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Langstrecke Nürburgring: Pech für RTT

Stromlos in der Eifel

Elektronikprobleme vereitelten die Sensation für Erich Trinkl und Hannes Neuhauser beim ersten Lauf zur deutschen Langstreckenmeisterschaft.

Fotos: Oliver Wegen

Platz 4 in der Klasse und Platz 41 im Gesamtklassement – so sah es beim Zwischenergebnis aus und machte Hoffnung auf eine Podiumsplatzierung in der Klasse und eine Top-Endplatzierung im Gesamtklassement. Pünktlich zum ersten Lauf der BF Goodrich-Langstreckenmeisterschaft kehrte auch der Frühling in die Eifel ein, so dass milde Temperaturen, eine trockene Piste und blauer Himmel die Crew um Fahrer und Teamchef Erich Trinkl für ihre weite Anreise aus dem Zillertal belohnten. Bedenkt man, dass die offizielle Einstell- und Testfahrt eine Woche zuvor wegen 30cm Neuschnee abgesagt wurde, so sorgten die frühsommerlichen Sonnenstrahlen für zufriedene Gesichter im Fahrerlager.

Neben Trinkl griff an diesem Wochenende auch der ehemalige Mercedes-Junior Hannes Neuhauser (22) ins Lenkrad, der 2007 unter anderem im Porsche Carrera Cup und evtl. auch im Supercup einen 997 GT3 Cup pilotiert. Neuhauser zählt zu den besten Nachwuchstalenten aus Österreich und ist somit eine ideale Ergänzung im Racing Team Trinkl, denn Erich Trinkl ist bereits eine fest etablierte Größe im nationalen Motorsport, was seine zahlreichen Erfolge widerspiegeln.

Eingesetzt wird ein Ford Focus ST170, welcher ca. 250 PS über ein sequentielles 6-Gang-Getriebe auf die Achswellen stemmt und mit einem speziell auf die Verhältnisse der Nordschleife abgestimmten Fahrwerk ausgestattet ist. Trinkl vertraut hier auf die Kooperation mit Eigner Racing (Berlin), die für die Betreuung des Fahrzeuges verantwortlich sind und sich in Vergangenheit als Spezialisten für Fahrzeuge aus dem Hause Ford einen Namen in der ehemaligen DTC gemacht haben.

Bereits im Zeittraining unterstrich man mit einer Zeit von 10:45.901 das Potential des Teams und zeigte der Konkurrenz, dass mit Trinkl/Neuhauser im Rennen zu rechnen sein würde. Mit Startplatz 9 in der stark besetzten Klasse SP3 schaffte man eine ideale Ausgangsbasis für das 4 Stunden Rennen, welches um 12.17 Uhr mit leichter Verzögerung gestartet wurde. Erich Trinkl war mit dem Zeittraining nicht ganz zufrieden: „Teilweise war die Strecke nass, und durch die ganzen Abflüge gab es sehr viel Schmutz auf der Ideallinie, dazu andauernd gelbe Flaggen, so dass es sehr schwierig war, einen vernünftigen Rhythmus zu finden. Aber der Wagen lief problemlos, weshalb wir für das Rennen optimistisch sind.“

Startfahrer Neuhauser pushte gleich vom Start weg und kämpfte sich Position um Position nach vorne. Ab Runde 5 konnte Neuhauser konstante Zeiten von 9:51 fahren, was für eine Fahrt aufs Podium hätte reichen können. Doch dann schlug der Pannenteufel beim Racing Team Trinkl zu.

Neuhauser kam bereits eine Runde früher als geplant zum Boxenstopp und teilte dem Team über Funk mit, dass der Motor des Ford Focus Zündaussetzer habe. Neben dem Fahrerwechsel wurde eine kurze Kontrolle durchgeführt, wobei kein Fehler festgestellt werden konnte. Trinkl übernahm das Cockpit und ging mit dem zunächst wieder einwandfrei laufenden Boliden auf die Strecke zurück.

Aber bereits nach einem weiteren Umlauf standen Trinkl/Neuhauser erneut mit Zündaussetzern an der Box; das Datarecording zeigte einen Fehler in der Elektrik an; und um Folgeschäden am Motor zu vermeiden, entschied man sich dazu, den Wagen abzustellen.

Alles in allem war das Wochenende jedoch sehr zufriedenstellend, da man zeigen konnte, was Fahrer und Fahrzeug imstande sind zu leisten; eine Podiumsplatzierung wäre ganz sicher im Bereich des Möglichen gewesen. Betrachtet man die Rundenzeiten so wäre sogar eine Platzierung unter den Top 35 im Gesamtklassement möglich gewesen.

Aber „that´s racing“ - und beim nächsten Mal ist das Glück auf Seiten des Racing Team Trinkl die dann erneut den Angriff aufs Podium starten werden. Der nächste Lauf findet am 14.04.2007 statt.

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