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Hersteller an Kirch-Anteilen interessiert

Sollte der deutsche Kirch-Konzern seine Formel 1-Anteile tatsächlich abgeben müssen, stehen die Automobilhersteller bereits ante portas...

Eva Braunrath

Tauziehen um Vermarktungsrechte

Der von Finanzproblemen geplagte deutsche Medienmogul Leo Kirch, seines Zeichens 75%-Eigentümer der SLEC, könnte in die Bredouille geraten, seine Anteile an den Formel 1-Vermarktungsrechten verkaufen zu müssen. Die Vereinigung der Automobilhersteller hat bereits ihr Interesse an jenen Rechten bekundet, allerdings nur, wenn der Preis auch stimmt.

Sollte die Kirch-Gruppe den Betrag herabsetzen, dann seien die Hersteller laut Mercedes-Benz-Direktor Jurgen Hubbert bereit, in Verhandlungen einzutreten. "Als erstes muss die Verkaufssumme auf einen realistischen Betrag geändert werden", so Hubbert. "Erst dann können wir über Weiteres sprechen. Ich habe da schon eine Vorstellung über die Höhe, aber diese werde ich bestimmt nicht vorweg kundtun."

Als weiterer Interessent wird Rupert Murdoch´s BskyB-Konzern gehandelt. Es ist allerdings nicht sicher, ob der Mediengigant seine Beteiligungen an Kirch überhaupt noch erweitern will.

Leo Kirch jedenfalls sind seine Formel 1-Anteile nahezu heilig. Ein Verkauf sei für ihn nur der allerletzte Ausweg: "Der Kauf der Formel 1-Anteile war einer der Höhepunkte in meiner bisherigen Karriere", so der Deutsche. "Es wäre ziemlich bitter, mich wieder davon zu trennen."

(c) Formel1.at/haymarket

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