVs und einiges mehr. Wettbewerber Brammo aus Talent in Oregon kann zwar nicht auf einen Sieg beim berühmten Pikes-Peak-Bergrennen oder den Höchstgeschwindigkeitsrekord verweisen. Dafür hat die Firma aber bereits eine europäischen Vertriebsorganisation. Auch der seit 2004 aktive amerikanische Anbieter Zero hat bei der Vermarktung einen klaren Vorsprung vor Lightning.

Unklar bleibt, warum ausgerechnet amerikanische Hersteller sich mit elektrischen Motorräder im allgemeinen und Superbikes im Speziellen an die Spitze setzen. Zwar schickt BMW seit kurzem einen elektrisch angetriebenen Motorroller auf die Straße, und auch KTM hat Zweiräder mit E-Motor statt Verbrenner. Sportliche Straßenmotorräder mit Elektroantrieb bieten diese Hersteller jedoch nicht an. Auch die lange Jahre dominierenden Japaner haben sich auf zwei Rädern nicht elektrisieren lassen.

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