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„Bentley Boys“ dominieren Qualifying

Die beiden Speed-8-Prototypen von Bentley werden die 71. Ausgabe der 24 Stunden von Le Mans aus der ersten Reihe in Angriff nehmen.

Tom Kristensens Bestzeit vom Mittwoch war im Abschlußtraining zu keinem Zeitpunkt gefährdet, der Bentley mit der Startnummer 7 sichert sich somit die Pole Position. Seine Zeit verbessern konnte der zweite Bentley in den Händen von Ex-Grand-Prix-Piloten Johnny Herbert, 3 Minuten 35,098 Sekunden bedeuten Startplatz 2.

Beide Bentleys liefen problemlos, der einzige Zwischenfall war ein Dreher Kristensens, als dieser auf einen unachtsamen Nachzügler auflief. Der Wagen blieb dabei ohne Schaden, das Team beschränkte sich darauf, das Rennsetup zu perfektionieren, und verzichtete auf die weitere Verbesserung der ohnehin bereits schnellsten Runde.

Tom Kristensen: „Es ist toll, für Bentley die Pole in Le Mans geholt zu haben. Ich war schon in den letzten Jahren knapp daran, war am ersten Tag Schnellster und wurde in letzter Sekunde von Dindo (Capello) geschlagen. Also habe ich dieses Jahr darauf bestanden, im selben Auto wie er zu sitzen! Ich hätte heute noch schneller sein können, aber ich mußte meine schnellste Runde im letzen Sektor wegen zuviel Verkehr abbrechen. Performance und Speed des Wagens stimmen mich aber für's Rennen sehr optimistisch.“

Auch die drei Audi-Kundenteams haben sich für das Rennen gute Ausgangspositionen erarbeitet. Die Mannschaften von Audi Sport UK, Audi Sport Japan Team Goh und Champion Racing sicherten sich mit ihren Audi R8 die Startplätze drei, fünf und sechs. Schnellster Audi-Pilot war Frank Biela, der die 24 Stunden von Le Mans dreimal in Folge gewonnen hat und mit einem weiteren Sieg Geschichte schreiben könnte.

Noch nie ist es einem Fahrer gelungen, den französischen Langstreckenklassiker in vier aufeinanderfolgenden Jahren zu gewinnen. Die Audi-Teams setzen dabei auf die bekannte Zuverlässigkeit des R8 und dessen Wartungsfreundlichkeit: Im Training wechselten die Audi-Kundenteams den kompletten Hinterwagen samt Getriebe in weniger als dreieinhalb Minuten!

Wenig Glück hatte wieder einmal das aus der FIA-GT-Serie bekannte Lister-Team: Nachdem der neuentwickelte Lister-Storm-Prototyp bei den 12h von Sebring gleich zu Beginn streikte, flog in Le Mans Stammpilot Jamie Campbell-Walter während des Donnerstagstrainings von der Strecke: Wagen und Fahrer sind nicht mehr einsatzfähig, das Team zog sich vom Rennen zurück.

Die Startaufstellung der 24h von Le Mans 2003

 1. Kristensen/Capello/Smith  (Bentley)       3.32,843 Min. 
2. Brabham/Herbert/Blundell (Bentley) 3.35,098 Min.
3. Biela/McCarthy/Salo (Audi) 3.35,745 Min.
4. Lammers/Bosch/Wallace (Dome-Judd) 3.36,156 Min.
5. Ara/Magnussen/Werner (Audi) 3.36,418 Min.
6. Lehto/Johansson/Pirro (Audi) 3.36,857 Min.
7. Goossens/Matthews/Tinseau (Riley & Scott) 3.37,476 Min.
8. Ortiz/Gabbiani/Gommendy (Dome-Judd) 3.38,058 Min.
9. Cochet/Gounon/Gregoire (Courage-Judd) 3.40,400 Min.
10. Beretta/Jeannette/Papis (Panoz) 3.40,766 Min.

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