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Ein abwechslungsreicher Renntag

Norbert Siedler Sechster und Zehnter, Bas Leinders und Franck Montagny gewinnen. Lauda im Pech, Neuhauser im F3 Cup Zweiter.

Im ersten Rennen der Superfund World Series by Nissan setzte sich nach dem Start des Laufes über 17 Runden Franck Montagny an die Spitze des Feldes. Der Franzose erhielt jedoch wegen Frühstart eine Stop & Go Strafe und fiel auf Platz Neun zurück.

Damit hieß der Spitzenreiter Bas Leinders. Der Belgier fuhr in der Folge einen klaren Sieg nach Hause, auf den Plätzen Zwei und Drei der Franzose Stephane Sarrazin und der Spanier Ander Vilarino.

Norbert Siedler, der Österreicher im Team des Kärntners Michael Zele, ging vom zehnten Platz aus der 5. Startreihe aus ins Rennen. Er konnte sich langsam nach vor arbeiten und auf Platz Sechs festsetzen.

Ab der Halbzeit des Rennens kam Meisterschaftsleader Franck Montagny (Stop & Go) stark auf und versuchte, am Tiroler vorbeizufahren. Siedler wehrte sich gekonnt, wehrte alle Angriffe des Franzosen ab und konnte so den sehr guten 6. Endrang einfahren.

„Ich glaube, ich habe in diesem Rennen eine gute Leistung abgeliefert, der Zweikampf mit Montagny war hart. Wichtig war es, wieder einmal in die Punkteränge zu fahren. Mit dem Auto war ich nicht zufrieden, ich habe auf der Bremse gegenüber Montagny einige Zeit verloren. Vielleicht können wir hier für das zweite Rennen noch etwas verbessern.“

Ergebnis 1. Rennen Superfund World Series by Nissan A1 Ring:

1. Bas Leinders BEL 25:03,648 Min
2. Stephane Sarrazin FRA + 7,766 Sek.
3. Ander Vilarino ESP + 10,343
4. Enrique Bernoldi BRA + 18,524
5. Bruno Besson FRA + 20,842
6. Norbert Siedler AUT + 23,166
7. Franck Montagny FRA + 23,464

Im zweiten Rennen war Meisterschaftsleader Franck Montagny aus Frankreich eine Klasse für sich. Er feierte einen klaren Sieg vor dem Gewinner des ersten Rennens, Bas Leinders. Dritter wurde Bruce Juoanny vor dem Inder Narain Karthikeyan.

Pech hatte Norbert Siedler im zweiten Rennen. Nachdem er sich mit einer tollen Aufholjagd von Startplatz 15 auf Rang 8 verbessern konnte, musste er zum Pflichtboxenstop hereinkommen.

Dabei versagte der Wagenheber zweimal, der Wagen rutschte auf die Bremsscheiben, wertvolle Sekunden vergingen. Siedler beendete das Rennen damit nur an zehnter Stelle: „Ich habe bei meiner Aufholjagd alles gegeben. Ein Dreher in der Mobilkom-Kurve warf mich etwas zurück.“

„Dann kam ich in die Box: Mein Team hatte meinen ursprünglichen Wagenheber an ein anderes Team hergeborgt. Der zweite Heber versagte dann zweimal, so dass ich weit zurückfiel. Ich verstehe so eine Vorgangsweise nicht. Schade, es wären nach dem sechsten Platz vom Vormittag noch weitere Punkte drinnen gewesen.“

Teamchef Michael Zele zur Situation mit dem Wagenheber: „Wir haben zwei gleichwertige Heber in der Box, dass der eine dann versagt, mit dem kann man nicht rechnen. Norbert ist ein Superrennen gefahren, aber ohne dem Missgeschick wäre auch nicht mehr als ein neunter Rang möglich gewesen.“

Ergebnis 2. Rennen Superfund World Series by Nissan A1 Ring:

1. Franck Montagny FRA 36:37,322
2. Bas Leinders BEL + 0,446
3. Bruce Jouanny FRA + 15,037
4. Narain Karthikeyan IND + 15,685
5. Bruno Besson FRA + 19,109
6. Heikki Kovalainen FIN + 20,044
7. Stephane Sarrazin FRA + 21,195
8. Enrique Bernoldi BRA + 21,980
9. Vitorio Liuzzi I + 23,977
10. Norbert Siedler AUT + 31,506

Stand in der Superfund World Series by Nissan nach 12 Rennen:

1. Franck Montagny FRA 197 Punkte
2. Narain Karthikeyan IND 90
3. Stephane Sarrazin FRA 89
4. Bas Leinders BEL 88
5. Heikki Kovalainen FIN 84
6. Bruno Besson FRA 75
13.Norbert Siedler AUT 25

2. Rennen World Series Light:

Das zweite Rennen der World Series light am A1 Ring brachte für Mathias Lauda eine Enttäuschung. Nachdem er sich am Start um einen Rang an die zweite Stelle vorkämpfen konnte, fiel er, bedingt durch einen Fehler, in der Mobilkom-Kurve auf den vierten Platz zurück.

