MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Erste Reaktionen auf die BAR-Sperre

Gesprächsthema Nr. 1 in Montmelo - das BAR-Urteil. Die ersten Reaktionen fallen unterschiedlich aus - von "zu hart" bis "zu nachsichtig"...

Die Tankaffäre rund um British American Racing sorgte im Paddock von Barcelona für gemischte Reaktionen. Eine klare Stellung bezog dabei Weltmeister Michael Schumacher: Er wollte sich nicht dazu äußern.

Ganz anders jene Piloten, die wie Alex Wurz, Jacques Villeneuve, Jarno Trulli, Mark Webber, Nick Heidfeld oder Tonio Liuzzi durch die Disqualifikation Positionen gutmachten und WM-Zähler holten.

"Es wäre schöner gewesen diesen Punkt auf der Strecke zu holen, aber ich bin dennoch zufrieden gleich beim ersten Rennen in den Punkten gelandet zu sein", so der Imola-Lokalmatador Liuzzi.

Der zuletzt gescholtene Jacques Villeneuve freute sich derweil darüber "noch nie zwei Punkte zu einfach" verdient zu haben.

Alex Wurz fragte hingegen Rückkehrer Juan Pablo Montoya per SMS ob er nun "den Pokal abholen" dürfe.

Mike Gascoyne sieht das Urteil unterdessen skeptisch: "Wenn dies die Wahrheit ist, dann ist das Urteil zu nachsichtig", so der Toyota-Technikchef. "Wenn sie Zweifel hatten, warum haben sie dann keine Klarstellung verlangt?"

Rory Byrne empfindet die Rennsperre hingegen als "etwas zu hart", wobei der Chefdesigner der Scuderia die Disqualifikation von Imola als "korrekt" erachtet.

"Wenn ein Betrug vorlag, dann ist die Strafe, selbst da sie sehr hart ist, korrekt", stimmt Gian Carlo Minardi zu. Trotzdem betont er: "Es ist eine Schande für den Sport."

Renault-Boss Flavio Briatore geht sogar noch einen Schritt weiter und zweifelt die BAR-Erfolge des vergangenen Jahres an, welche die Mannen aus Brackley vor Renault zum Vizekonstrukteursweltmeister machten.

"Nun verstehen wir sicherlich besser, warum BAR uns im letzten Jahr in der Konstrukteurs-WM überholt hat", erklärte Briatore der Gazzetta dello Sport. "Den zweiten Platz zu verlieren war sehr schmerzvoll und nun sogar noch mehr."

Und auch Ex-Renault-Pilot Jarno Trulli stellt sich die Frage: "Unter welchen Bedingungen sind sie im letzten Jahr gefahren?"

Den Bericht über das FIA-Urteil inkl. revidiertes Imola-Ergebnis, die Urteilsdetails und einen Kommentar finden Sie in der Navigation rechts.

News aus anderen Motorline-Channels:

Formel 1: News

Weitere Artikel:

Honda hat eine Erklärung für seine bisherigen Probleme geliefert: Die Batterie wird durch Vibrationen beschädigt - Hersteller hofft auf Besserung bis Suzuka

Melbourne-Desaster: Honda vergrault?

Der fatale Umgang von Aston Martin mit Honda

Eigentlich sollte 2026 das Jahr von Lawrence Stroll werden - Doch nach dem Melbourne-Debakel sieht ein Experte die Beziehung zu Honda bröckeln

Gerhard Berger über neue Regeln

Gerhard Berger: "Da wehrt sich etwas in mir"

Gerhard Berger will dem neuen Formel-1-Reglement eine Chance geben, betont jedoch, dass es für ihn gefühlt zu weit weg vom "klassischen Motorsport" sei