MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Marcus Grönholm im Interview

Der Weltmeister des Jahres 2000 über seine Ziele für die laufende Saison, den Einsatz auf Asphalt und Änderungen am Peugeot 206 WRC.

Sie führen nach den ersten beiden Rallyes die Weltmeisterschaft an. Was sind Ihre Ziele für die Saison 2002?

"Ganz klar: Ich will die Weltmeisterschaft gewinnen."

Haben Sie eine bestimmte Strategie? Rechnen Sie sich pro Rallye aus, wie viele Punkte Sie erringen müssen, um im Plan zu sein?

"Ich versuche bei jedem Einsatz, das für mich beste Ergebnis zu erreichen. Und ich versuche, auch bei den Asphalt-Rallyes Punkte zu sammeln. Doch es gibt weder eine bestimmte Strategie noch einen Plan. Ich gebe immer mein Bestes."

Sie waren bei der Rallye Monte Carlo auf Asphalt stark. Haben Sie sich als Schotter-Experte auf diesen Belag speziell vorbereitet?

"Es gibt keine spezielle Vorbereitung. Je mehr Asphalt-Rallyes ich gefahren bin, desto besser läuft es. Ich habe viel gelernt, ohne meinen Fahrstil zu verändern. Trotzdem passiert es mir noch häufig, dass ich Druck mache und dann doch eine schlechte Zeit fahre. Ich weiß noch nicht, wo genau ich die Zeit verliere."

Wie blicken Sie der Rallye Korsika entgegen?

"Ehrlich gesagt, mag ich diese Rallye nicht besonders, denn sie ist schwieriger als Spanien. Die Kurven sehen fast alle gleich aus, man kann sich die Strecke nur schwer einprägen. Und der Untergrund ändert sich häufig, er ist teilweise sehr holprig. Aber man muss positiv denken. Ich versuche, ein gutes Resultat zu erzielen."

Was wollen Sie an ihrem Auto verbessern?

"Auf Schotter fährt sich der Peugeot 206 WRC gut und ist sehr zuverlässig. Allerdings reagiert das Auto auf welligem Asphalt teilweise nervös. Wir haben daran gearbeitet und werden bei der Rallye Korsika einige Neuerungen an der Vorderachse einsetzen."

News aus anderen Motorline-Channels:

Weitere Artikel:

Toto Wolff gingen die Streitigkeiten zwischen Lewis Hamilton und Nico Rosberg 2016 zu weit, sodass er beide Fahrer kurzzeitig freistellte und eine Warnung aussprach

Berger über Roland Ratzenberger

"Schwieriger als mein eigener Unfall"

Der Tod von Roland Ratzenberger war für Gerhard Berger schwieriger als sein eigener Unfall in Imola - Mit der Gefahr habe er sich damals "nicht sehr viel befasst"

Ohne jeden Test hat Michael Kogler ein 350 PS starkes Ford Fiesta WRC beim weltberühmten Rechbergrennen pilotiert - in Gedenken an seinen Vater Gottfried, der vor exakt 30 Jahren das Gleiche tat. Das Projekt „Ciao Papa“ war eine Herzensangelegenheit…