Danach kam es in der Berger Kurve zu einer Kollision mit Juan Cruz Alvarez. Lauda drehte sich, kam auf die Wiese und musste danach das Rennen vorzeitig beenden:

„Natürlich bin ich jetzt enttäuscht, die Aktion war nicht ganz fair von Alvarez, aber solche Unfälle kommen im Rennsport ganz einfach vor. Ich habe aber bei den nächsten Rennen noch genug Gelegenheit um weitere Erfahrungen zu sammeln und so wie gestern auch wieder auf das Podest zu fahren“, erklärte er danach schon wieder recht optimistisch.

Vater Niki Lauda ließ sich auch das zweite Antreten seines Sohnes auf dem A1-Ring nicht entgehen: „Ich bin trotz seines Ausfalles sehr stolz auf ihn. Er war sehr competitive unterwegs, hatte einen guten Start und fuhr den Speed der Führenden.“

„Unfälle solcher Art gibt es immer wieder, da muss man einfach durchtauchen. Ich habe bei ihm genug Talent gesehen um im Motorsport weiter zu kommen. Trotzdem werde ich keinen Einfluss auf seine Karriere nehmen, Lukas und Mathias müssen ihren Weg selbst gehen.“

„Selbstverständlich stehe ich ihnen dann zur Verfügung, wenn sie mich um einen Rat fragen. Meine Söhne sehen mich als älteren Bruder, dies ist eine Rolle die ich gerne auch in der Zukunft wahrnehmen werde.“

Der Sieg ging erneut an den Franzosen Julien Vidot, vor Ananda Mikola aus Indonesien und Juan Cruz Alvarez. In der Meisterschaft rückten die ersten Drei damit noch näher zusammen. In Führung bleibt aber der Spanier Adrian Valles, zwei Punkte vor Vidot.

Ergebnis 2. Rennen World Series light am A1 Ring:

1. Julien Vidot F 28:07,062
2. Ananda Mikola INA + 1,157
3. Juan Cruz Alvarez ARG + 4,736
4. Milos Pavlovic JUG + 5,237
5. Celso Miguez ESP + 7,409
6. Adrian Valles ESP + 8,038
7. Alvaro Barba ESP + 8,195
8. Mateo Pellegrino I + 10,950
9. Chanoch Nissany ISR + 30,026

alle Anderen sind ausgeschieden

Stand in der World Series light nach 8 Rennen:

1. Valles ESP 91 Punkte
2. Vidot FRA 89
3. Alvarez ARG 84
4. Pavlovic JUG 60
5. Lauda AUT 58
6. Miguez ESP 57

2. Rennen des Recaro Formel 3 Cup

Im zweiten Rennen des Recaro Formel 3 Cup am A1 Ring lief es für den Österreicher Hannes Neuhauser besser als gestern. Er erreichte nach einem guten Rennen hinter Joan Paulo de Oliveira, der bereits als Meister feststeht, den zweiten Rang.

In der Meisterschaft konnte er damit gegenüber Sven Barth wieder Boden gutmachen, der heute hinter Neuhauser Dritter wurde. Der zweite Österreicher Roman Hoffmann wurde Zwölfter.

Ergebnis zweites Recaro Formel 3 Cup Rennen A1 Ring:

1. Joao Paulo de Oliveira BRA 25:14,002 Min
2. Hannes Neuhauser AUT 25:25,079
3. Sven Barth GER 25:26,207
4. Catharina Felser GER 25:31,023
5. Thomas Holzer GER 25:35,006
6. Markus Mann GER 25:35,408
7. Tomas Kostka CZE 25:38,951
8. Adrian Wolf CH 25:39,167

weiters:

12. Roman Hoffmann AUT 26:19,468

Meisterschaftsstand Recaro Formel 3 Cup:

1. Joao Paulo de Oliveira BRA 283 Punkte
2. Sven Barth GER 171
3. Hannes Neuhauser AUT 155
4. Franz Schmöller GER 86

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