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Rücktritt nach Titel Nummer acht?

Juan-Pablo Montoya meint, dass der Deutsche aufhören sollte, wenn er erneut Weltmeister wird; Lauda und Rosberg sind jedoch anderer Meinung.

Durch den erneuten Triumph auf dem Nürburgring ist der WM-Titel für Michael Schumacher wieder ein Stück greifbarer geworden. Doch die Meinungen, welche Auswirkungen ein eventueller erneuter Titelgewinn des Ferrari-Piloten auf seine weitere Zukunft in der Formel 1 hätte, gehen weit auseinander.

"Meiner Meinung nach sollte ihn der Erfolg dazu bewegen, seine Karriere zu beenden", erklärte beispielsweise Juan-Pablo Montoya der Gazzetta dello Sport. Schließlich müsse der Deutsche zurücktreten, wenn er an der Spitze sei, daher sei Schumacher "verrückt, wenn er nach einem erneuten Titel weitermachen würde".

Champions sollten auf dem Karrierehöhepunkt aufhören

Auch Formel-1-Zampano Bernie Ecclestone könnte sich derartige Überlegungen durchaus vorstellen: "Ich denke, ein Champion sollte auf dem Höhepunkt seiner Karriere zurücktreten, vielleicht nachdem er seinen achten Titel gewonnen hat." Jedoch dürfe man Schumacher nicht weiterhin mit den immer gleichen Fragen nach seiner Zukunft nerven, fügte der Brite an.

Schumacher hatte sich in den vergangenen Monaten alle Optionen offen gehalten und den immer wieder fragenden Journalisten erklärt, dass er sich erst im Sommer entscheiden wolle. In den vergangenen Wochen hatte sich jedoch mehr und mehr abgezeichnet, dass der siebenfache Weltmeister seine unvergleichliche Karriere bei Ferrari noch um einige Jahre verlängern könnte.

"Ich denke, man sollte ihn mit seinen Gedanken dazu in Ruhe lassen, indem wir ihn nicht ständig danach fragen, was er 2007 machen wird", erklärte Ecclestone. Er könne sich außerdem durchaus vorstellen, dass Schumacher auch nach einem Titelgewinn keineswegs ans Aufhören denke: "Ich bedaure die Champions, die erst aufhören, wenn sie nicht mehr anders können. Aber Schumacher sieht derzeit so kampfeslustig und enthusiastisch aus bei dem, was er tut, dass es mich nicht überraschen würde, wenn er weitermacht."

Erfolge verdrängen Gedanken an Rücktritt

Schumacher ist mit inzwischen 37 Jahren der älteste Pilot im Feld, sein Ferrari-Vertrag läuft zum Jahresende aus. Von welchen Umständen er eine erneute Verlängerung seines Kontraktes abhängig machen wird, ließ der siebenfache Weltmeister ebenfalls offen. Jedoch wird vermutet, dass Erfolge wie zuletzt in Imola und auf dem Nürburgring den Deutschen eher zum Weitermachen bewegen werden.

Dem schließt sich auch der frühere Formel-1-Pilot Niki Lauda an: "Es ist offensichtlich, dass Schumacher eine außergewöhnliche Phase durchlebt, in der die Gedanken an einen Rücktritt von den Resultaten verdrängt werden", erklärte der Österreicher. "Bei Ferrari intern hat er die Situation unter Kontrolle, sein Teamkollege kann ihn nicht gefährden, das Auto ist konkurrenzfähig", zählt der 57jährige auf. "Welche Gründe sollte er also haben, an einen Rücktritt zu denken?"

Dem schließt sich auch Keke Rosberg, ebenfalls früher selbst erfolgreich in der "Königsklasse des Motorsports" unterwegs, an: "Ich glaube nicht, dass er etwas anderes tun möchte. Gerade jetzt, wo er wieder gewinnt und Hoffnungen auf die Meisterschaft hat."

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