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T-Mobile Rallye-ÖM: Castrol-Rallye

Die vertrackte Zeitkontrolle

Ein Missgeschick an einer Zeitkontrolle kostete Andreas Bayer und seinen Co-Piloten Maros Certan einen Teil des Lohns für ihre Mühe.

Dabei hatte es mehr als positiv begonnen: Ein lokaler Skoda-Händler war für die Rallye im Raum St. Veit a. d. Glan als Sponsor eingesprungen und zwei starke Konkurrenten hatten aus unterschiedlichen Gründen von einer Teilnahme Abstand genommen.

Die Favoriten Max Lampelmaier und Leo Theuretsbacher waren in der Kärntner Hitzeschlacht (Temperaturen durchgehend über 30 Grad ohne jegliche Wolken) wie erwartet außer Reichweite.

Aber im Kampf um Platz 3 hatte die Skoda-Crew einen sehr spannenden Kampf mit dem Tiroler Pseudonym-Piloten „Sepp Gruber“ (Ford Escort RS 2000) zu bestehen, wobei es zwischen den beiden zu mehreren Positions-Wechseln kam.

Drei Sonderprüfungen vor Schluss betrug Bayers Rückstand gerade einmal 3 sec., in einer großen Schlussoffensive nahm er seinem Tiroler Gegner jedoch noch 12 sec. ab, um vermeintlich mit 9 sec. vorne zu liegen.

Vermeintlich deshalb, weil das genaue Studium der Ergebnisse nach dem Zieleinlauf auf dem Hauptplatz von St. Veit a. d. Glan plötzlich eine Strafminute zu Ungunsten des Teams auswies.

Hektische Betriebsamkeit setzte ein und man versuchte auch, die Vorfälle an der Zeitkontrolle zu rekonstruieren. Diese, vor dem Start zur kurzen Prüfung auf dem ÖAMTC-Fahrtechnikzentrum Mail plaziert, scheint etwas chaotisch gewesen zu sein, denn seltsamerweise waren noch sechs weitere Teams, darunter sogar ein wirklich prominentes, von einer solchen Bestrafung betroffen.

Obwohl Co-Pilot Maros Certan davon überzeugt war, dass es sich um eine unrichtige Eintragung in seine Zeitkarte handeln müsse, war jegliche Korrektur ausgeschlossen, da er unglücklicherweise diese nicht sofort kontrolliert hatte. ermeintliche Fehler müssen nämlich lt. Reglement sofort an Ort und Stelle beanstandet werden.

Damit fiel das Team auf Platz 4 bei den Historischen zurück, was nicht nur zwei Punkte, sondern auch Platz 2 in der Meisterschaft kostete. Man liegt nun einen Punkt hinter dem BMW-Piloten Leo Theuretsbacher auf Platz 3, während Staatsmeister Max Lampelmaier wieder die Führung übernommen hat.

„Enttäuscht kann man uns gar nicht bezeichnen, eher sehr, sehr enttäuscht. Das war eine wirklich große Chance“, meinte Bayer schließlich.

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