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Ferrari strukturiert um: Costa muss gehen

Ferrari gibt weitere Umstrukturierungen in der Scuderia bekannt, Technikchef Aldo Costa muss nach dem enttäuschenden Saisonstart seinen Hut nehmen.

Aldo Costa tritt nach fünf Jahren als Ferrari-Technikchef zurück. Das wurde von Ferrari am Dienstag bestätigt. Der Italiener, der für den bisher enttäuschenden Ferrari 150° Italia verantwortlich zeichnet, werde, so heißt es aus Maranello, neue Verantwortungen innerhalb der Firma übernehmen. Doch damit nicht genug: Mit Costas Rücktritt geht eine interne Umstrukturierung in drei Bereichen einher.

Teamchef Domenicali wertet nun die Position von Pat Fry auf, der erst seit Jahresbeginn als Chefingenieur tätig war, nachdem der glücklose Chris Dyer wegen des Strategiedebakels beim Saisonfinale in Abu Dhabi abdanken musste. Der Brite, der im Vorjahr nach vielen Jahren bei McLaren zu Ferrari gestoßen war, wird neuer Chef im Chassisbereich. Die Verantwortung für die Produktion übernimmt Corrado Lanzone, Luca Marmorini kümmert sich weiterhin um Motoren und Elektronik. Alle unterstehen direkt Stefano Domenicali.

Bereits nach dem enttäuschenden Saisonstart hatte man bei Ferrari eine neue, aggressivere Strategie angekündigt. Dass diese mit dem Rücktritt von Technikchef Costa endet, ist dennoch eine Überraschung. Ferrari-Boss Luca di Montezemolo hatte zuletzt immer wieder bessere Ergebnisse eingefordert – vor dem Grand Prix der Türkei hatten Costa & Co. angegeben, dass man den Fehler im Bereich des Windkanals gefunden habe und bald wieder in alter Form auftreten werde.

In Istanbul gab es durch Fernando Alonsos dritten Platz tatsächlich einen ersten Aufwärtstrend. Das miserable Ergebnis in Barcelona, als der Spanier trotz einiger anfänglicher Runden in Front sogar noch von den Führenden überrundet wurde, war der vorerst letzte Tiefpunkt in dieser Saison.

Nach fünf Rennen liegt Alonso in der Fahrer-WM als bester Ferrari-Pilot mit 51 Punkten auf Platz fünf – ihm fehlen nicht weniger als 67 Zähler auf Leader Vettel. Bei den Konstrukteuren ist Ferrari 110 Punkte hinter RB Racing nur Dritter – und das nach erst fünf Rennen. Dem Traditionsteam ist es in den vergangenen Jahren nicht gelungen, für entscheidende Innovationen in der Formel 1 zu sorgen – das rächt sich nun für Costa.

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