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Proteste gegen Prodrive-Fabrik

Neben Anwohnern meldet nun auch der Stadtrat des benachbarten Solihull Bedenken an. David Richards will dennoch an seinem Projekt festhalten.

Seit Prodrive, die Firma von David Richards, vor einigen Wochen bekannt gegeben hat, nahe der derzeitigen Fabrik in Honiley eine neue Anlage für bis zu 1.000 Mitarbeiter errichten zu wollen, formierten sich zahlreiche Proteste. Anwohner schlossen sich in der Fulcrum Prodrive Action Group (FPAG) zusammen, um gegen das Projekt zu protestieren. Hatte sich Prodrive vor einigen Wochen noch optimistisch gezeigt, die Projektgegner umstimmen zu können, haben sich die Proteste inzwischen ausgeweitet.

Die in der FPAG zusammengeschlossenen Anwohner hatten vor allem kritisiert, dass durch die Fabrik die Verkehrsbelastung übermäßig zunehmen und damit die Straßensicherheit erheblich reduzieren würde. Außerdem müssten für das Projekt große Waldabschnitte gefällt werden, womit vielen geschützten Tierarten der Lebensraum entzogen werde. Die Bedenken teilten die Gegner des Vorhabens dem Gemeinderat mit, wo sich inzwischen ebenfalls Proteste anbahnen.

Widerspricht das Projekt dem Entwicklungsplan?

Auch der Stadtrat des benachbarten Solihull hat Bedenken angemeldet. Eine Sprecherin sagte gegenüber der Birmingham Post, dass der Bau der Fabrik eine unangemessene Entwicklung in der ländlichen Gegend sei: "Entwicklungen in diesem Grüngürtel müssen spezielle Umstände einhalten, und wir glauben nicht, dass dieses Projekt mit den Kriterien übereinstimmt." Außerdem sei man davon überzeugt, dass das Verkehrsaufkommen ansteigen werde, was Bemühungen widerspreche, vom Auto unabhängiger zu werden.

Chris Lewis, Mitglied des lokalen Kirchengemeinderats, meint ebenfalls, dass der Bau nicht mit dem Entwicklungsplan der Region vereinbar sei und weitere Projekte in der Region nach sich ziehe, die noch mehr Land des Grüngürtels für sich beanspruchen würden, mit den negativen Folgen eines ansteigenden Verkehrsaufkommens und der Zerstörung des Lebensraums für verschiedene Tiere.

Der einzige positive Aspekt an der neuen Anlage seien die entstehenden Arbeitsplätze: "Aber die meisten dieser Jobs werden für Spezialisten und Leute mit speziellen Fähigkeiten sein, die wir hier nicht haben." Außerdem habe man nahezu keine Arbeitslose in der Gemeinde, weshalb auch dies keinen Vorteil bringen würde.

Prodrive will Menschen aus der Region beschäftigen

Prodrive will in der neuen Fabrik unter anderem das neue Formel-1-Team beherbergen, dem bei der Vergabe der Startplätze für die Weltmeisterschaft 2008 derzeit gute Chancen eingeräumt werden. Ben Sayer, PR-Manager des Unternehmens, räumte zwar ein, dass durch das Projekt mehr Verkehr entstehen würde, jedoch würden dafür eben auch hunderte neue Arbeitsplätze geschaffen. Außerdem habe man selbstverständlich darauf geachtet, die Einflüsse durch den Verkehr so gering wie möglich zu halten.

"Es ist eine Schande, dass es diese Einwände gibt, vor allem, weil viele der neuen Jobs an Leute aus Solihull vergeben werden sollen", merkte Sayer außerdem an, dass man sehr wohl in der Region Personal rekrutieren wolle. Desweiteren würde auch der Entwicklungsplan das Prodrive-Gelände als eine Gegend für bedeutende Entwicklungen ausweisen.

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