MOTORSPORT

  • Motorline auf Facebook
  • Motorline auf Twitter

Bedingte Rennsperre für McLaren

Mildes Urteil für McLaren-Mercedes. Der Motorsport-Weltrat verhängte lediglich eine bedingte Sperre von drei Rennen, zwei Monate auf Bewährung.

Fotos: McLaren, Photo4

McLaren-Mercedes hat die Affäre um Lewis Hamiltons und Dave Ryans Lügen gegenüber den FIA-Kommissaren mit einem blauen Auge überstanden. Wie der FIA-Weltrat nach einer gut einstündigen Anhörung heute Mittag bekannt gegeben hat, wurden dem Team keine unmittelbaren Sanktionen auferlegt, sondern lediglich eine Bewährungsstrafe.

Das bedeutet im Klartext: Die Silberpfeile werden nicht wie ursprünglich vorgesehen für drei Rennen gesperrt, sondern diese Sperre tritt nur dann in Kraft, sollten innerhalb der nächsten zwölf Monate neue Beweise auftauchen oder es einen weiteren Verstoß gegen Artikel 151c des Internationalen Sportkodexes geben. Dieser untersagt alle Handlungen, "die den Sport in Verruf bringen" und somit in irgendeiner Form im Widerspruch zu den Interessen der Formel 1 stehen.

Ausschlaggebend war offenbar das Schuldbekenntnis und der Verzicht auf eine aggressive Verteidigungsstrategie: "Unter Berücksichtigung der offenen und ehrlichen Art und Weise, in der sich McLaren-Teamchef Martin Whitmarsh dem Motorsport-Weltrat gestellt hat, und der Veränderung der Kultur, die innerhalb seiner Organisation stattfindet, hat der Motorsport-Weltrat entschieden, die beantragte Strafe auszusetzen", so das offizielle FIA-Statement.

McLaren-Mercedes hat in den vergangenen Wochen aktiv versucht, die FIA zu besänftigen: Erst stellte sich Hamilton in Malaysia mit einem Schuldeingeständnis der Weltpresse, dann wurde Sportdirektor Ryan endgültig suspendiert und schließlich legte auch noch McLaren-Chef Ron Dennis alle Formel-1-Funktionen nieder. Dennis' Verhältnis zur FIA war stets angespannt gewesen. Dieser Kurswechsel scheint Früchte getragen zu haben...

News aus anderen Motorline-Channels:

World Council 29.4.2009

Weitere Artikel:

In Erinnerung an Dietrich Mateschitz

DM01 ist erster Red-Bull-Motor mit Ford

"Sein Traum": Red Bull benennt die erste eigene F1-Antriebseinheit in Kooperation mit Ford zu Ehren von Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz

Die Racing Bulls zeigen in Detroit ihr neues Design für 2026: Zu dem bisherigen Weiß kommen blaue Flächen als Anspielung auf Motorenpartner Ford

Pizzonia: Habe Sohn verteidigt

Ehemaliger Williams-Pilot in den USA verhaftet

Antonio Pizzonia wurde am Wochenende in Texas verhaftet - Der ehemalige Formel-1-Pilot wollte laut eigener Aussage seinen Sohn vor einem anderen Mann verteidigen

Ducati hat die Karten auf den Tisch gelegt: Beim offiziellen Launch präsentierte sich das Werksteam für die MotoGP-Saison 2026 selbstbewusst und ambitioniert

Energie-Management in der F1?

Albon: Formel 1 2026 wie die Formel E

Die Formel 1 startet 2026 in eine neue Ära: Fahrer müssen die Fahrweise anpassen und ihre Energie managen - Alexander Albon sieht sogar Parallelen zur Formel E